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Alt 10.07.2007, 12:07
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stefan.s stefan.s ist offline
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AW: Champions-League-Eklat

@wolldaumawassage

"Woher weisst Du das? Vielleicht hätten andere Vereine die Top-Chinesen auch gerne genommen oder andere Top-Spieler, dies allerdings mit dem Wissen um genau dieses Problem nicht getan? Vielleicht haben die Spieler weniger Geld verlangt, weil klar war, daß sie Superliga spielen wollen bzw. werden. Oder, oder, oder. Zugegeben, das ist Spekulation, aber genauso ist es Spekulation, wenn jemand behauptet, die anderen Vereine hatten keinen Nachteil.

Das Argument der Regel-Konformisten wie auch Henrys Einwand besagt nun aber, dass die ITTF-, Superleague- und sonstige Termine noch gar nicht erstellt waren. Damit dürfte dein Argument ziemlich klapprig dastehen...

Noch einmal: Es wurde hier nicht festgestellt, dass jemand sich in irgeneiner Weise zum Zeitpunkt des Wettkampfes einen Vorteil verschafft hat (Doping etc.), es konnte auch kein Beteiligter - sowohl Spieler als auch Verein - antizipieren, dass NACH Beendigung des Wettbewerbs ÜBERHAUPT gespielt wird.

Es geht hier einzig und allein um die Frage, ob arbeitsrechtlich eine solche Sperre zulässig ist; genauer, ob der Arbeitsvertrag bis zum Ende der Sperrfrist besteht oder eben nicht.

Juristisch sicherlich eine kniffelige Sache, die eventuell sogar zu unterschiedlichen Bewertungen führen kann (bspw. hat NÖ entsprechen ausformulierte Verträge, Chaleroi aber nicht).

Sportlich ist das alles Mumpitz, Gönnern soll sich die Kohle holen - das ist o.k. - aber Argumente, dass sie ja in Regelkenntnis keinen der Topchinesen verpflichtet haben und stattdessen ganz brav mit dem vorhandenen Personal einen aussichtslosen Kampf geführt haben machen mich ganz kribbelig.


"Diese Regel gilt seit Ewigkeiten in allen sportlichen Ligen im Tischtennis. Es gab noch nie Beschwerden. Für die Weltklasse mag es schwierig sein, aber Blödsinn finde ich diese Regel nicht, spätestens wenn ich an tiefere Ligen denke..."

Hier gebe ich dir absolut recht; es gibt hier einige Threads über GLEICHZEITIGE Einsätze von Spielern bis hin zur 2.BULI.

Nur, lässt sich das tatsächlich vergleichen?

Mindestens drei Tatsachen sprechen dagegen:
1: keine Gleichzeitigkeit
2: anderer Verband
3: keine Konkurrenz


"Mit dieser Argumentation könnte man auch sagen: Jeder Spieler kann in verschiedenen Ländern in mehreren Mannschaften spielen solange die Vereine nicht in einem internationalen Wettbewerb gegeneinander spielen könnten. Also könnte Boll in Frankreich, China, Japan und Deutschland (z.B.) spielen. Bringt ja keinem Nachteile..."

Die Probleme sind mir bekannt und hier irgendwo nachzulesen. Die Regel macht in 'unteren Klassen' schon Sinn.

Bei Boll und Konsorten läuft der Hase naturgemäß anders. Seine Clubs spielten natürlich international und er damit potentiell gegen sich selbst.

Profitischtennis ist dabei, sich neu zu organisieren - die für Hobbysportler sinnvollen Regelungen sind in diesem Bereich absolut nicht zeitgemäß.

[/QUOTE]

Geändert von stefan.s (10.07.2007 um 12:11 Uhr)
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