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scheinheilig
der sport und die art und weise, wie er von der gesellschaft bewertet wird und sich entsprechend repräsentiert, ist ein spiegelbild der gesellschaft.
im alltag dreht sich doch größtenteils alles nur noch um´s geld: wo krieg ich die besten schnäppchen, welcher arbeitgeber zahlt mir am meisten geld, welche aktien bringen am meisten dividende, etc. etc.
jetzt herzugehen und von sportvereinen zu verlangen, dass sie moralischen ansprüchen genügen, denen wir alle zusammen seit langem nicht mehr genügen, erscheint mir mehr als scheinheilig.
wer geht denn zu einem autohändler, bei dem seine familie seit generationen kunde ist, wenn er 50 km weiter dasselbe fahrzeug 1.000 euro billiger bekommt?
warum wird von sportvereinen verlangt, höchsten moralischen ansprüchen zu genügen und auf viel geld zu verzichten, wenn wir alle diesen von uns gestellten ansprüchen nicht genügen?
is nur mal so ´ne frage am rande.
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