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Zitat von Daim
Bestrebungen über eine Klage sind wohl im Gange, was man so hört.
Aber wieso unter falschen Voraussetzungen ?
Jeder Verein muss bis zum 10.06. seine Mannschaften melden. Jeder Verein gibt zu diesem Stichtag endgültig bekannt, ob er einen direkten Aufstieg wahrnimmt, ob er im Falle eines vermehrten Aufstiegs aufstiegsbereit ist, ob er in der Klasse bleibt oder ob er zurückzieht.
Dies geschieht grundsätzlich ohne das Wissen, wie es tatsächlich in anderen Vereinen entschieden wird.
Wer nicht Meister ist oder wie Assenheim ein vorsorgliches Relagationsspiel gewinnt, hat am 10.06. noch keine Garantie, ob ein Aufstieg nun tatsächlich klappt oder nicht.
Im Fall von Eichenzell hat man sich zu diesem Datum für eine Zurückziehung entschieden. Welche Gründe zu dieser Entscheidung geführt haben (kein Aufsteigsplatz in Sicht, Wechsel eines guten Spielers, ...) ist letztlich nicht mehr wichtig.
Die Voraussetzungen waren also zum 10.06.07 für jeden Verein die gleichen.
In der Hessenliga hat es nach dem 10.06. reichlich Platz gegeben.
Der Verband hat mit den Relegationsteilnehmer aufgefüllt und die Klasse war noch immer unterbesetzt.
Hier hat der Rechtsausschuss entschieden, dass auf die Sollstärke aufgefüllt werden muss. Eine Relegation der Drittplatzierten hat es nicht gegeben.
Also hat man beide Drittplatzierten aufsteigen lassen, damit keinem davon ein Nachteil entsteht.
Wie ich finde, eine faire und gerechte Entscheidung. Jetzt kann wieder auf sportlichem Wege entschieden werden, wer in diese HL gehört oder nicht.
Nach einem Jahr reguliert sich dies von selbst.
Was die zusätzlichen 2 Spiele und die zusätzliche Fahrt nach Büdingen betrifft, so behaupte ich mal, dass die dann vielleicht 10 Auswärtsspiele in der Summe immer noch weniger Km zusammenbringen, als die 11 Auswärtsspiele in der BOL. Es sind in der VL nur wenige Vereine weiter weg. Das Meiste ist in der näheren Umgebung.
Wie stellt sich Situation in der VL dar ? Im Grund doch gleich. Die VL ist mit 9 Mannschaften unterbesetzt. Der BSpW wurde aufgefordert die nächsten Aufsteiger zu benennen.
Assenheim war bereits aufgestiegen. Eichenzell hat verzichtet. Damit sind alle Relegationsteilnehmer berücksichtigt. Noch immer herrscht eine Unterbesetzung und deswegen sage ich, dass wir die selbst Situation wie in der HL haben.
Die Regel, auf die zu Dich beziehst, geht von einem planmäßigem Aufsteiger aus. Sie hätte im Fall der BK 7 meiner Meinung nach sofortige Anwendung finden müssen, denn hier hatte der Meister zurückgezogen.
Die Frage, um die sich alles dreht, ist wohl die Definition eines planmäßigen Aufsteigers. Nach meinem Verständnis bedeutet dies, dass man zum Rundenbeginn weiß, mit diesem Tabellenplatz steigt man auf.
In der BOL ist dies nur der Meister. So ist es auch aus der Auf- und Abstiegsrelegation ersichtlich.
Ihr selbst wart Zweiter und habt ein vorsorgliches Relegationsspiel gespielt und gewonnen. Durch die vielen Zurückziehungen seid ihr aufgestiegen. Hätte es aber keine Zurückziehungen geben, würdet ihr weiterhin in der BOL spielen.
Dieser Aufsteig ist somit doch als außerplanmäßig einzustufen, denn es gab keine Garantie dafür.
Es kommt aber noch viel schlimmer. Die Regel heißt WSO 7.1.8.7.
Man hat diese Regel offenbar im letzten Jahr ergänzt. Und dies so, dass sich die Regel selbst aufhebt.
Man hat einen zweiten Absatz ergänzt, in dem es heißt, dass diese Regelung nicht mehr gilt, wenn eine Zurückziehung nach einem Relegationsspiel stattfindet. Dann nämlich sind die Relegationsergebnisse anzuwenden.
Fast alle Zurückziehungen finden nach der Relegation statt. Also ist der Teil der Regel, wo es um das von Dir genannte weitergeben eines Aufstiegsrecht so gut wie nie anzuwenden.
Das Ganze ist alles irgendwo nur noch Haarspalterei und macht nicht wirklich Spaß. Für die Unbeteiligten, die dies mehr oder weniger interessiert lesen, mag das alles amüsant sein.
Unser Regelwerk ist an dieser und vielen anderen Stellen offenbar nicht eindeutig genug. Der eine versteht es so, der ander wiederum ganz anders.
Was ist nun zu erwarten, wenn der Sportausschuss zu einer Entscheidung finden muss ? Jeder wird sich die Sache ansehen und nach seinem Regelempfinden entscheiden ob wir zusammen mit Flieden aufsteigen dürfen oder nicht. Im Grunde gibt dies eine Mehrheitsentscheidung derer, die die Regeln genau so verstehen, wie es der Mehrheit entspricht.
Was wir wollen, sind aber doch absolut eindeutige Regelungen, die keiner Mehrheitsentscheidung mehr bedürfen.
Meine Formulierung bezüglich eines gerechteren Urteils, war zweifelsfrei voreingenommen und nicht ganz korrekt dargestellt. Ein aus unserer Sicht gerechteres Urteil hätte wohl besser gepasst.
Jedenfalls haben wir im Moment alles andere als ein Sommerloch im Forum.
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@Daim
Ich sehe dass mein Text nicht unsinnig war :-)
Trotzdem möchte ich noch ein bischen Senf von mir geben, da ich die Situationen in der HL und VL immer noch nicht für gleichwertig halte so wie Du es schreibst (denn dann müsste in jedem Fall die gleiche Sache durchgeführt werden wie in der HL! und ich würde mich darüber wundern warum die so lange dafür brauchen das einzusehen)
(1) Rückzug Eichenzell
Es waren andere Voraussetzungen zu dem Zeitpunkt als sie zurück gezogen haben. So einfach wie Du es Beschreibst ist es nicht. Natürlich waren sie für alle Mannschaften "gleich" - trotzdem hätten ein anderer Informationsfluss/stand Eichenzell zu einer anderen Entscheidung gebracht - Eichenzell hat dies auch in seinem Schreiben an den Verband rechtzeitig Dokumentiert (früher hier im Forum zu lesen)!
(2) Situation HL
Auch wenn Du es anders schreibst: in der HL waren die Gegebenheiten ein wenig unterschiedlich. Die Klasse wurde originär mit 9 Mannschaften eingeteilt. 2 Vereine (Stadtallendorf und Heuchelheim) haben Ihren Vorteil gesucht und geklagt weil die Sollmannschaften der HL (10) nicht erreicht wurden. Nun konnte man nicht einen der beiden herauspicken (weil die dritten keine Relegation gespielt hatten und die beiden zweiten bereits aufgestiegen waren) und so sind es durch eine "faire und gerechte Entscheidung" 11 Mannschaften und wie cd geschrieben hat, sind die anderen 9 Mannschaften damit "bestraft" worden. Eventuell gibt es sogar einen vermehrten Abstieg, der Nachträglich eine der 9 vorher eingeteilten HL Mannschaften zu einem Abstieg nächsten Jahr bringt, der ohne die Klage nicht darunter gefallen wäre... Hier trifft es wieder zu das Wort "gerecht"... vor allem dann wenn man ein solcher Absteiger ist
(3) Situation VL
Nun hat dies nachhaltige Konsequenzen, da (zumindest in der VL Mitte) die Sollstärke durch Aufstieg von Heuchelheim auch nicht erreicht wird. Soweit entspricht es zwar der HL, aber hier kommt jetzt ein Unterschied, da mit Eichenzell eigentlich der nächste "Aufsteiger" zum Auffüllen in die VL eindeutig wäre. Das war bei der HL anders. Meiner Erfahrung mit Sport nach verzichtet Eichenzell damit immer zugunsten einer Mannschaft der eigenen Liga.
Ich glaube übrigens immer noch dass eine Klage von Eichenzell nicht aussichtslos wäre...
(4) Ich habe echt Mitleid mit den betroffenen Funktionären!
Hinzu kommt dass die betroffenen Ausschüsse dies auch noch "freiwillig" tun und bestimmt sehr dankbar für den Zeitaufwand sind, den sie auf Grund von zu vielen Rückziehern der HL hinein investieren dürfen.
(5) Generelles
Ganz im Ernst -> ich bin da ganz Deiner Meinung
Ich gebe Dir mehr als nur Recht, dass ein gerechtes Urteil nur gesprochen werden kann, wenn die Regeln keine willkürliche und haarspalterische Auslegung erlauben.
Um ein lückenloses Regelement zu bekommen, sollten wir uns alle aufmachen und die Regeln so definieren, dass sie jederzeit anwendbar sind. Hier sind alle gefragt, die im aktuellen Reglement zu viele Schwachpunkte sehen! Natürlich können Änderungen nur durch Mehrheit eingebracht werden :-)