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AW: Warum beim Punktspiel nicht alle Spiele ausspielen?
Ich habe mit Interesse den Thread verfolgt, indem es um die Problematik des 6er-Paarkreuzes geht.
Ich habe mir einige Gedanken dazu gemacht und möchte diese an dieser Stelle darlegen.
Ich bin der Meinung, dass das 6er-Paarkreuzsystem durchaus seine Vor- und Nachteile hat, die ja größtenteils schon dargelegt wurden.
Allerdings möchte ich das noch mal zielsetzend aufführen, um die Beweggründe meiner Variante darzulegen:
Die Vorteile sind vor allem, dass 6 Leute ein gutes Team bilden können und das hierbei nicht nur immer gesichert ist, dass Zähler vorhanden sind, sondern auch noch welche zum Zuschauen übrig bleiben. Auch sind 1 Doppel und ca. 1,5 Einzel pro Spiel i. d. R. angemessen.Diese Vorteile möchte ich erhalten.
Die Nachteile sind:
1. Benachteiligung einer Mannschaft im Aufstiegskampf, die eine ausgeglichene Mannschaftsstärke hat im Verhältnis zu einer insgesamt gleich starken, aber mit starkem vorderen Paarkreuz ausgestatteten Mannschaft: Diese hätte nämlich den Nachteil, z. B. bei einer 7:2 –Führung nicht so leicht das 9:2 zu machen, sondern evtl. nur 9:5 zu gewinnen durch das starke hintere Paarkreuz. Für Mannschaften im Abstiegskampf gilt analog das umgekehrte.
2. Position 1 macht die meisten Spiele, Position 6 die wenigsten.
3. Bei Aufstiegsaspiranten hat Position 1 gegen schwache Gegner oft eine 2:0-Bilanz, die hinteren oft nur 1:0, während hingegen gegen die Konkurrenten nun die hinteren zweimal drankommen – ausgerechnet jetzt, wo eine Niederlage droht. Bei Abstiegsgefährdeten Mannschaften gilt hier wieder analog der umgekehrte Fall.
4. Es kommt durchaus vor, dass man eine Position 6 hat, die zwar gegen die stärkere 5 gewinnt, aber dem Druck des entscheidenden Spiels bei 8:6, 7:7 oder 6:8 nicht gewachsen ist und gegen die schwächere Pos. 6 verliert. Im Nachteil ist also der, der die nervenstarken Spieler weiter vorne platziert hat, was man aber i. d. R. nicht beeinflussen kann!
Nun will ich also das Paarkreuzsystem beibehalten mit seinen Vorteilen und die Nachteile abschaffen.
Hier mein Vorschlag: Variable Spielreihenfolge!
1. D1-D2, 2. D2-D1 und 3. D3-D3 möchte ich so beibehalten.
Da Pos. 1 und 2 i. d. R. in den D1 und D2 vertreten sind, müssen sie die nächsten Spiele machen, um nicht bereits am Anfang eine unzumutbare lange Pause zu erzwingen.
Also 4. E1-2, 5. E2-1.
DANACH ist jetzt aber die Reihenfolge flexibel. Alle Spieler haben ihre Doppel beendet und etwas zeit zum Ausruhen gehabt. Berücksichtigt man jetzt, dass alle min. ein Paarkreuz Pause brauchen und alle sechs Spieler gleichberechtigt den zweiten Durchgang durchlaufen sollen, so ergeben sich folgende sechs Varianten für Spiele 6 bis 15:
3-4 4-3 5-6 6-5 1-1 2-2 3-3 4-4 5-5 6-6
3-4 4-3 5-6 6-5 3-3 4-4 1-1 2-2 5-5 6-6
3-4 4-3 5-6 6-5 3-3 4-4 5-5 6-6 1-1 2-2
5-6 6-5 3-4 4-3 1-1 2-2 5-5 6-6 3-3 4-4
5-6 6-5 3-4 4-3 5-5 6-6 1-1 2-2 3-3 4-4
5-6 6-5 3-4 4-3 5-5 6-6 3-3 4-4 1-1 2-2
Vielleicht zur besseren Lesbarkeit in Paarkreuzen (PK) ausgedrückt:
PK2 PK3 PK1 PK2 PK3
PK2 PK3 PK2 PK1 PK3
PK2 PK3 PK2 PK3 PK1
PK3 PK2 PK1 PK3 PK2
PK3 PK2 PK3 PK1 PK2
PK3 PK2 PK3 PK2 PK1
Und die Ungerechtigkeit innerhalb der Paarkreuze (2-2 immer nach 1-1) beseitigt man, indem man auch das je als eigene Möglichkeit der Variante sieht.
So gibt es für jede der sechs Varianten acht Möglichkeiten (PKVertauschung hoch drei) und macht insgesamt 48 Varianten.
Diese Varianten werden für jedes Spiel der Vorrunde ausgelost und nach der Meldung der Aufstellung für die Rückrunde auch für die Rückrunde ausgelost. So kann sich keiner einen taktischen Vorteil durch das Wissen seiner ausgelosten Varianten erschleichen.
Die bisherigen Ausfüllbogen kann man weiterhin verwenden, sofern noch keine Eingabe „on line" am PC erfolgt, man nimmt lediglich eine DIN-A4-Seite zur Hilfe, die für jede Variante die Reihenfolge angibt.
So kann es zwar vorkommen, dass das Abschussdoppel die Beendigung des letzten Einzels abwarten muss. Aber das hat auch seinen Vorteil:
Alle können das Highlight des Abends mitfiebern!
Soweit von mir und danke für das Lesen meines Beitrags!
Gruß Torsten Pfirrmann.
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