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Adham Sharara ist natürlich nicht alleine verantwotlich für das was aus dem Tischtennissport gemacht wurde und wird. Er kann ja selbst gar keine Entscheidungen hierfür treffen. Hierzu bedarf es weiterer Visionäre, die aus TT die Trendsportart Nr. 1 machen wollen.
Ich unterstelle ihm auch ganz ausdrücklich, daß er der Meinung ist, unserem Sport damit zu dienen. Die Probleme sind aber die völlige Realitätsferne schon im Ansatz, die fehlende Abstimmung der einzelnen Maßnahmen aufeinenader, bei denen sich manche gegenseitig wieder beeinträchtigen, die mangelhafte Durchführung bei der Umsetzung und die Unaufrichtigkeit bei der Argumentation.
Ein Industriebetrieb, der ...
- die Befindlichkeiten seiner Mitarbeiter so mißachtet, wie die ITTF die der Spieler
- Maßnahmen durchführt, deren Wirksamkeit durch nichts begründet sind, aber sehr viel Unruhe und Ärger in den Betrieb bringen
- mehere Maßnahmen auf einmal ergreift, die in völlig unterschiedliche Richtungen wirken und deren Zusammenspiel z.T. widersprüchlich ist
- sich mit der Vorbereitung von wichtigen Änderungen so viel Zeit läßt, daß die eigentliche Umstellung selbst überstürzt erfolgen muß
- regelmäßig Entscheidungen trifft, die sich als undurchführbar erweisen und dann improvisiert
- sich nur von Träumen leiten läßt, wie es sein könnte, wenn die Entscheidungen sich als richtig erweisen würden
- Ideen gleich in vollem Umfang verwirklicht, ohne den geringsten Test, auf die Gefahr hin, alles rückgängig machen zu müssen
... der ist binnen kürzester Zeit nicht mehr existent.
Ihr könnt jetzt sagen: Aber den Versuch war's wert. Das seh' ich aber ganz und gar nicht so, denn 700 000 Tischtennisspieler in Deutschland waren bis Osaka im April 2001 mit ihrem Sport absolut zufrieden.
Sorry, aber daß Jaskula sich zu diesem Thema äußert war unvermeidlich!
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