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Alt 08.08.2007, 07:33
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bibu09 bibu09 ist offline
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AW: Privat-Insolvenz richtig?

Zitat:
Zitat von Abwehrtitan Beitrag anzeigen
Wir sind ein Volk, aber mißerabel erzogen, Elternhaus, Schule und Staat versagen, wo muß man also anfangen was zu korrigieren ? Ich meine beim Staat .... (ende, s.u.)
Hier ein geradezu philosophischer Satz.
Allerdings irrst Du mit dem letzten Satz. Die erziehung am Anfang liegt bei den Eltern. Was da versaut wird, wird auch später in der Schule kaum korrigiert werden können

Das Problem ist, dass man zum Kinder gebären keinen Führerschein braucht. In vielen Fällen wäre das durchaus angebracht.
Klingt komisch, ist aber so (um mal zitieren)

Zitat:
Zitat von Carstens_Brüderchen
Und es gibt - mittlerweile immer häufiger (!) - diejenigen, die sich sagen: "...schaffe ich! Familie, Kinder...der Rest wird vom Staat bezahlt, wenn ich's nicht so richtig schaffe...".

Im Prinzip handelt es sich bei vielen der Letzteren um Diejenigen, die Dir dann noch Vorhaltungen machen, weil "Du ja noch nichtmal 'ne Familie zu gründen im Stande warst"!!! Ja, wie denn?!?; wenn ich permanent für den ungezügelten Vermehrungsdrang unbedarfter Sozialignoranten meine Kohle abgeben darf?!?
Hier hast Du grötenteils Recht. Meine Frau und ich wollen sehr wohl Kinder und werden uns diese (Studium bald fertig, meine Frau ist Beamtin) wohl auch leisten können. Meine Frau will auf jeden Fall erstmal (3 Jahre) zuhause bleiben (Glück dabei st natürlich, dass Ihre Stelle 10 Jahre lang freigehlten werden muss)
Aber ich finde es doch traurig, dass gerade Akademiker zu Kinderlosigkeit (oder dem einen Statuskind!) neigen, da sie
1. sich im Normalfall Kinder leisten könnten und
2. (hoffentlich) auch die intelektuellen Fähigkeiten für die Kindererziehung aufbringen können

Warum kriegen sie keine Kinder?

1. Deutschland ist ein kinderfeindliches Land (Einstellungssuche, Sozialisation: Wenn eine Familie drei Kinder oder mehr hat, wird sie im Normalfall gleich als asozial diffamiert)
2. Die Kinderbetreuung ist immer noch zu schlecht (s.Horte etc.)
3. Selbstverwirklichung und Karriere scheint irgendwie angesagter zu sein (Auf ein Kind müßte man ja Rücksicht nehmen)
4. Der Wiedereinstieg von Frauen in den Beruf ist nach drei Jahren Kindererziehung wohl eher nicht mehr möglich oder zumindest schwierig.

Und bevor sich hier nichts ändert, also in den Voraussetzungen und im Denken der Menschen wird sich in Deutschland leider gar nichts ändern.


Einige Beiträge (CB, TI) in diesem Thread klingen etwas hart, leider entsprechen sie in vielen Fällen der Realität. Das sollte uns eigentlich zu Denken geben
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... und er lächelt, denn er weiß, das Böse siegt immer
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