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Alt 18.09.2007, 15:41
Rummi Rummi ist offline
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AW: Anwendungstechniken von CT/CTE

Hi Leute,

diesen Thread hier begrüße ich sehr. Der ist lange fällig. Daher schließe ich mich auch gerne an. Ich bin leider kein Erfahrener Frischkleber und habe nur immer mal zwei Sriver FX und einen Yasaka Mark V mit ca. 3 Schichten frisch geklebt wenn ein neuer Tensor gerade in Lieferung war, oder ich wieder einen Brass auf ihn hatte. Das kam u.a. dann vor wenn ich Probleme bekam weil die Oberflächen der meisten Tensoren nicht mit der griffigkeit, ergo Schnittfähigkeit von normalen Belägen mithalten können. Außerdem stellen sich auch bei mir die hin und wieder zitierten Probleme gegen starken US ein.

Daher auch der Test von CTE wie folgt beschrieben.

Samstag 08.09.07 10:30 Uhr: ein Joola Samba und 100ml CTE landen nach Rekordauftragsbearbeitung durch ML (Do Nacht bestellt) bei mir im Haus.
Samstag 08.09.07 12:00 Uhr: der Samba ist ausgepackt, ebenso das CTE. Ich trage die erste glänzend feuchte Schicht auf den Schwamm auf.
Samstag 08.09.07 14:30 Uhr: dem Belag sieht man kaum was an. Die erste Schicht ist aber völlig getrocknet. Daher die zweite Schicht nicht all zu dünn, und wirklich einmassiert.
Samstag 08.09.07 18:30 Uhr: ich war den Tag über beschäfigt und kann erst jetzt die 3. Schicht auftragen. Dem Belag sieht man immer noch nicht viel an, außer etwas weißer Pulverähnlicher Ablagerung hinten auf dem Schwamm.
Samstag 08.09.07 21:00 Uhr: ohhh... der Belag hat einen merklichen Bauch geschlagen (dazu sei gesagt das es bei mir beim Frischkleben nie einen Bauch bzw. nur minimal gegeben hat). Auch ist die weiße Pulverschicht geblieben, noch etwas mehr und nun leicht feucht. Nicht so wichtig, ich trage die 4. Schicht, ebenso normal dick wie die vorherigen auf. Morgen ist Turnier, vielleicht kann man den Belag mal Probieren.

Sonntag 09.09.07 07:30 Uhr: grässliche Zeit zum aufstehen. Der einzige Nachteil an TT Turnieren die etwas weiter sind. Ich packe den Samba zwar mal ein. Aber eher als Scherzartikel denn zum spielen. Über Nacht, nach der vierten Schicht hat sich der Belag so gezogen das die Enden sich auf 8 cm Abstand gegenüberstehen.
Montag 10.09.07 18:30 Uhr: Mist, ich habe mir scheinbar nach dem Turnier eine Grippe eingefangen. Hoffentlich wird aus dem Training morgen überhaupt was. Falls ja, ich klebe den Belag jetzt mit Hilfe von 3 richtig dicken Büchern auf.
Dienstag 11.09.07 19:00 Uhr: Es hat mich tatsächlich zerlegt. Training kann ich erstmal malen, aber für Schläger anschauen reichts. Mit druck über Nacht schien der Belag zu halten. Dotztest klingt toll! Sound wie Tensor aber mehr Grip.
Mittwoch 12.09.07 19:30 Uhr: Mir gehts etwas besser, vielleicht laufen morgen noch ein paar Bälle. Mal den Schläger anschauen. Hmm ... hält aber die Kanten haben sich ohne Kantenband bedenklich nach oben gebogen. Ach was, mach ich ihn nochmal runter. Nach dem was ich bei tt-news mittlerweile gelesen habe kann ich auch nochmal ne Schicht draufhauen und morgen wieder kleben. Gesagt getan, eine normal glänzende Schicht drauf. Ich merke sofort wie der Kleber wieder aktiviert wird.
Donnerstag 13.09.07 18:00 Uhr: Training ist leider immer noch nix. Ich klebe aber den Belag mal auf, ich muss später trotz allem die Halle aufsperren. Also nochmals (wie auch vorher immer!) eine Schicht VOC Kleber aufs Holz und fast komplett antrocknen lassen. Den Belag, der noch immer einen leichten Bauch hat, sich aber nach der 5. Schicht nicht mehr so extrem gerollt hatte, drauf. Schaut gut aus. Bis morgen wieder unter Bücher.
Freitag 14.09.07 17:00 Uhr: Der Belag hält top. Ich bin so fit das ich am Montag wahrscheinlich wieder spielen kann. Mir fällt auf das sich der Belag nach der 5. Schicht nochmals um fast 1 - 1,5 mm in jede Seite gedehnt hat. Mal sehen was das Spiel am Montag, ohne vorheriges Training mit dem oder überhaupt einem getunten Belag wird.

HEUTE: Ich bin Materialspieler und meine Gegner ließen mich gestern meine VH nicht wirklich oft einsetzen. Schade, ich mag das gekrökel eigentlich nicht so, ich würde lieber mit der VH in die Offensive gehen. Scheint leicht zu sein mich in der RH fest zu nageln in der 1 KL (letztes Jahr KL 2).

Wenn ich aber zum Einsatz der VH gekommen bin war ich begeistert!!!

Sound nicht ganz wie mein Coppa JO Silver. Aber wirklich gut und schön tief, das mag ich. Außerdem nicht so wichtig. Der Belag ist ein gutes Stück langsamer als der Coppa JO Silver, aber hat viel mehr Rotationspotential. Wenn auch langsamer, meine TS sind so gefährlicher. Der Schuß ist genau so gut möglich wie mit dem Coppa und ebenso tötlich ... wenn ich dazu komme.

Ich war scheinbar ein sehr schlechter Frischkleber. Denn vergleichbare Ergebnisse habe ich zwar mit 3 Schichten Kleber im Bezug auf Speed und Rotation beim meinen Sriver hinbekommen. Sound war aber nie drin, obwohl man dem Belag ja ein gutes Sound Potential nachsagte.

Mir gefällt das tunen. Wenngleich auch ich scheinbar für sicheres montieren der Beläge 3 Tage abklingzeit gebraucht habe. Ich habe lediglich die Vermutung, das es mit VOC freiem Kleber deutlich besser gegangen wäre. Macht auch Sinn, da ich ob komfortablerer Anwendung meinen normal Glue immer mit ganz wenig Frischkleber verdünnt habe der dann vielleicht trotz Trocknung reagiert. Vielleicht verrät mir auch ML oder das weiterlesen hier noch, was ich am montieren der Beläge besser machen könnte. Am Tuning Ergebnis hab ich ehrlich gesagt kaum mehr was zu verbessern was sich nicht durch Routine noch einstellen sollte.

Hoffentlich kann dieser Erfahrungsbericht mit immerhin für mich sehr positivem Resultat irgendjemandem von Nutzen sein, auch wenn man ihn kürzer und sachlicher hätte schreiben können.

Viele Grüße

Rummi
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Wurden alle anderen Möglichkeiten ausgeschlossen, muss das Unmögliche, so unwahrscheinlich es auch ist, die Wahrheit sein.
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