Er hat einen Vornamen, der zweisilbig ist - "Seung Eun". Nach einer anderen - inzwischen weniger verbreiteten - Schreibweise waere es "Seung-eun". Taiwanesen schreiben mit Binderstrich, aber alles gross: "Chih-Yuan", und Festland-Chinesen schreiben heute zusammen: "Liqin".
Fuer die ostasiatischen Namen gilt:
- Chinesen (einschl. Hongkonger, Taiwanesen und die meisten Singapurer): Familiename ist fast immer einsilbig (ganz selten auch zweisilbig), Vorname ist ein- oder zweisilbig (fuer Chinesich gilt: ein Zeichen = eine Silbe);
- Koreaner (Nord- wie Sued-): Familienname ist immer einsilbig - denn Koreaner haben chinesischen Familienname (das ganze koreanische Namenssystem ist aus dem Chinesischen uebernommen, und bis heute haben Koreaner drei Namensversion auf ihren Ausweis stehen: Koreanisch, Chinesisch, Latainisch), allerdings nur mit wenig Varianz (jeder dritte heisst entweder Kim oder Lee) - und Vorname ist meistens zweisilbig (eher selten auch einsilbig);
- Japaner: Familienname besteht meist aus zwei chinesischen Zeichen (manchmal auch einem oder drei) und Vorname ebenfalls meist aus zwei chinesischen Zeichen (oder auch einem oder drei), allerdings ist die japanische Sprache - im Gegensatz zur japanischen Schrift - nicht direkt verwandt mit dem Chinesischen, weshalb die zwei Zeichen zwei bis vier Silben entsprechen.
Fuer Chinesisch, Koreanisch und Japanisch gilt: Es gibt nur eine endliche Anzahl von Familienname. Im Chinesischen sind es ein paar Tausend, wobei nahezu die Haelfte der Bevoelkerung sich auf 10 Familiennamen konzentrieren: Wang, Li, Zhang, Liu, Chen, Yang, Huang, Zhao, Wu, Zhou. Diese 10 Famliennamen tragen jeweils ueber 20 Mio. Menschen (die Top-3 - Wang, Li und Zhang - tragen sogar jeweils ca. 90 Mio. - oder 7% - Chinesen, es gibt also jeweils mehr chinesische Wangs, Lis und Zhangs als die gesamtdeutsche Bevoelkerung). Danach kommen 12 Familiennamen mit je 10 bis 20 Mio. Vertretern: Xu, Sun, Ma, Zhu, Hu, Guo, He, Gao, Lin, Luo, Zhen, Liang. Die haeufigsten 100 Familiennamen decken ca. 85% der chinesischen Bevoelkerung.
Es sei aber gesagt, dass die Ordnung vom Chinesischen ins Lateinischen nicht eindeutig ist, es gibt beispielsweise mehrere verschiedene Familiennamen, die sich im Latainischen mit "Wang" schreiben lassen. Die Nationalspieler Xu Hui und Xu Xin haben unterschiedliche Familiennamen, genau wie Liu Guozheng und Liu Yang. Dafuer hat Liu Yang den gleichen Familienname wie Ryu Seung Min - dieser Liu und jener Ryu sind verschiedene Uebersetzung desselben chinesischen Zeichens. Auch Wu Jiaduo und Oh Sang Eun sind uebrigens Namensvetter. Ebenfalls die gleichen Nachnamen haben die Spieler Li Ping (China), Lee Jung Woo (Suedkorea) und Ri Chol Guk (Nordkorea).
Alles klar jetzt?
