Zu Contador habe ich einen Artikel auf sport1.de gefunden, der erklärt, warum er noch fahren darf und vermutlich nichts zu befürchten hat.
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Hier
Und dann habe ich gestern im Radio was ganz interessantes gehört. Ein Medizinprofessor hat einen Selbsttest gemacht. Er ist - wenn ich mich richtig erinnere - so um die 50 Jahre alt und sehr ambitionierter Hobbyradler.
Er ist also die Kehren nach Alpe D'Huez hochgeradelt und hat wohl so rund 70 Minuten gebraucht. Das war bei besten Voraussetzung wie wenig Wind und tollem Wetter.
Dann hat er 2 Wochen lang EPO gespritzt und ist bei saumäßigem Wetter mit Gegenwind und jeder Menge wolkenbruchartigem Regen in 65 oder 66 Minuten hochgefahren.
Das hat also rund 7% Leistungsvorteil gebracht. Finde ich hammermäßig. Das sind ja genau die paar Prozent, die reichen, um am letzten Berg nochmal wegzuspringen.
Ausserdem hat der Arzt erzählt, man fühle sich "unschlagbar" und könne an Punkten, an denen es vorher einfach nur noch "wehtat" relativ lässig weiterfahren.
Nun kann man natürlich über den Sinn eines solchen "Selbsttest" reden und natürlich auch über die ethischen Aspekte diskutieren (darf ein Arzt sowas tun?), aber ich fand's durchaus mal interessant, das zu hören.
Übrigens fährt heute niemand im gelben Trikot. Das wird erst wieder nach der heutigen Etappe vergeben.
Ich denke weiterhin, dass Contador beim letzten Zeitfahren von Cadel Evans kassiert wird und der Dopingbruder aus Spanien maximal Tourzweiter wird.