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Alt 02.08.2007, 20:55
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Rieslingrübe Rieslingrübe ist offline
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Nachdem er im vergangenen Mai vor hundert Jahren das Licht der Welt erblickt hatte, läuft der gute John Wayne ja heuer auf allen Kanälen.

Vorgestern grad der Howard Hawks Klassiker `Red River´ - heute auf Hessen Drei ab 23.30 Uhr nun ´The Alamo´. Der liebe John legte sich hier ganz schön ins Zeug: Hauptdarsteller (neben Richard Widmark), Produzent und Regisseur! - Konnte das gut gehen...?

Nun ja, die Story ist zumindest zünftig patriotisch, wird unserm Abwehrtitan sicher gefallen: Im Jahre 1836 leisten knapp 200 Texaner in einem kleinen Fort der Übermacht von 7000 Mexikanern wochenlang heldenhaft Gegenwehr; verschaffen so anderen Widerstandkämpfern genügend Zeit zur Mobilisierung eines Freiwilligenheeres gegen die Besatzungsmacht.

Unter Kritikern ist und war Waynes Opus magnum jedenfalls nicht unumstritten.

Ein Linksstandpunkt: " ...rückhaltlos abgelegtes Credo eines primitiven Rechtsradikalen..." (Uwe Nettelbeck in Filmkritik 5/65)

Ein Rechtsstandpunkt: " Der Film ist nicht trotz seiner Aussage schön, sondern wegen seiner Aussage..." (Michel Delahaye, ´Cahiers Du Cinema´)

Ein Standpunkt der Mitte: " Waynes blinder Glaube an die Republik, an eine bestimmte Form der Demokratie, an die Freiheit ist von einer naiven und rührenden Redlichkeit. Vor allem aber haben wir es hier - was schließlich selten vorkommt - mit einem hundertprozentig amerikanischen Werk zu tun; mit allem, was dies an Großzügigkeit und Konfusion, Idealismus und Konservatismus, ständig wiedergekautem Quatsch und Simplizitäten einschließt. `The Alamo´, ein leidenschaftliches und persönliches Werk, zeigt uns, daß John Wayne einen einzigartigen Platz im zeitgenössischen Film einnehmen kann: den eines mittelmäßigen Regisseurs, der ausgezeichnete Filme macht". (Bertrand Tavernier in ´Cinema´, 1961) ´

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Alle Wege münden in schwarze Verwesung.... .. (Georg Trakl)

Geändert von Rieslingrübe (03.08.2007 um 07:10 Uhr)
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