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Alt 17.07.2007, 18:40
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Rieslingrübe Rieslingrübe ist offline
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....Varianten, die auf das altbekannte Hussa zurück gehen. Dieser Ausruf bedeutet soviel wie ´hüa´, ´los geht's´etc. und wurde (vor allem in füheren Zeiten) auf dem Land* gern dazu benutzt, die müden Gäule anzutreiben.

* Historisch gesehen waren es übrigens die Ungarn und Rumänen, die das ´Hussa´ Ende der Sechziger/Anfang Siebziger Jahre auf der internationalen TT-Bühne einführten.
So, nachdem in diesem höchst umstrittenen Post oben vom Februar dieses Jahres ja augenscheinlich die Wurzel aller Eskalation zu suchen ist, dazu noch zwei Anmerkungen:


1.) Es waren wie gesagt u.a. Yugoslaven, Rumänen und Ungarn, die in den 70er Jahren erstmals ein dezentes ´Hussa(h)´ an die TT-Platten brachten.

Jener Spieler, der diesen Ausruf seinerzeit jedoch perfekt adaptierte, einige Nachahmer inspirierte und am Tisch in Mimik, Gestik und Betonung bis heute seinesgleichen sucht, war der extrovertierte Bulgare Ivan Stojanov .
Hab ihn selbst Anfang/Mitte der 80er Jahre mehrfach bei grösseren u. kleineren Turnieren erlebt. - Zwar kam er dort nie für einen Rang in Medaillennähe in Betracht, hatte aber häufig mehr Zuschauer als der ein oder andere Topspieler hinter sich.


2.) ´Hussah´als Ausruf für das Antreiben eines Fuhrwerks hatte ich erstmals Ende der Siebziger vernommen: auf dem Witthüser & Westrupp-Album ´Lieder von Vampiren, Nonnen und Toten´ aus dem Jahre 1970. Eben zu dieser Zeit der LP-Erstveröffentlichung erlebten einige Freunde das Duo im Ruhrgebiet live , und sind dem guten Bernd Witthüser (der in jungen Jahren u.a. slowakische Sprache studierte) am Abend nach einem Konzert in irgendeiner Kneipe begegnet.
Dort ergab sich die Gelegenheit zum Plausch, bei Nachfragen zu einzelnen Texten des Liedermachers wurde dann u.a. auch über die Herkunft eben dieses Wörtchens ´Hussah´ berichtet...

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Alle Wege münden in schwarze Verwesung.... .. (Georg Trakl)

Geändert von Rieslingrübe (17.07.2007 um 18:56 Uhr)
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