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Zitat von basicchannel
Allgemein: je nachdem, welchen Abwehrball man wie (parallel oder diagonal) spielt, kann man sich auf Situationen einstellen - vorausgesetzt die Abwehrbälle sind halbwegs gut gesetzt und schnittig.
Beispiele:
a) Abwehrball in die Mitte des Tisches des Gegners = der Ball wird relativ mittig zurückkommen. Selbst wenn der Angreifer den TS in die weite VH oder RH zieht, wird der Winkel nicht so stark sein, so dass man gut an die Bälle herankommen sollte in der Abwehr.
b) gut: diagonal gespielte Abwehr in die weite RH oder VH des Angreifers. Dieser wird voraussichtlich ebenfalls diagonal nachziehen, da es durch den Winkel leichter für ihn ist. Parallele TS wird er aufgrund des kürzeren Weges bestenfalls leicht ziehen können, so dass der Abwehrer Zeit hat, den Ball zu bekommen.
c) weniger gut: Abwehrbälle aus der weiten RH oder VH parallel oder mittig abzuwehren. Bsp: Abwehrball aus der RH in die VH des Angreifers: Dieser kann nun nochmal leicht nachziehen in die RH (wäre ok). Er kann aber auch sehr gut in die weite VH des Abwehrers ziehen. Aufgrund des Winkels kann der Ball weit rausgehen und der Abwehrer kommt kaum ran...
Für Vollständig- und Richtigkeit übernehme ich keine Gewähr
Gruß
Frank
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Hi Frank,
Punkt a) und c) kann ich leider nur bedingt zustimmen!
Am wichtigsten ist, den Verlauf des Ballwechsels mitbestimmen zu können:
Platzierst Du den Ball (selbst mittig stehend) mittig, dann hat der Angreifer die freie Wahl wohin er ziehen möchte, ohne dass Du vorher antizipieren kannst, ob jetzt ein Ball in die Vorhand folgt, oder etwa ein abgeklappter Topspin in die Rückhand - 2 gleichhändrige Gegner vorausgesetzt...
Ähnlich sieht es ja auch aus, wenn der Verteidiger die gegnerischen Aufschläge mittig zurückbringt, da schlägt es dann in der Regel nur noch ein - aus diesem Grund wirst Du bei Joo z.B. so etwas freiwillig nie erleben...
Letztlich hängt der "optimale" Ball des Abwehrers immer von der jeweiligen Spielsituation ab! D.h. von der Position die beide gerade inne haben und der Geschwindigkeit des Ballwechsels ausgehend, muss der Abwehrer schauen, ob er den Ball tief in die Rückhand, in die Mitte oder aber in die weite Vorhand spielt!
So kann es zum Beispiel auch durchaus sinnvoll sein, wenn der Abwehrer während einer diagonalen Ralley Rückhand-Abwehr vs. Vorhandtopspin den Ball auf einmal parallel in die weite Vorhand des Angreifers spielt, selbst wenn er sich weit in der Rückhandseite befindet! Da der Angreifer sich ja ebenfalls in einer extremen Position befindet, wird er in der Regel nichts anderes machen können als anschließend einen relativ weichen Topspin diagonal in die Vorhand des Abwehrers zu spielen - und das z.B. ist dann eine gute Möglichkeit einen Gegenangriff zu starten...
Viele Grüße,
deejay