Zitat:
Zitat von vogtländer
Nach langer Erfahrung mit dem "Journalismus" in der DDR, haben mich, obwohl stark auf Besserung hoffend, die Journalisten der freien Welt, doch arg enttäuscht! Glaubt Nichts, hinterfragt Alles!
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Es ist mir aber neu, dass jemand China als Teil der "freien Welt" bezeichnet...
Die durchschnittliche Professionalitaet (sowohl auf die Prinzipien als auch die Faehigkeiten bezogen) der chinesischen Sport-Journalisten waere nach dem westlichen Standard nur als "ungenuegend" zu werten. Das habe ich in diesem Forum auch schon frueher gesagt (und dafuer Spott fuer meine Arroganz geerntet - kein Wunder). Viele schreiben nur voneinander ab - und zwar wortwoertlich, und oft erfaehrt ein Autor nichts davon, dass seine Artikel von einem anderen Medium als das, fuer das er geschrieben hat, einfach abgedruckt worden ist - manchmal sogar ohne Namensnennung. Noch schlechter als chinesische Sport-Journalisten sind natuerlich chinesische Boulevard-Journalisten (aka Paparazzi) - wie ueberall sonst auf der Welt. Unter denen, die ueber Politik und Gesellschaft schreiben, gibt es jedoch ziemlich viele richtig gute Journalisten - deren Berichtserstattung allerdings oft nicht veroeffentlicht werden duerfen, wie es hierzulande allgemein bekannt ist.
In dem vorliegenden Fall hier habe ich mich allerdings bislang auf zahlreiche Berichte aus China verlassen, weil es diesmal eine unwoehnlich hohe Anzahl von Journalisten persoenlich am Ort des Geschehens waren, und weil ein paar von ihnen gute Freunde von mir sind, die ich vertraue.