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Alt 10.07.2002, 12:57
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Benjamin Benjamin ist offline
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Zitat:
Original geschrieben von Sascha Eichmann


Verzeihe miene Uneinsichtigkeit, aber hier und da wäre eine kurze Begründung vielleicht ganz angebracht, DAMIT man verstehen kann, wieso du dir da so sicher bist!
Ok, da hast Du natürlich Recht. Behauptungen ohne Begründung sind nicht viel Wert.
Sorry.

These 1: Auch durch die neue Aufschlagregel wird es nicht nicht zu mehr Schupfduellen kommen als als bisher.

Begründung:
Schon ab der Bezirksklasse (mindestens... vielleicht schon früher) spielen die Spieler auf der Vorhand einen guten, sicheren Topspin, der zum schnellen Punktgewinn genutzt wird. Es gibt wesentlichz mehr aktive Spieler als passive.
Daher wird der Punktgewinn durch aktives Spiel gesucht. Wenn jetzt der Aufschlag für den Rückschläger auch noch lesbar ist, hat dieser doch auch mehr Möglichkeiten mit dem Aufschlag zu spielen (Täuschflip, kurze Rückgabe usw) und das Spiel somit offensiv zu gestalten.
In den unteren Klassen dagegen ist das Aufschlagspiel so oder so nicht so qualitativ hochwertig. Natürlich gibt es auch dort Spieler mit einem sehr starkem Aufschlag, aber diese Spieler sind doch eher in der Minderheit und haben dazu noch einige andere Schwächen, sonst würden sie nicht auf Kreisebene spielen...


These 2:
Zeitspiel bedeutet keinen Nachteil für Abwehrer

Ein Zeitspiel kommt ersteinmal auch nach der Zeitverkürzung nur dann zustande, wenn zwei Verteidiger aufeinander treffen, oder wenn ein Angriffsspieler gegen die Abwehr des Verteidigers offensiv nicht "durchkommt" und zugleich eine hohe Ballsicherheit im passivem Spiel hat...
Um aber ins Zeitspiel zu kommen muss der Angreifer aber auf seine eigentliche Stärke, den Topspin weitgehend verzichten und sich aufs Schupfen konzentrieren.
Dies wird aber wenn überhaupt meist erst ab dem dritten Satz passieren, weil der Angreifer im 1ten Satz auf jeden Fall versuchen wird sein Angriffsspiel durchzubringen.
Wenn er diesen Satz verliert, versucht er es nach Beratung zu beginn des zweiten Satzes auch noch offensiv, wird damit aber dennoch nicht durchkommen (sonst würde er ja nicht auf das Zeitspiel setzen) und zum Ende diesen Satztes versuchen ins Zeitspiel zu kommen.
Da ihm aber hierfür meist noch die Sicherheit fehlt, wird er diesen Satz auch noch verlieren.
Erst im dritten Satz bekommt er die nötige Ballsicherheit um in die Wechselmethode zu kommen. Jetzt wird er aber wieder starke Schwierigkeiten haben auf ein aktives Spiel umzustellen. Zudem hat er den psychologischen Nachteil, dass der Abwehrspieler die Wechselmethode eher gewohnt ist und besser realisiert hat, das 12 Ballberührungen recht viel sind. Der Angreifer hat zudem den Nachteil, dass er denkt, die Wechselmethode sei für ihn ein Vorteil.. den muss er jetzt beweisen und macht plötzlich leichte Fehler.

Nunja, ich hoffe dies reicht als Begründung.

@Funktionär.
Der Einfallsreichtum des Aufschlägers ist doch jetzt noch mehr gefordert. Auch jetzt gibt es noch geniale Aufschläger. Ich würde auch nicht behaupten wollen, das Samsonov durch seine Aufschläge Nachteile hat.

Grüße
Benjamin
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ich habs versucht, aber ich bin einfach zu schlecht um ohne lange noppen zu gewinnen...
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