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AW: Privat-Insolvenz richtig?
@hipo
Das ist eine beeindruckend einfache Formel, so einfach Sie ist, so wenig richtig ist sie. Hauptsächlich betroffen sind die bereits erwähnten Alleinerziehenden, die saufen nun nicht alle, auch die Damen und Herren die etwas mehr Geld ausgeben als Sie haben und in wohlgeordeneten Verhältnissen leben haben Ihre Schulden häufig nicht durch die hohen Investitionen in die Stoffbeschaffung, man kann sich auch mit 5 € / Tag mächtig "herleuchten".
Richtig ist natürlich schon daß manche "Trinker" ihre ganze Kohle verbraten (auf Grund der durch Alkoholimus entstehenden Charakterproblematiken).
Dahingestellt lasse ich mal ob nun jeder der an der Flasche hängt auch gleich ne "Wurst" ist (Ich begreife Wurst im von Dir benutzten Zusammenhang als "Flasche = Weichei" und "arm dran"). Ich kenne Manager die ich als Volkalks einordnen würde, sind trotzdem knallharte Verhandlungspartner, solche Leute haben oft Riesenenergie, teilweise führen Sie ganze Nationen (wie hieß doch noch unser russischer Wodkafreund ?). Also Pauschalbewertung führt hier nicht weiter.
Ich denke da hat Peter nicht ganz unrecht, die Geschichte ist ein "Kopfproblem" (und hat ganz individuelle Ursachen). Leute die an sich schon ein Problem mit der Selbstfindung und dem Selbstwert haben, definieren sich gern über die Konsumschiene, die raffinierte Marketingmaschine tut den Rest. Das Motto lautet häufig "Habe ich in dem und dem Prospekt gesehen, habe ich gleich bestellt" Dann bieten die großen Ketten selbst für den 500 € PC schon zinslose Finanzierungen an, Zahlung beginnt in 3 Monaten oder was weiß ich, also sehr verlockend. Speziell die ganz jungen Leute steigen hier häufig ein und sitzen dann im Boot ohne Ruder.
Mir fällt an mir selbst auf, wenn ich hungrig zum Einkaufen gehe, kaufe ich das doppelte, komisch nicht ? Das Prinzip ist dasselbe. Hungrig auf etwas sein, führt ab und an zum Kontrollverlust. Ich habe mir angewöhnt nur noch mit Einkaufszettel zu gehen und am besten Samstag nachmittag nach dem Mittagessen.
Mein Dad hat mir mal erzählt wie er so zu Wohlstand gekommen ist (hat genug auf die Seite gekommen). Er hat sich als junger Mann vorgenommen (damals gabs noch Wochenlohn), nach dem Wochenende mindestens 1 Pfennig übrigzubehalten, so kommt man schon nie in die "Miesen"
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