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Alt 25.09.2007, 23:04
Joe_Rakete Joe_Rakete ist offline
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AW: Grosse (Backside-) Belag / Holz - Systematik

Zitat:
Zitat von tomji Beitrag anzeigen
Hi Martin,


Deine Definition von Gleichgewicht ist für die Katz, den jede Mögliche Kombination besitzt dieses Gleichgewicht, jedoch nur bei einer ganz bestimmten Schlaggeschwindigkeit.

Was Du versuchst zu beschreiben, ist glaube ich etwas ganz anderes und geht wohl in die Richtung das jedem Spieler, aber jedem individuell für sich und nur bezogen auf den Ist-Zustand, eine Grenze gesetzt ist welches Tempo er beherrschen kann. Grad bei Spinorientierten Spielern ist auch immer das beherrschbare Tempo-Spin Verhältnis wichtig.

Ich bin auch noch nicht wirklich überzeugt, dass einen das Obergummi-Schwammhärte Verhältnis weiterbringt. Meiner Erfahrung nach bevorzugt jeder Spieler für sich und für jede Schlagseite eine gewisse Obergummihärte-Range, und ist mit einen Obergummi die davon abweicht recht unzufrieden.

VG Tomji
Hallo Martin,

ich sehe es genauso wie Tomji.
Jeder Spieler weiss, oder besser sollte wissen was einen bei seinem Spiel
unterstützt. Und da ist jede erdenkliche Kombi erlaubt. Sicherlich hast du richtige Ansätze. Deine Tabelle bezüglich Härtegrad Schwamm Obergummi, Holz weich oder hart ist sicherlich ein guter Indikator für die Wahl des richtigen Schlägers. Man weiss wie weich, hart die Beläge respektiv das Holz ist. So weit so gut.
Ein anderer , aber ein viel wichtigerer Indikator ist nicht nur das Spielsystem, sondern, sondern vor allem die Schlagtechnik

Für mich ist es z.B. wichtig die Bälle sicher über den ganzen Tisch verteilen zu können. So muss ich als variabler Angriffspieler die Möglichkeit haben, einen Paralell TS voll durchziehen zu können und der kommt auf die Platte. Damit ich mein Spiel auch variabel gestalten kann und ich für den Gegner unberechenbar bleibe, muss ich in kritischen Spielsituationen solch einen Ball spielen können ohne an der Schlagtechnik gross was zu ändern.

Z.B. spiele ich ein Nittaku Violin OFF-, es ist fast steif. Mein alter VH Belag war ein Desto F3. Diagonal ging sensationell. Nur mit den Paralell TS hatte ich so meine Probleme. Ich musste bei diesen TS immer einen Gang runterschalten, sonst ging er knapp hinter die Platte. Der Desto F3 ist ein recht katapultiger Belag mit Härte ca. 38°. Da ich paralell nie wirklich durchziehen konnte habe ich, um meinen TS zu optimieren habe ich zuerst einen Desto F2 ausprobiert 42°. Der Belag war zwar härter, aber es ging dennoch nix. Mir hat einfach der recht Druck gefehlt. Also habe ich zusätzlich einen Armstrong Conquerer ausprobiert. auch 42°... der Belag ist langsamer hat auch ein weicheres Obergummi als der Desto F2. Passt nahezu bombig.

Davor hatte ich einen Desto F3 max. auf einen Appelgren Allplay senso V1
das ging auch sehr gut... Für 80 % der Spieler wäre das viel zu weich
Für mich war das in Punkto Sicherheit klasse. In Punkto Druck lies das aber zu wünschen übrig. Deswegen der Umstieg auf ein Off Holz.

Mein Rückhand Belag Antitop Yasaka Antipower. Für viele ein Ding der Unmöglichkeit offensiv zu spielen, geschweige denn einen venünftigen Flip pder TS zu spielen.
Ich habe meinen Schläger schon öfter an mal für ein paar Schläge ausgeliehen. Fast jeder schüttelt nach ein paar Schlägen den Kopf und fragt mich:" wie kannst du kannst du damit ziehen oder sogar dagegenziehen???"

Es ist eben alles eine Frage der richtigen Technik, dann geht alles

So ähnlich ist es bei vielen Spielern, egal ob Angriff, Allround oder Abwehr
Viwele haben eben eine Schalgtechnik die bestimmte Beläge unterstützen. Da spielt es überhaupt keine Rolle ob es für dich im Gleichgeicht ist oder nicht, sondern derjenige der damit spielt muss damit zurecht kommen.

Hilfreich sind Tabellen in Punkto Obergummi, Härte des Schwamms, Härte des Holzes allemal, da man bei der Produktvielfalt von Belägen sonst kaum Orientierungsmöglichkeiten hat.
Nimm z.B. den Nimbus..... gemäss Beschreibung kann man mit dem Belag wunderbar angreifen, aber das kann man laut Beschreibung mit jedem Belag.
Viel wichtiger ist da schon für mich, ob er jetzt 30° oder 35° oder 40° Härte hat. Nur dann weiss ich ob das was für mich sein könnte. Die Belagsauswahl wird dir somit vereinfacht. Da du mit dem Härtegrad ein Indiz hast, weisst du schon im Vorneherein ob der Belag in die engere Auswahl kommt oder nicht (unnabhängig vom Holz). Wenn man natürlich noch die Beschaffenheit des Obergummis weiss umso besser.
Das Holz sucht man sich ja auch nicht nur aus, weil es steif ist. Es muss gut in der Hand liegen, das richtige Gewicht haben, Off, All Def etc. Ob es jetzt
ein weiches , steifes oder fast steifes ist. Spielt das ein Rolle? Ich denke viele entscheiden sich eher für die Grifform etc, als dass sie es von Gleichgewicht des optimalen Schlägers abhängig machen.

Klar ist, dass für jeden Spielertyp durch die Auswahl des Holzes nicht jeder Belag mehr geht. So kann es ein, dass Für Spieler X bei einem harten Holz kein Harter Belag mehr geht. Für Spieler Z ist das aber ideal.

Ich könnte dir jetzt noch ein paar beispiele bringen, aber ich denke du weisst, wie ich es meine.
Schlussendlich bei jeder Suche bleibt dir doch immer nur eins übrig. Erst probieren und testen und dann entscheiden. Dies nimmt dir keine noch so gute Belagstabelle, noch so gute Holztabelle, ab. Sie kann nur als Hilfe dienen.

wenn du aber von deinem Spielertyp weisst, was für dich gut ist, dann wird man auch für sich das ideale Material finden. und da ist jede Tabelle hilfreich. Je ausführlicher desto besser

Gruss Joe

Geändert von Joe_Rakete (25.09.2007 um 23:11 Uhr) Grund: Rechtschreibfehler korrigiert
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