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AW: Ersatz für GLN OX für Störspiel am Tisch
Hier mal ein paar Auszüge
Der Destroyer
ist zwar wahrscheinlich nicht der weltbeste Noppenbelag, wie es die Originalbeschreibung auf dem Cover vermutet, trotzdem hat er sehr interessante und gefährliche Eigenschaften. Die Noppen sind weich, breit und relativ langsam. Durch diese Eigenschaften kann das Tempo gut aus dem Spiel genommen und so der Spielfluss des Gegners wirkungsvoll gestört werden (besonders in der OX-Version). Die Kontrolle des Destroyers ist sehr gut, so dass eigene aggressive Störschläge (Kontern, Flippen) einfach und effektiv möglich sind. Platzierung und Schnittwechsel geht bei der OX-Version vor Geschwindigkeit - trotzdem sind schnelle Flips und Schüsse "bissig" und bringen den Gegner nicht selten aus dem Rhythmus. In der 1,5 mm Schwamm-Version sind druckvolle Schläge sehr effektiv. Da die Noppen recht breit sind und deshalb nicht allzu leicht wegknicken, können Topspins problemlos geblockt werden.
In der tischfernen Defensive zeigt der Destroyer solide und gute Eigenschaften. Der Belag hat bei der Schnittabwehr eine hohe Kontrolle. Schnittwechsel sind einfach und leicht möglich, dabei ist mit dem richtigen Einsatz des Handgelenkes viel Unterschnitt möglich.
Fazit: Ein idealer Belag für Spieler, die Tempo aus den Schlägen nehmen wollen und trotzdem ein variantenreiches Allroundspiel am Tisch bevorzugen. Da der Destroyer auch in der Abwehr sehr gute Eigenschaften aufweist, ist dieser Belag eine Alternative für Defensivspieler, die nicht sofort nach "hinten" gehen möchten und gelegentlich nahe am Tisch agieren. Er ist vielleicht die perfekte lange Noppenlösung für alle die bislang mit langsamen kurzen Noppen gespielt haben.
Poker
ist ein Spiel mit hohem Risiko; wer viel wagt, kann auch viel gewinnen. Wer mit dem Poker Tischtennis spielt, sollte dies auch beherzigen. Mit diesem Belag kann man aggressiv am Tisch agieren. Kontern, Blocken und Flippen sind die Spielvarianten, die das Spiel des Gegners wirkungsvoll stören können. Der Belag ist mittelschnell, die Noppen weich und dünn, dadurch ist der Belag nicht ganz einfach zu spielen, zumindest wenn man effektiv und druckvoll agieren möchte. Wer dieses risikoreiche Spiel mit dem Poker meistert, der hat einen gefährlichen Belag für sich entdeckt. Eine Alternative ist der etwas leichter zu beherrschende Batman.
Für die Defensive ist der Poker weniger geeignet, da die Kontrolle für ein sicheres Abwehrspiel nicht ausreichend ist. Des Weiteren ist nur wenig Unterschnitt auf gegnerische Topspins möglich.
Fazit: Ein Allroundbelag für den risikofreudigen und aggressiv spielenden Noppenspieler direkt am Tisch.
Hallmark Frustration
Hohe Kontrollwerte gepaart mit sehr guten Angriffsoptionen sind Eigenschaften eines Noppenbelages, welchen den Gegner schon frustrieren können. Der Hallmark Frustration bietet beides und trägt seinen Namen deshalb zurecht.
Die Stärken dieser Noppen liegen u.a. im aggressiven Spiel. Variable Störattacken durch Kontern, Treiben und Flippen oder sogar leichte Topspins machen es dem Gegner schwer seinen Spielrhythmus zu finden. Dank mittleren Tempowerten und nicht allzu leicht umknickenden Noppen ist der Belag sehr gut kontrollierbar und damit bestens für ein aktives Allround- und Störspiel geeignet.
Der Frustration schreit geradezu nach aktiven Schlägen (Schuss, platzierte Treibschläge, et.), denn im passiven Spiel ist er durch seine Geradlinigkeit relativ leicht auszurechnen. Von dieser Schwäche ist aber beim Blocken nichts mehr zu merken. Der Frustration kann hier genauso variabel wie im aktiven Spiel eingesetzt werden. Druckvolle Blocks haben genügend Tempo und leichten Überschnitt um den Angreifer zu beschäftigen, passiv geblockte Bälle nehmen den Schnitt aus dem Spiel und der Noppenspieler freut sich über den Flattereffekt, Topspins die abgestochen werden kommen mit Unterschnitt zurück. Mit anderen Worten: Schnittwechsel machen es dem Angreifer schwer. Dank der gut beherrschbaren Geschwindigkeit können zudem noch Stopblocks eingesetzt werden.
Da die Noppen wegen ihrer hohen Griffigkeit recht schnittempfindlich sind, ist dieser Belag nahe am Tisch - trotz der hohen Kontrolle bei aktiven Schlägen - nicht immer einfach zu spielen. Spieler die Noppen u.a. wegen eigenen Schnittproblemen verwenden, sollten eher zu weniger griffigen Noppen greifen.
In der tischfernen Defensive liegt eine weitere Stärke dieses Noppenbelages. Dank der hohen Griffigkeit ist hier sehr viel Unterschnitt möglich. Daneben überzeugt der Frustration mit der Möglichkeit effektive Schnittwechsel zu spielen. Die Kontrolle ist von "Hinten" sehr gut und wegen des moderaten Tempos ist selbst ein druckvolles und/oder variantenreiches Halbdistanzspiel einfach realisierbar.
Fazit: Der Frustration ist ein ausgezeichneter Belag für den aggressiv spielenden Allrounder. Gegen passiv agierende Spieler kann er effektiv und variabel (aktiv) eingesetzt werden. Das Blockspiel ist - wegen der einfachen Möglichkeit Schnittwechsel zu produzieren - eine weitere Stärke dieser langen Noppen. Viel Unterschnitt und schöne Schnittwechsel machen den Belag auch sehr interessant für den weit vom Tisch weg agierenden Abwehrspieler. Der passive Defensivkünstler freut sich hierbei über die hohe Kontrolle und das gut beherrschbare Tempo, der aktive Abwehrer hat mit dem Frustration die Möglichkeit agressive Störschläge einzustreuen.
wenn ich das so lese, wären das für mich also durchaus Alternativen
Joe
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