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Alt 11.09.2007, 12:41
exilhesse exilhesse ist offline
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AW: Bezirksklasse Gruppe 1 07/08

So, aufgrund von technischen Problemen hier etwas verspätet der Bericht über unseren samstäglichen Ausflug nach Lohra:

War jedenfalls ne heiße Kiste am Samstag Nachmittag in Lohra. Wir mussten leider auf unseren Spitzenmann Schick verzichten – von daher war uns schon klar, dass es nicht einfach werden würde, die weiße Weste zu behalten. Und dann noch in dem Wissen, dass die Lohraer in guter Verfassung sind, da sie es dem Meisterschaftsfavoriten Lahntal am Abend zuvor schwer gemacht hatten und R. Preißler sogar die Ikone Hoeck bezwingen konnte.

Die Erfahrung aus der etwas knappen Anreise nach Lixfeld nutzend, waren wir äußerst früh – über ne halbe Stunde vor Beginn – vor Ort in „Preißlerhausen“. Die Doppel begannen dann auch erwartungsgemäß mit einem klaren Erfolg unseres Einser-Doppels Finck/Kutschbach und der genauso klaren Niederlage von mir mit neuem Partner Bender. Unser Doppel 3 Schmitt/Möbus war dann guten Mutes uns mit 2:1 in Führung zu bringen und verbuchte schnell die ersten beiden Sätze. Dann aber wurde es immer enger und Satz 3 und Satz 4 gingen beide in der Verlängerung an Wolli Preißler und Naujoks. Und wenn man vorne die Hütte nicht macht, kriegt man hinten die Kirsche rein – Satz 5 war dann nämlich ne klare Angelegenheit für die beiden Hausherren. Hoffentlich würde uns dieser Punkt nicht noch fehlen.

Vorne war dann für Claudio und mich aber auch überhaupt nichts zu bestellen. Ralf Preißler und Christian Langer hatten einen super Tag erwischt und ließen sich in allen vier Einzeln nicht in Verlegenheit bringen – das war schon stark. Zu diesem Zeitpunkt lagen wir also dann schon mit 4:1 im Rückstand.

Glücklicherweise hatte aber unsere Mitte dann die richtigen Mittel. Möbus und Kutschbach brachten uns durch klare Erfolge wieder heran.

Was dann hinten folgte war nichts für schwache Nerven. Jürgen Schmitt kämpfte so wie man ihn kennt, wehrte Matchbälle ab und holte sich den 5. in der Verlängerung. Und nebendran lief es nicht viel anders. Auch Stefan Bender sah sich einem Gegner mit drehendem Schläger gegenüber, wo man mehr auf den Schläger von Naujoks achten musste, als auf den Ball. Und auch hier konnte der 5. erst in der Verlängerung von Stefan für uns entschieden werden. Plötzlich führten wir mit 5:4!

Über den zweiten Auftritt des ersten Paarkreuzes an diesem Nachmittag habe ich ja oben schon gesprochen, dazu ist also alles gesagt – und wir lagen wieder hinten mit 5:6!

Nach den starken Auftritten im ersten Durchgang war bei uns schon die Hoffnung, dass sich dies wiederholen könnte und wir wieder in Führung gehen würden. Aber jedes Spiel muß erst mal gespielt werden und der nächste Gegner ist immer der schwerste und gegen Abend ist mit zunehmender Dunkelheit zu rechnen.

Christians Gegner Dirk Horst hatte wohl genau auf dieses Spielsystem gewartet, denn das war genau das, was er brauchte. Sämtliche gutgemeinten Topspins von Christian wurden einfach zurückgeprügelt und schwupps war das Spiel nach vier Sätzen für Christian verloren.

Und da nebendran Volker gegen W. Preißler den ersten zu 1 verloren hatte machte sich schon etwas Ernüchterung bei uns breit. Aber dann erwachte zum zweitenmal an diesem Nachmittag der Kampfgeist. Volker fightete zurück und behielt dann im 4. und 5. sicher die Oberhand – wir blieben dran!

Da der erste Durchgang im hinteren Paarkreuz die oben geschilderten knappen Ergebnisse hervorbrachte, waren die Prognosen für die zweite Runde auch eher schwierig. Es konnten beide Spiele kommen oder auch nicht, aber einen brauchten wir, um am Leben zu bleiben.

Jürgen startete ausgeglichen, aber nach Satzausgleich gingen Satz 3 und 4 doch relativ schnell weg – jetzt ging es noch um ein Unentschieden.

Stefan schwankte auch zwischen falscher und richtiger Taktik, aber nach Abwehr einiger Matchbälle im 4. setzte sich dann im doch die richtige Taktik gegen den unangenehm spielenden G. Preißler durch. Somit musste uns das Schlußdoppel einen Punkt holen.

Und hier zeigte es sich was es heißt, ein eingespieltes Doppel zu sein. Claudio und Christian spielten gegen die ganz bestimmt nicht schlechten R. Preißler und Langer hervorragend, holten sich Satz 1 und 2, schonten sich in Satz 3 um dann in Satz 4 den Sack zuzumachen. Wenn dies der Plan gewesen wäre muß man sagen: er ist aufgegangen! Jedenfalls war es ein harter Kampf bis wirklich der letzte Punkt gewonnen war und der allein war schon das Eintrittsgeld wert.

Fazit: wir haben ohne unsere Nummer eins bei sehr starken Gastgebern aus Lohra einen Punkt gewonnen. Bei jetzt 5 Punkten Abstand auf die Abstiegsplätze können wir jetzt ganz locker in die nächsten Begegnungen gehen.
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