Was für eine Aufregung bei einem Thema, dass eigentlich mit kühlem Kopf logisch analytisch zu besprechen wäre....
Ich gebe SSF recht, dass er eine von ihm getroffene Entscheidung nur den direkt Betroffenen erläutern und diese nicht hier in der Öffentlichkeit diskutieren muss. Im Sinne der Tatsache, dass die Öffentlichkeit hier auf eine eingeschränkte interessierte und ggf. im weiteren Verlauf der Saison doch von dieser Entscheidung direkt betroffene (falls das Spiel in irgendeiner Form für Auf-/Abstieg relevant wäre) reduziert ist, wäre eine Darlegung der Begründung zumindest wünschenswert, auch im Sinne von "lessons learnt" für alle.
Dies insbesondere, da in der Tat die Entscheidung im historischen Rückblick auf Vergleichsfälle und bei vielleicht rudimentärer Kenntnis der entsprechenden Ordnungen (WSO, SO und ggf. Richtlinien für Mannschaftführer) nicht verständlich erscheint.
Meine bescheidene Meinung hierzu:
ad1:
Ein Verweis für
beide MF ist nicht berechtigt, da im Sinne der SO nur der MF der Mannschaft mit 7 Spielern einen Verstoß gegen 4.2.1 SO begangen hat, denn er hat das Spielen eines Spielers ohne Spielberechtigung ("für den betreffenden Platz" gemäß WSO 7.16.2.1) im weitesten Sinne
veranlasst. Dem MF der anderen Mannschaft hier ggf. "Duldung" zu unterstellen, ist in der Tat sehr weit hergeholt, da Duldung wissentlich erfolgen muss und in diesem Fall das ganze Dilemma durch "Nichtwissen" entstanden ist.
ad2: In der gesamten Wettspielordung liefert m.E. nur 7.16.2.1 einen Hinweis auf eine Entscheidung und diese ist eindeutig! Dagegen gibt es einen Passus in den Richtlinien für Mannschaftführer (C4), der dazu verleiten könnte, "systemfremde (einzelne) Spiele" nicht zu werten, so wie es hier scheinbar entschieden wurde. Nur können diese Richtlinien m.E. die WSO nicht "overrulen

".
Das genaue regelgerechte Vorgehen für die Doppelaufstellung ist i.ü. in diesem Forum für den HTTV bereits 2003 einmal besprochen worden.