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Alt 23.09.2007, 11:18
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Problem der Minimeisterschaften/Nachwuchsproblem

Einige hier mitlesende werden auch das Rundschreiben 2 des Breitensportbeauftragten gelesen haben und ich dachte mir das man es ja hier einmal etwas diskutieren könnte. Da dieses Problem in anderen Kreisen auch bekannt ist und diskutiert wird ist es meiner Meinung nach kein Problem es hier öffentlich auszutragen. Ich habe mich einmal in die Übungsleiter und Jugendverantwortlichen der Vereine hineinversetzt und mir einige Gedanken zu der Problematik gemacht.

Grundsätzlich ist es richtig , dass viele Leute ihre private Zeit für den Tischtennis, aber auch für die Jugendarbeit insbesondere zur Verfügung stellen.

Meistens handelt es sich hierbei um langjährige Mitglieder der Vereine , aber in den wenigsten Fällen um ausgebildete Trainer. Wenn wir uns einmal die - unprofessionelle - Jugendarbeit der letzten 10 Jahre anschauen sehen wir das es in dieser Zeit nur 3-4 Vereine geschafft haben eine Jugendmannschaft aus dem Kreis in die Jugend-Verbandsliga gebracht zu haben. (Ferndorf, Alchen, Weidenau,...) In einem einzigen Fall hat es mit der unprofessionellen Arbeit gelangt : Alchen! Ferndorf hatte mit Andreas Fejer-Konnerth und DJK Weidenau mit Michele Dekain (kA ob der so geschrieben wird) halbwegs prof. Trainer. In der heutigen Situation ist es so das der gesamte Kreis von der Dominanz der Weidenauer in negativer Hinsicht geprägt wird. Ich gönne diesem Verein natürlich den Erfolg , sehe es aber in Hinsicht au Kreismeisterschaften etwas problematisch. Unsere Jungs z.B. haben keine Lust dort anzureisen , weil sie ja eh wissen wer gewinnt. Zu meiner Schüler- und Jugendzeit wurde ein Mengel , ein Elsner oder ein Simm noch freigestellt, dass es wenigstens etwas Anreiz bot an den KM teilzunehmen. Zu dem hat der Mensch sich hingegen so geändert , das er es nicht einsieht bei einem Kreisturnier Benzingeld, Startgeld zu bezahlen ohne etwas dafür raus zubekommen (Sehe ich genau so). Nun gut ich nehme trotzdem Teil (Und das sag ich jetzt nicht nur weil ich Kreismeister geworden bin).

Das zum Thema Turniere im Kreis.

Desweiteren haben diese Leute in den Vereinen meistens keine Unterstützung von anderen Mitgliedern und werden teilweise dafür noch beschmunzelt, dass sie eine solche Aufgabe wahrnehmen. Wenn der gesamte Verein oder die Abteilung nicht hinter einer solchen Aufgabe stehen , wie soll so eine Grundlage geschaffen werden? Da nutzt es auch nichts das der WTTV oder Kreis an sich seine Hilfe anbietet. Der Kreis kann nicht eine Unterstützung auf Vereinsbasis ersetzen. Es gibt viele Vereine die durchaus in der Lage sind eine Minimeisterschaft auszurichten. Es stellt sich die Frage warum sollten sie? Die einen Vereine können sich vor Minis nicht retten (Ferndorf ist ein Beispiel) und andere Vereine wiederum wollen erst gar keine. Und finanziell holt man nicht viel raus. Da brauchen wir nicht diskutieren. Die meisten Eltern geben ihren Kinder die Essens- und Trinkensachen mit um Geld zu sparen. Da ist über einen solchen Verkauf nicht viel rauszuholen, was ich auf unserem Turnier auch schon teilweise gemerkt hab, obwohl es eigentlich noch relativ normal war.

Unter dem Strich steht ein finanzielles Problem was gegen Zeit und Aufwand aufgewogen wird und im Endeffekt deutlich höher zugunsten der Zeit und dem Aufwand ausfällt .

Meine Vorschläge:
- finanzielle Sicherheit und Anreiz für die Vereine
- die Vereine an sich für die Jugendarbeit zu begeistern
- Sponsoren für Kreis,Minimeisterschaften finden die Sachpreise im Jugendbereich sicherstellen
- Freistellung der Weidenauer
- Startgeld verkürzen oder gänzlich weglassen (Der Kreis hat durchaus genug Geld durch Strafen)

Das sind radikale Vorschläge , aber aus eigener Erfahrung heraus sind die radikalen die besten Vorschläge . Weil einen guten Willen in der heutigen Zeit anzutreffen wird sehr schwer fallen, es gibt auch nicht verrückte im Tischtennis. Ich zähle mich weiterhin zu den verrückten (im positiven Sinne) aber ich(wir) machen nur einen kleinen Prozentsatz aus!
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