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Alt 26.09.2007, 08:57
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AW: Grosse (Backside-) Belag / Holz - Systematik

Zitat:
Zitat von martinspin Beitrag anzeigen

Die Systematik hilft im bessten Fall, die Suche einzugrenzen. Testen muss man dann selbst und entscheiden tut am Schluss auf jeden Fall das Gefühl.

Gruss, Martin
Den obigen Satz kann man ohne weiteres unterschreiben.

Es ist zusätzlich zu allen theoretischen Gedankengängen "leider" immer persönliches Empfinden gegeben. Sicherlich gibt es genügend Beispiele, in welchen Spieler mit Ihrem Material kontraproduktiv gegen ihr eigenes Spielsystem arbeiten, doch grundsätzlich findet meist eine vernünftige Auswahl statt.
Ich kenne beispielsweise einen Oberliga-Spieler (Mitte), der ,aller Neuerscheinungen und Wunderwaffen auf dem Markt zum Trotz, erfolgreich mit Bryce (NICHT FRISCHGEKLEBT, normale Ausführung 2,1) und Speedy Soft (1,5) spielt. Sämtliche Testergebnisse mit neuem Material fielen negativ aus. Warum ist das so?
Ganz einfach, das bestehende Material unterstützt sein schnelles Konter-Schuss-Spiel sowieso und vermittelt ihm Sicherheit.
Andererseits gibt es natürlich auch genügend Beispiele, die gegen ihr Spielsystem arbeiten. Ein negatives Beispiel ist der User Powerpaul
Gegen besseren Wissens probierte ich den Mambo GP aus, nach anfänglicher Begeisterung wuchsen die Probleme mit dem Belag, denn ich bin kein Topspin-Spieler, sondern bevorzuge das Block-/Konter-/Gegentospin-/Schussspiel. Meine Eigenfehlerquote stieg ernorm.
Man könnte auch sagen: Schuster, bleib bei deinen Leisten

Hauptsächlich finden sich im Materialbereich folgende Vorraussetzungen:
Fall A): Spieler A spielt seit Jahren das gleiche Material, ist zufrieden und grundsätzlich konservativ bezüglich Neuigkeiten eingestellt. Die Bilanz wird schleichend schlechter, erste Gedanken kreisen im Kopf: Könnte ein neuer Belag nicht....?
Ich denke, dieses Beispiel ist jedem Spieler bekannt.
Fall B): Spieler B ist experimentierfreudig, meist mit dem eigenen Spiel unzufrieden, selbst wenn er erfolgreich spielt, testet er ständig. Die Folge ist eine Unsicherheit (durch wechselndes Material) mit negativen Ergebnissen. Diesen Typus trifft man im Forum sehr oft.
Fall C): Spieler C ist eine Mischung aus beiden, grundsätzlich mit seinem Material zufrieden, testet aber hin und wieder Neuigkeiten aus. Die Mischung ist gesund, im Ernstfall greift er auf bewährtes Material zurück.

Sorry, bin jetzt etwas abgeschweift, aber ich finde, daß auch obige "typen" berücksichtigt werden müssen. Wenn man betreffenden Spieler kennt, und das Material passt, müsste man ihm/ihr auch mal sagen "Bleib bei deinem Material" (Never change a winning Team)
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Holz: Nittaku Barwell Fleet FL, VH: Test schwarz, RH: Test rot
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