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Alt 08.08.2007, 00:27
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Carstens_Brüderchen Carstens_Brüderchen ist offline
Isch hol glei mein Bruda!
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Carstens_Brüderchen ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
AW: Privat-Insolvenz richtig?

Eure Armut kotzt mich an!

Wie kann man nur so unvorbereitet durch's Leben wandeln?!?

Moment: Zwinkersmiley!

So, jetzt im Ernst: Ich habe erst kürzlich mit einem werten Forenkollegen per PN über ähnliche Sachverhalte diskutiert.

Fakt ist, dass ich trotz seeehr guter "Grundausstattung" nicht zwingend aus dem Kreis potenzieller Insolvenzler zu zählen war. Und das, obwohl ich relativ vernünftig mit dem Geld umging. Jedenfalls stoße ich jede finanzielle Belastung ab, sobald ich feststelle, dass ich sie mir nicht leisten kann.

Das Problem, das eher Wenige kennen: Haste Geld, wollen s'e Dein Geld! Und teilweise gehen renommierte Banken und Versicherungen dann mit Dir in Gefechte, von denen Du niemals (alb-)geträumt hättest!

Man kann auch - und gerade - mit (vermeintlich) viel Geld über die Wupper gehen! Die Risiken werden größer, die zu versichernden und zu unterhaltenden Eigentümer kosten Prämien, Wartung, Unterhalt, von denen in anderen Kreisen achtköpfige Familien ein tolles Leben führen können! Von denen, die nix haben, können sie ja auch nichts holen...

...klaaaar: "Luxusprobleme, der SPINNER!!!"

Als Unternehmer mit Eigentum wirst Du geschröpft, wo es nur geht. Haste zwar für geackert, wie ein Blöder, aber Du wirst ebenso geschröpft. Deswegen erachte ich es als immer schwieriger, diese "Hürde" zwischen "Reich" und "Wir kommen so gerade eben klar" bzw. darunter zu überwinden. Dazwischen gibt es nicht mehr viel/Viele.

Um auf den drittletzten Absatz zurückzukommen: Achtköpfige Familien bedürfen der Förderung durch den Staat, im Grundsatz unbenommen! Ebenso alleinerziehende Mütter, auch (im Grundsatz) keine Frage! Aber nicht, wenn "Mutter" sich von irgendeinem Disco-Stecher hat schwängern lassen, weil sie gerade "Tag der Offenen Tür" hatte...und das dreimal bei drei verschiedenen Disco-Stechern, ohne diese noch benennen zu können!

Nur - willst Du die Kinder von vornherein strafen? Geht ja auch nicht. Und die blöde Kuh kannste auch nicht zwangssterilisieren, weil es gegen die Menschenrechte verstößt.

Die Kernproblematik ist die Mündigkeit (oder eben die Unmündigkeit) all' derer, die das Leben "anpacken". Da gibt es die, die sagen: "...schaffe ich! Und wenn ich's schaffe, lebe ich ein Leben mit Familie, mit Kindern, mit Reputation etc...". Und es gibt - mittlerweile immer häufiger (!) - diejenigen, die sich sagen: "...schaffe ich! Familie, Kinder...der Rest wird vom Staat bezahlt, wenn ich's nicht so richtig schaffe...".

Im Prinzip handelt es sich bei vielen der Letzteren um Diejenigen, die Dir dann noch Vorhaltungen machen, weil "Du ja noch nichtmal 'ne Familie zu gründen im Stande warst"!!! Ja, wie denn?!?; wenn ich permanent für den ungezügelten Vermehrungsdrang unbedarfter Sozialignoranten meine Kohle abgeben darf?!?

"Vögeln für Deutschland! Sonst stirbt der Staat ja aus! Ich komme meinem Auftrag nach und halte rein/hin, was geht!"

...nur dumm, dass in hohem - und steigendem (!) - Maße Leute zur übermäßigen Vermehrung neigen, die nun wirklich gar nichts zum Wohle der Gesellschaft beitragen. Weder finanziell, noch in irgendeiner Weise geistig. Da werden die Generationen der Schlüsselkinder, deren Eltern dem Selbstverwirklichkeitszwang anheim fallen und ihren Sprösslingen NICHTS mehr an Werten vermitteln, zu Schwadronen von sozial inkompetenten Nachfolgern ihrer Erzeuger.

Alle reden seit 40 Jahren von der Bevölkerungspyramide, "die sich nicht mehr gesund entwickelt". Damit meint man die Altersstruktur. Schaut eigentlich auch jemand auf die Struktur der Mündigkeit, der Verantwortung, der Fähigkeit zur Erziehung von Kindern? Nö, geht ja um Grundrechte...

Kinder zu zeugen, ist ein Grundrecht.

Die Freiheit des Menschen ist unantastbar.

Sich zu überschulden, ist auch quasi ein Grundrecht. Für Klingeltöne, 0800-Nummern oder Versandhausbestellungen auf Pump etc...

Achtung* Mal ganz ernsthaft, jetzt wirklich ernsthaft: Kennt Ihr mehr als drei Leute, die auf Staatskosten leben und sich noch damit brüsten? Kennt Ihr mehr als drei Leute, die Familien gegründet haben, ohne auch nur im entferntesten die Verantwortung dafür zu übernehmen? Kennt Ihr mehr als drei Leute, die nichtmal ihre Miete (inkl. Energiekosten) sowie ihre Telefon- und Handyrechnung bezahlen können, während sie noch ihr "Grundrecht auf Wochenend-Vergnügen" ausüben?

Kennt - nahezu - jeder von uns! Viele kennen vermutlich (wenn man es mal sehr genau betrachtet!) mehr als 20 Leute aus den vorgenannten Bereichen. Doch das liegt - in unserem Staat - nicht an "den Umständen". Das liegt am Anspruchsdenken! Und das wird dann noch staatlich subventioniert.

Die Zeche zahlen die "Klügeren, die nachgeben". Auch wieder dumm. Deswegen sterben die "dummen Klugen" dann irgendwann aus. Und die "klugen Dummen" regieren einen Staat, der sich selbst auffrisst.

Ich könnte noch lange weiter, das will aber eh' keiner lesen...

Olaf

P.S.: Und komme mir bloß keiner, der mir Vorhaltungen von wegen "Nazi" (von wegen "künstlicher Selektion" o.ä.) machen will! Hat damit gar nichts zu tun!

Ich arbeite vielfach - aktiv und kostenlos - für die Jugendförderung und für die Integration sozial Benachteiligter. Und ich haue seit Jahren etwa 15 - 20 Prozent meines (Brutto!)-Einkommens für die Gemeinschaft in Form von Spenden raus. Für die Unentwegten: Da ist keine Partei als Zahlungsempfänger dabei. Und auch keine außerparlamentarische Gruppierung. Das sind Sportvereine, Hospize, Kinderdörfer, die Krebshilfe, der WWF oder andere Organisationen, die eher unter "alternativ-naiv" laufen.

Und ich versuche persönlich den Jugendlichen aus meinem Umfeld Eigenverantwortung beizubringen. Das klappt! Die hören zu und nehmen das an, wenn man die richtige Sprache spricht. Und das sollte vielleicht auch jeder versuchen, der feststellt, dass die Eltern der Kinder aus seinem Umfeld dazu nicht in der Lage sind. Das gilt insbesondere für Diejenigen, die unter Achtung* mindestens einmal "zutreffend" eingestehen mussten.
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"Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann das Recht, anderen Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen." George Orwell (1903-50), eigtl. Eric Arthur Blair, engl. Schriftsteller.
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