Zitat:
Zitat von Klaus123
Das hat m.E. nichts mit Scheinmoral zu tun. Der Big Boss Struve wurde hintergangen, ist stinksauer und als Affekthandlung sperrt er die Übertragung. Dahinter steckt wohl keine "kluge Absicht". Er kann schalten und walten, und sich eben auch mal zu emotionalen Handlungen hinreißen lassen.
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Nochmal: diese Aktion (Ausstieg bei einem weiteren Dopingfall im Umfeld der Tour) war im Vorfeld
DEUTLICH angekündigt worden und insofern in keinster Weise im Affekt oder Emotional.
Dazu gibt es viele Quellen, ua im bvv-net (05.07.2007):
ARD und ZDF brechen Tour-Übertragung notfalls ab
Hamburg (RPO). ARD und ZDF wollen die Übertragungen von der am Samstag beginnenden Tour de France nicht in jedem Fall bis zum Ende durchhalten. ARD-Chefredakteur Thomas Baumann sagte der "Hamburger Morgenpost", die Fernsehübertragungen könnten abgebrochen werden, wenn das Thema Doping dazu Anlass geben sollte.
"Wenn das Thema Doping noch mal hochkommt, werden wir uns kurzfristig mit dem ZDF zusammensetzen und über einen sofortigen Ausstieg aus der Berichterstattung nachdenken", wird Baumann zitiert. Er betonte, es gebe "keinen Freifahrtschein für die gesamte Tour".
Nach derzeitigem Stand planen ARD und ZDF rund 90 Stunden Direktübertragung von der 94. Tour de France, die am Samstag in London beginnt und am 29. Juli traditionsgemäß auf den Champs Elysées in Paris endet.
ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender rechnet bei den Bemühungen zur Verhinderung neuer Dopingfälle mit der Unterstützung der Veranstalter. Diese wollten die Zahl der unangekündigten Kontrollen von 40 im vergangenen Jahr auf 140 in diesem Jahr erhöhen.
"Die Franzosen sind auf unserer Seite. Wenn die Deutschen aussteigen, hätten sie bei der Tour ein wirtschaftliches Problem", wird Brender von derselben Zeitung zitiert.