So, nun gebe ich auch mal meinen Senf dazu...
Die ursprünglich aufgeworfene Frage war doch die, ob eine Möglichkeit zur Privatinsolvenz gegeben sein sollte oder nicht; oder habe ich da was falsch verstanden?
Inzwischen wird hier ja auf billigst-populistischem Niveau auf 'Denen da' rumgetrampelt, dass es eine Art hat.
Aber der Reihe nach.
Die Privatinsolvenz ist eine WIRTSCHAFTLICHE Angelegenheit, keine MORALISCHE.
Jegliches Gequatsche um 'verschuldet' oder 'unverschuldet' ist in diesem Zusammenhang völlig belanglos.
Abwehrtitan hat es in irgendeinem Beitrag mal anklingen lassen: lieber die paar tausend Euro ans Bein binden, damit der Schuldner später
a: auf eigenen Füßen stehen kann und damit
b: STEUERN zahlt
Belässt man es bei den Schulden, sieht der Staat nie wieder einen Pfennig.
Genau deshalb gibt es diese Regelung, und sie ist genau aus diesem Grunde nicht aus Fürsorge, sondern aus WIRTSCHAFTLICHEN Gesichtspunkten geschaffen worden.
Nun hat sich 'Eure' Diskussion aber eher in die Richtung 'allgemeine Pöbelei der arbeitenden Bevölkerung gegen das Sozialschmarotzertum' entwickelt, und man muss sagen
a: Glückwunsch, wie toll ihr alle euer kleines Leben gemeistert habt; wieviel Arbeitseinsatz ihr dem Volke dargebracht habt, unter welchen Entbehrungen ihr leben musstet oder müsst. Das alles ist absolut vorbildlich.
b. Glückwusch auch dazu, dass tatsächlich ein jeder von Euch einen dieser Klingeltonjunkies und Kühlschrankvernichter persönlich kennt; diese Parasiten, die von Euren Steuern auf Malle Parties feiern und dazu auch noch ihren Hund sic! mitnehmen.
c. den dollsten Glückwunsch aber dafür, dass ihr 'natürlich' auch den Typus des 'UNVERSCHULDET' Bedürftigen persönlich kennt; die kleine alleingelassene Frau mit den drei Kindern (aber nicht, dass die inne Disko gemacht wurden; dann wieder: b), die sich nicht wehren kann gegen die Unbilden des Lebens, die aber hoffen darf auf die generösen Menschen unserer Zeit; nämlich Euch.
Die aber will in aller Regel gar nichts mit Euch zu tun haben; ein solcher Sozialneid ist 'dort unten' nämlich weitgehend unbekannt.
Nett ist zudem, dass Ihr es
A: nicht versäumt zu sagen, dass ihr ja richtig was zu melden habt, auch ehrenamtlich tätig seid und im Grunde den Müßiggang nur vom Hörensagen kennt, dass allerdings
b: des öfteren doch auch mal die Möglichkeit ... anklingt ... allerdings immer verbunden mit der Schuldfrage ... 'ICH' kann doch nichts dafür'. Für Leute wie MICH/UNS na klar; aber für 'Die da'?
Ausserdem besonders schön ist die dauernde Litanei, nicht 'Rechts' zu sein.
Stimmt wahrscheinlich sogar, ne politische Linie erschließt sich zumindest für mich nicht.
Allerdings das allenthalben treffende Sprichwort mit dem Treten und dem Buckeln.
Da der hier
http://www.dankeedmund.de/
ja auch ein Solcher ist, viel Spaß.