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Alt 14.08.2007, 15:56
der_RenTneR der_RenTneR ist offline
de Maddin
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der_RenTneR ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
AW: Privat-Insolvenz richtig?

Der ganze Thread ist sehr interessant zu lesen, allerdings muss ich wirklich Stefan recht geben; ab einem gewissen Punkt irgendwann auf Seite 2 wurde die Wortwahl zunehmends so, wie sie in populistischen Pamphleten gerne verwendet wird.

Fakt ist, dass es in Deutschland eine nicht näher bestimmbar große Schicht von Menschen gibt, die Probleme haben, mit ihrem Leben in finanzieller(und oft auch in anderer) Hinsicht klarzukommen.

Der Staat ist auf Steuerzahlungen von möglichst vielen Bürgern angewiesen.
Damit nicht die, die irgendwie an Schulden gekommen sind, nie wieder einen Cent einzahlen (können), gibt es die private Insolvenz.

Das Problem, auf welchem die schiere Not der privaten Insolvenz gründet, ist letztlich das der Dummheit. Denn es ist einfach nur unsinnig und nicht intelligent zu begründen, wenn man kein Geld hat, trotzdem Güter zu kaufen.

In meinen Augen ist das das größte Problem, das Deutschland hat.
Die Menge derer, die nicht fähig sind logisch "richtig" zu denken, nimmt immer eklatanter zu. Es ist mittlerweile Realität, dass beispielsweise Hauptschüler nach der Schule Chancen nahe Null haben, einen Ausbildungsplatz zu erhalten.
Die werden in schlechteren Fällen, wenn gebildetere Aspiranten fehlen, an Realschüler vergeben. Bei denen sind sich die Arbeitgeber eines Grundniveaus und einer Grunderziehung sicher.

"Früher" lief das Schule --> Karriere-Diagramm folgend:

Hauptschule --> Ausbildung (simpler)
Realschule --> Ausbildung (komplexer)
Gymnasium --> Studium

In meinen Augen hat sich dieses Diagramm eindeutig verschoben.

Hauptschule --> ......
Realschule --> Ausbildung (allerdings jedem Abiturienten unterlegen)
Gymnasium --> Ausbildung / Studium / was auch immer.

Es ist natürlich hart und traurig zugleich, dass eine ganze Gruppe von Menschen, die gewissermassen an den Fehlern ihrer Erzeuger verenden müssen, von der Gesellschaft extrahiert werden, aber dem ist nun mal so.
Das schlimmste ist, wie bereits erwähnt wurde, dass die Fehler der Eltern sich dann ja auch bei den Enkeln und Urenkeln wiederfinden, wobei es da auch schneller zu Urenkeln kommt, als bei anderen...
Es tritt keine Besserung ein, die Menschen kennen es nicht anders.

So hart wie es klingt, so wahr ist es:
Dummheit hat in der Gesellschaft keinen Platz.

Es wäre ein Fehler das als pauschale Aussage stehen zu lassen, daher lasse ich gerne jede Ausnahme zu, aber an der Majorität der Bestätigungen gemessen ist das nur ein Tropfen auf den heissen Stein.
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