Einzelnen Beitrag anzeigen
  #22  
Alt 21.08.2007, 17:11
Todesnoppe Todesnoppe ist offline
Noppenflüsterer
Foren-Stammgast 3000
 
Registriert seit: 19.04.2004
Ort: aus dem Nichts
Beiträge: 3.420
Todesnoppe ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
AW: Eigenartige Gesetze und unbegrenzte Möglichkeiten

Zitat:
Zitat von Ensdorfer Beitrag anzeigen
Ich bin der Meinung, wo eigenartige Gesetze erwähnt werden, sollten auch ungewöhnliche Fälle vor Gericht ihre Daseinsberechtigung haben, deshalb seien hier mal ein paar solche interessanten Fälle erwähnt.....
Cole Bartiromo, 18, aus Mission Viejo in Kalifornien fühlte sich von seiner Schule ungerecht behandelt: Er flog aus der Baseballmannschaft, weil ihm wegen eines groß angelegten Aktienbetrugs der Prozess gemacht wurde.

Das wollte Cole nicht so einfach hinnehmen. Er verklagte die Schule auf mehrere Millionen Dollar Schadenersatz. Seine Begründung: Die Talentspäher der Profiliga konnten ihn ohne die Einsätze für die Schulmannschaft nicht mehr beobachten. Das ihm somit entgangene Gehalt als Profispieler will er nun von seiner Schule haben. Das Urteil steht noch aus...

30 Kilo Gewichtsverlust - wovon andere Frauen träumen, war für Wanda Hudson eher ein Albtraum. Denn die obdachlose Frau hatte sich in eine Fabrik geschlichen und war dort unabsichtlich von einem Wachmann in einer Lagerraum eingeschlossen worden.

Geschlagene 63 Tage musste sie in ihrem "Gefängnis" mit karger Nahrung ausharren, bis sie endlich gefunden worde. Und obwohl die Jury feststellte, dass Wanda eigentlich selbst Schuld an ihrer misslichen Lage war, gestand sie ihr noch ein Schmerzensgeld von 100.000 Dollar zu!

Doug Baker ist ein sonderbarer Zeitgenosse. Der 45-Jährige ist davon überzeugt, dass Gott ihm einen herrenlosen Hund sandte. Und um diesen Hund wieder aufzupeppeln, war ihm nichts zu teuer: Allein die Tierarzt-Rechnungen beliefen sich auf über 4.000 Dollar.

Pech nur, dass der eigens angeheuerte Hunde-Sitter eine Sekunde nicht aufpasste - weg war das Tier. Doug Baker suchte mit allen Mitteln nach ihm: Er schaltete Anzeigen, ließ sich sogar von Tierpsychologen und Wahrsagern beraten. Wegen der Sucherei ging schließlich seine Firma pleite und auch aus der Hochzeit mit seiner Freundin wurde nichts.

Als das Tier nach zwei Monaten endlich wieder auftauchte, verklagte Doug Baker den Hundesitter auf insgesamt 160.000 Dollar. Das Urteil steht noch aus.

Zu recht auf Platz eins in der Hitlist der windigsten Schadenersatzprozesse findet sich die Stat Madera in Kalifornien wieder. Dort wollte eine Polizistin einen Kleinganoven auf der Hinterbank ihres Autos ruhig stellen, der mit Tritten auf sich aufmerksam machte. Leider verwechstelte die Beamtin ihre Taser-Betäubungs-Waffe mit ihrer Dienstpistole - und erschoss den Ruhestörer. <BR><BR> Die durchaus nachvollziehbaren Forderungen der Angehörigen auf Schmerzensgeld will die Stadt jetzt aber auf die Herstellerfirma der Betäubungspistole abwälzen. Ihrer Ansicht nach hätte jedem Polizisten eine solche Verwechslung passieren können. Auch hier steht das Urteil noch aus.
Mit Zitat antworten