Zitat:
Zitat von KathiStrauch
Jetzt verdrehst du wieder die Frage! Es ging mir nicht um das Selbstverständnis der Amerikaner (oder allg. der westlichen Welt) als "Demokratieverbreiter" aufzutreten bzw. darum, ob das nun gerechtfertigt ist oder nicht, sondern darum, ob eine Demokratie (zB die deutsche) in ihrem System antidemokratische Strömungen tolerieren muss. Und wenn nicht, inwiefern sie sich dann überhaupt von totalitäten Gesellschaftsformen unterscheidet.
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Ich habe m.E. gar nichts verdreht, weil ich eigentlich gar nicht auf 'ne konkrete Frage geantwortet habe.
Andererseits steht die Antwort doch da, oder habe ich mich so unklar ausgedrückt?
Gibt es keine BEGRÜNDUNG für irgendwas, kann jeder machen, was er will! Und zwar mit Recht. Übereinkünfte wie das Völkerrecht, Menschenrechte, UN-Charta müssen für alle verbindlich begründet sein; ansonsten kannst du es knicken.
Da das philosophisch eventuell begründbar wäre, aber doch komplett lebensfern ist - kein Taliban und kaum ein texanischer Sheriff hält sich ja daran - sind wir (wieder) in der machiavellischen Machtpolitik gelandet.
Ganz konkret auf deine erste Frage: Nein.
Zweite Frage: Die heutige Unterscheidung zwischen Demokratie und (wie du schlau sagst

) totalitären Gesellschaftsformen liegt in erster Linie in ihrem Selbstverständnis und ihrer inneren Struktur.
Oder anders: Was ist totalitär?
Wie sind Menschenrechte zu begründen und einzufordern?
Da es bis jetzt leider keinen Konsens darüber gibt, wird je nach Gusto und politischer Intention beurteilt.
P.S. Um hier keine Fragen aufkommen zu lassen; ich find das System hier bei allen Macken besser als Andere, und sogar von der Intention her optimal - zumindest fällt mir nichts besseres ein.