|
AW: Landesrangliste Jungen/Mädchen und Schüler B in Emden-Borssum
Ganz so wie Nils:
"Es gib nur eine Möglichkeit, wie ich finde, und wirklich nur diese eine Möglichkeit ein hohes Maß an Gerechtigkeit bei der Vergabe von Plätzen für Ranglisten und Meisterschaften hinzubekommen:
Jeder und wirklich jeder zur Verfügung stehende Platz muss an die vordersten Platzierten vergeben werden- egal, ob diese im Kader sind oder nicht, egal wieviel sie trainiert haben. Es darf nur die erbrachte Leistung zählen und nichts, aber auch wirklich gar nichts anderes."
sehe ich die Sache auch nicht, hatte ja mal darauf hingewiesen, daß ich 'amerikanische Verhältnisse' für nicht sinnvoll halte, besonders nicht im Jugendsport.
Diese
"Bravo! Das klingt ganz großartig! Wann aber soll denn diese Leistung erbracht werden? An einem einzigen Turnier zu Beginn der Saison soll bemessen werden, wer "Leistung erbringt"? Schon mal was von Tagesform gehört? Wie wird denn die Weltrangliste ermittelt? Mit einem einzigen Turnier zu Beginn einer Saison - und dann alle Uhren auf "Null"?
Ein "gerechtes" System für das Fortkommen im TT-Sport kann wohl nicht darin bestehen, einen einzelnen Turniererfolg zum alleinigen Kriterium zu erheben. Wir bräuchten dann ein dezidiertes Punktesystem für im Vorhinein definierte Turniere analog zur Weltrangliste... "
-in ihrer Diktion übrigens ausgesprochen patzige- Antwort käme der Sache inhaltlich ja schon näher, wäre da nicht die implizite Annahme, ein solches Punktesystem wäre nicht machbar.
Wenn ich das lese - wegen der Relevanz mal ganz zitiert:
"Der WTTV- Jugendausschuß hat schon immer die Nominierungen zu Deutschen Jugend- und Schülermeisterschaften als eine schwierige Aufgabe angesehen, die entsprechend gewissenhaft durchgeführt und jedes Jahr in ihren Kriterien diskutiert wurde.
Seit ca. 3 Jahren haben wir –auch wegen analoger Entwicklungen im DTTB und bei einigen großen Landesverbänden - ein Modell mehrfach getestet, immer wieder in Details geändert und kritisch verglichen, das als Basis der Nominierung eine Tabelle der in Punkte “umgerechneten” Leistungen zugrundelegte. Diese Tabelle wurde auch den Bezirksjugendwarten im Mai 2005 erläutert und wird jetzt nach einer mehrjährigen Erprobungsphase auf die Internetseiten des WTTV gestellt, um noch mehr Transparenz für betroffene Spieler, Trainer und Betreuer bei diesen Entscheidungen zu bieten.
Hierbei war es uns aber immer ein Anliegen, die jeweils ermittelte bzw. “erspielte” Quote nicht völlig nach dieser Punktetabelle auszureizen, sondern –auch hier analog zur DTTB –Regelung von Härteplätzen – bei den letzten Quotenplätzen Spielraum zu lassen für Spieler(innen) mit Perspektive, intensivem Training an unseren Landesstützpunkten und Lehrgängen und auch “Pechvögeln”, die z.B. wegen Verletzung an einer unserer Top-Turniere nicht teilnehmen konnten. Um auch hier eine klare Linie zu verfolgen, hat der Jugendausschuß beschlossen, 2/3 unserer Quotenplätze nach dieser Leistungspunkte-Tabelle zu vergeben und 1/3 nach den oben genannten Kriterien.
Wir hoffen, mit diesem Schritt ein besseres Verständnis für unsere Entscheidungen im WTTV-Land zu finden, und sind für Anregungen und evtl. notwendige Korrekturvorschläge dankbar."
Aus: wttv.de
stellen sich mir wie anderen doch unmittelbar einige Fragen, die ich hier gar nicht auszuführen brauche.
Herr Neumann, sie haben hier einiges falsch erstanden. Fast allen Diskutanden geht es hier in erster Linie um TRANSPARENZ - und das bedeutet Nominierungskriterien, die VOR einer Veranstaltung klar sind und offen allen Beteiligten zugänglich sind.
Da bei Existenz solcher Kriterien die einseitige Bevorzugung der Kaderkids schon zivilrechtlich nicht haltbar wäre, fragt man sich doch, warum ein solches, in anderen Verbänden lange erfolgreich praktiziertes System nicht eingeführt wird.
Will man sich da eventuell Entscheidungsspielräume offenhalten, die nicht angemessen sind? Scheut man den Aufwand? Sagen Sie es uns.
"Die hier häufig erhobenen Willkürvorwürfe scheinen überwiegend von Leuten zu stammen, die sich benachteiligt oder zu kurz gekommen fühlen."
So ist es. Sie kommen von Leuten, die zu kurz gekommen SIND.
Von wem auch sonst?
"Gerne wird hier über die "angepassten Kaderkinder" gelästert, denen angeblich alles so leicht gemacht wird. Ist den Leuten, die sich hier stolz als Zyniker bezeichnen eigentlich klar, welche Belastung eine Kadermitgliedschaft für die ganze Familie eines solchen Kindes bedeutet? Als Vater eines solchen Kindes dürfen Sie jahrelang den Familienkalender nach den Belangen des Leistungssports ausrichten. Der Jahresurlaub ist sorgfältig mit Saison, Turnieren und Lehrgängen zu koordieren. Die Kinder und die ganze Familie reißen sich den Ärmel auf, um die entsprechenden Erfordernisse auf die Reihe zu bringen. Von dem eingesetzen Geld und der Zeit für die ewige Fahrerei zu Training, Lehrgängen, Turnieren, etc. ganz zu schweigen. Die Kinder werden in der Schule übrigens auch nicht dadurch besser, dass ständig Sonderurlaub für Lehrgänge anfällt und massenhaft Wochenenden fürs Lernen wegfallen!
Angesichts dieses Gesamteinsatzes, den Kaderkinder samt ihren Familien zu leisten haben, halte ich es nicht für abwegig, dass Trainer solche Anstrengungen bei der entsprechenden Perspektive in bestimmten Fällen auch mal mit einer Nominierung belohnen. "
Zu diesem Teil verweise ich auf die treffenden Bemerkungen von CSWOB, kann mir aber nicht verkneifen, Sie hier des Argumentationsdilettantismus zu bezichtigen.
"Außerdem sind diejenigen, die Nominierungen vornehmen, hier auch als Entscheidungsträger im Sinne von Vorgesetzen zu verstehen. Diese Perspektive scheint einigen Diskutanten ebenfalls recht fern zu liegen. Auch als Unternehmer (oder Vorgesetzter) lässt man sich schließlich nicht von blanken "Daten" präjudizieren, sondern trifft seine Entscheidungen im Licht einer umfassenden Einschätzung der Gesamtsituation. Dafür muss man dann auch am Ende des Tages geradestehen und kann sich nicht hinter den "Daten" verstecken."
Die hier gezogenen Parallelen entbehren nicht einer gewissen Ironie.
Berichten Sie doch mal von EINER Konsequenz, die ein TTVN-Trainer in den letzten, sagen wir 25 Jahren, zu tragen hatte, weil er willkürlich nominiert hätte.
|