Zitat:
Zitat von vogtländer
Diese Rückhand, ist denke ich die derzeit beste "Waffe" im int. Tischtennis.
Wir sollten unsere Nachwuchsspieler auf Penholder umstellen. 
|
Ich lehne mich jetzt mal ganz weit aus dem Fenster und verrate etwas aus der Interna der "tischtennis"-Redaktion: Fuers kommende Jahr ist eine Titelgeschichte (d. h. mehrere Artikel zu einem Thema) "Penholder" geplant. Ich bin schon sehr gespannt darauf.
Rahul Nelson, Chefredaktuer von "tischtennis", plaediert uebrigens schon laenger - auch oeffentlich - fuer gezielte Ausbildung europaeischer Jugendspieler in Penholder-Haltung - sofern entsprechend geeignete Veranlagungen vorliegen, natuerlich. Ich stimme ihn rueckhaltlos zu, dass es offensichtlich nicht klug ist, diese nach wie vor hoechst konkurrenzfaehige Schlaegerhaltung kategorisch zu ignorieren.
In gewisserweise ist es so, wie frueher alle Schueler unabhaengig von Veranlagerung einheitlich gelernt haben, mit der rechten Hand zu schreiben. Klar koennen auch natuerliche Linkshaender lernen, alles mit Rechts zu machen - aber eben nicht so gut.
Die zwei groessten Hindernisse fuer Ausbildung von Penholder in Europa sind fehlende Vorbilder und fehlendes Trainingswissen. Das erste Problem laesst sich evtl. demnaechst dank Wang Hao zumindest teilweise loesen: Im Gegensatz zu Liu Guoliang und Ma Lin ist Wang Hao klar ueberdurchschnittlich fotogen und zudem auch vom Charakter her ein richtiger "sunny boy" - alles in allem sehr gut geeignet, um ein internationaler Idol zu werden. Das zweite Problem loesst sich gewissermassen nach und nach von alleine, denn es kommen immer mehr chinesische Spieler und Trainer nach Europa, und diese bringen das entsprechende Know-How mit.
Mein persoenlicher Fazit: Totgesagte leben laenger, die Zeit ist nun reif, dass Penholder Europa erobert ("erobern" natuerlich im Sinne von "einen merkbaren Anteil sichern", und nicht "Ueberhand gewinnen" - denn das wird wohl selbst in China nie mehr der Fall sein).