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Alt 07.08.2007, 11:53
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Kommentar im Mannheimer Morgen zur Problematik der Spielklassen-Reform im Fußball:

Absturz droht

Von Marc Stevermüer

Zeit, dass sich was dreht: Die Fußball-Oberliga Baden-Württemberg startet in die Saison. Und am Ende der Spielzeit bleiben lediglich vier Vereine viertklassig. Die Spielklassen-Reform des DFB mit der Gründung einer neuen dritten Liga wirkt sich auch auf die Oberliga aus. Konkret bedeutet das: Nur den ersten vier Teams gelingt der Sprung in die neue dreigleisige Regionalliga. Die Qualifikationsplätze für die Viertklassigkeit sind also rar, doch die Veränderungen sind wichtig und richtig.

Natürlich werden durch die Reform viele Vereine ihrer Perspektive beraubt. Der Absturz droht. Wem der Sprung in die Regionalliga nicht gelingt, dem winkt das triste Dasein in der zukünftig fünftklassigen Oberliga. Und auch die Aufstiegsregelung ist nicht zufriedenstellend. Es wäre besser, wenn die Oberliga-Meister - vielleicht in einer Aufstiegsrunde aller Erstplatzierten - zumindest die Chance hätten, sich für die neue dritte Liga zu qualifizieren. Dem ist aber nicht so. Wer Meister wird, der hält also nur die Klasse. Das klingt paradox.

Dennoch ist die Reform sinnvoll. Viele Aufsteiger sind zurzeit in der Regionalliga nicht konkurrenzfähig und steigen nach einem Jahr wieder ab. Ohnehin gibt es in den Oberligen nur rund fünf Vereine, die nach Höherem streben. Die anderen Klubs betreiben Amateur-Fußball. Die Folge: Das Leistungsgefälle ist zu groß, Talente werden nicht ausreichend gefördert.

Eine Konzentration der ambitionierten Oberligisten in einer dreigeteilten Regionalliga ist daher richtig. In dieser Spielklasse werden sich künftig Vereine tummeln, die auch auf Grund ihres Umfelds in der Lage sind, professionell zu arbeiten und für einen starken Unterbau zu sorgen. Nun müssen der SV Waldhof und der VfR zeigen, dass sie zu dazugehören wollen.

Mannheimer Morgen
07. August 2007
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Wenn alle dafür sind, bin ich gerne dagegen! Ist doch klar!
(Schwätzinger Zeitgeistlästermaul)
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