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Alt 02.08.2007, 15:10
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AW: Mambo GP vs. Nimbus (Normal)

So, hier mal meine ersten Einrücke. Zur Erläuterung: Ich habe seit eineinhalb Jahren den Nimbus in schwarz 2,0 mm auf der Vorhand und gestern erstmals den Mambo GP gespielt, kann mir also ein recht objektives Bild machen.

Ich fange mit den einzelnen Schlägen an:

Aufschlag/Rückschlag/Schnitt

Der Nimbus hatte beim Aufschlag immer ein kleines Manko hinsichtlich Schnittentwicklung, was für mich als Aufschlag-Experte (in meiner Klasse) natürlich sehr schade war. Allerdings war der Nimbus der bisher Beste der Tensoren in dieser Kategorie. Der Mambo GP entwickelt bei Aufschlag einen Tick mehr Effet, verlangt allerdings auch eine leicht modifizierte Technik (Balltreffmoment). Vorteil Mambo GP
Rückschlag: Beim Nimbus spürt man die Tensor-Technologie auch bei langsamen Bällen, beim Mambo GP weniger. Der Nimbus ist dennoch recht unempfindlich auf gegnerischen Schnitt, beim Mambo GP schien mir das gestern auch von der Schlaghärte abhängig zu sein. Mal empfindlich, mal nicht-hervorragend ging der Flip mit dem GP. Vielleicht einfach noch ungewohnt. Unentschieden.
Im Aufschlag/Rückschlag-Bereich ein leichtes Plus für den Mambo GP.

Schupf: Nicht gerade mein Paradeball, daher ohne Wertung. In etwa gleichauf.

Block: Der Nimbus nimmt sehr gut das Tempo des gegnerischen Balles mit, ohne zu stark auf den Effet anzusprechen, änlich einem Trampolin (vor allem bei aktiven Blockbällen) spielt er die Topspins mehr oder weniger linear zurück. Erste Blockbälle mit dem Mambo GP: oha, aha, kapiert.
Der Mambo ist beim passiven Block sehr gutmütig, entfaltet aber kaum Tempo. Der Katapult ist deutlich geringer als beim Nimbus. Eigentlich ein leichter Vorteil für den Nimbus, aber durch die excellente Kontrolle des GP´s beim passiven Block unentschieden.
Beim aktiven Block und auch beim Gegentopspin am Tisch erste Aha-Erlebnisse mit dem GP: Er springt spät an (erst bei härteren Bällen), dann aber richtig. Hier ein deutlicher Vorteil gegenüber dem Nimbus, da sich der GP wie ein "Nachbrenner" bei harten Bällen verhält. Hat 10 Minuten gedauert, aber dann habe ich mich daran gewöhnt. Minimaler Vorteil dadurch beim Mambo GP (diesen ruckartigen Katapult muß man aber mögen).

Topspin (langsamer Effet-Topspin, Eröffnung): Hier hatte ich beim Nimbus keine Probleme, die Topspins kamen sicher, aber nicht mit sonderlich Effet. Da ich meist einen ersten Effet-Topspin ziehe und dann schieße, fiel das nicht sooo ins Gewicht. Der Mambo ermöglicht bei weicheren Topspins deutlich mehr Effet, mein Trainingspartner (mit dem ich sehr oft trainiere schaute ab und zu verwundert). Die Kontrolle ist gut, der Druck ausreichend. Vorteil Mambo GP.
Topspin (schneller Topspin): Bevor ich den Nimbus abzog, trauerte ich ein bißchen diesem Schlag hinterher. Der Nimbus ist selbst bei schnellen Topspins mit viel Risiko sehr gut zu kontrollieren, da kaum Streuung. Das Tempo ist sehr gut. Der Mambo GP hat etwas weniger Tempo in der Spitze, die Kontrolle ist dennoch gut, er verhält sich etwas weicher beim Schlag und die Spannung ist nicht so extrem. Dennoch leichter Vorteil für den Nimbus.

Schuss: Vorteil Mambo GP, der Nimbus hat beim Schuss im Gegenteil zum Topspin eine eigenwillige Streuung, der Mambo GP fast gar keine. Der Schuss kommt hart, plaziert und tödlich.

Fazit: Der Mambo GP hat mich überzeugt, daß es "gute getunte Beläge" aus Japan gibt mit Frischklebeeffekt. Der Sound war zwar dezent, das ist mir aber auch völlig egal, wichtiger ist, daß der Ball da hin kommt wo ich will.
Das Spielgefühl ist nicht mit einem Tensor-Belag vergleichbar, die Spannung tritt erst bei härteren Schlägen richtig auf, was beileibe kein Nachteil ist. Er ist definitiv weicher vom Aufbau her als ein Nimbus, spielt sich aber nicht so viel weicher, daß es ein riesen Unterschied war, ich kam nach 10 Minuten gut mit dem Belag zurecht.
Bisher lautet mein Fazit: Vorteil Mambo GP
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Holz: Nittaku Barwell Fleet FL, VH: Test schwarz, RH: Test rot

Geändert von powerpaul (02.08.2007 um 15:53 Uhr)
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