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Alt 22.10.2007, 17:07
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AW: Bezirksklasse Gruppe 1 07/08

Dann mal meine Bewertung des zurückliegenden Spieltags, der sich ja von Montag bis Samstag gezogen hat und neben erwarteten Ergebnissen doch eine Überraschung gebracht hat.

Amönau – Marbach 2 2:9: Begonnen wurde der Spieltag heute vor einer Woche mit dem Gastspiel von Marbach in Amönau. Aus den Doppeln ging Marbach erwartungsgemäß mit einer 2:1-Führung hervor. Nur das Doppel Weide/Wagner konnte für Amönau gegen Schaub und den gesundheitlich angeschlagenen Kircher punkten. Was folgte waren relativ klare Erfolge für die Jungs aus der Marbach. Lediglich Timo Wagner konnte in der Verlängerung des 5. Satzes über Nils Kircher triumphieren. Gleiches gelang ihm im 2. Einzel gegen Günter Vaupel nicht, der seinerseits in der Verlängerung des 5. siegte was dann auch der Schlusspunkt der Partie war.

Dautphetal – Elnhausen 3:9: Weiter ging es am Mittwoch mit dem 2. Auftritt von Elnhausen in dieser Saison. Offensichtlich habe die Mannen um Dieter Merle die lange Auszeit gut genutzt, denn sie präsentierten sich ausgeruht (natürlich!) und mit dem notwendigen Quentchen Glück oder Können in den knappen Situationen. Gleich in den Doppeln wurde der Grundstein zum ungefährdeten Sieg gelegt, wobei Merle und Issing allerdings nur hauchdünn im 5. siegten und auch Doppel Schnabel/Loch 5 Sätze bemühen musste. Danach aber lief es erstmal ohne Probleme, denn erst beim Zwischenstand von 0:5 konnte Dautphetal durch Andreas Bernhardt erstmals punkten. Im hinteren Paarkreuz konnte Dautphetal dann zweimal durch Hüller und Bingel-Runzheimer verkürzen, wobei dies allerdings dann schon die letzten Punkte für Dautphetal bleiben sollten. Denn Merle, Issing und Schnabel machten danach den Sack für Elnhausen zu. Somit bleibt Elnhausen weiter ohne Verlustpunkt und pirscht sich so langsam nach oben.

Marbach 2 –Stadtallendorf 3 9:5: Das Spiel des Spieltags fand am Freitag in der Marbach statt. Marbach ohne Vaupel und mit nach wie vor nicht ganz genesenem Kircher, Stadtallendorf dagegen erstmals in dieser Saison so richtig komplett, d.h. selbst Jindrich Samek war am Start. Schon nach Vorliegen der Mannschaftsaufstellung drangen erste Hilferufe aus Marbach zu mir herüber, da man sich gegen diese Stadtallendorfer Mannschaft nun gar nichts ausrechnete. Aber so ist das manchmal. Da meint man, heute geht gar nichts, und dann läuft man zur Höchstform auf. Die Doppel mit dem gewohnten Ausgang 2:1 für Marbach. Wobei der Allendorfer Gegenpunkt von Buske/Schautzer gegen Merte/Mattes im 5. Satz auch sehr wackelig war. Vermutlich trauerte man in Marbach in diesem Moment der vergebenen 3:0-Führung nach, nicht ahnend, dass man diesen Gegenpunkt gut verkraften würde. Im vorderen Paarkreuz konnten Samek und Buske Stadtallendorf dann in Führung bringen, die Schautzer bei einem Gegenpunkt von Schaub hielt. Gekippt wurde das Spiel dann im hinteren Paarkreuz durch überraschende Resultate. Zunächst siegte Mlynarz glatt in 3 Sätzen gegen Hießerich, wobei mindestens die Deutlichkeit überraschend war. Und auch die Ersatz-Verstärkung Mattes überraschte mit einem 5-Satz-Sieg gegen den aus der Mitte nach hinten gerutschten Huhn. Marbach war damit in Führung gegangen und konnte diese im ersten Paarkreuz halten. Zwar verlor Kircher gegen Samek. Aber wie schon in Lohra konnte der nach vorne gerückte Frank Merte einen 0:2-Satzrückstand gegen Buske umdrehen und nach knappem 3. Satz im 4. und 5. Durchgang sicher siegen. Beflügelt durch diesen überraschenden Punkt setzte Jens Schaub noch einen drauf. In 3 Sätzen, wobei allerdings jeder Satz mit 2 Punkten Differenz entschieden wurde, konnte er Frank Schautzer bezwingen. Auch damit war im Vorfeld sicherlich nicht unbedingt zu rechnen gewesen. Und damit war die Messe dann auch schon gelesen. Reitmeier konnte für Stadtallendorf aus gesundheitlichen zum 2. Einzel nicht mehr antreten und Mlynarz sorgte mit einem deutlichen 3-Satz-Erfolg gegen den enttäuschten Mario Huhn für den Schlusspunkt. Ein aufgrund der Ausgangskonstellation sicherlich nicht zu erwartender Erfolg der Marbach urplötzlich auf den 2. Tabellenplatz nach vorne schiessen lässt.

Anzefahr 2 – Niederweimar 2 9:4: Im Duell zweier Bezirksoberligareserven, die vor dem Spiel beide mit nur einer Niederlage belastet waren, konnte Anzefahr seiner Favoritenrolle vollauf gerecht werden. Allerdings ließ sich Niederweimar von einem schnellen 3:0-Rückstand zunächst nicht schockieren und fightete durch Range, Adams, Kraft und Ersatzmann Grün bis zum Wechsel zurück, so dass es nur 5:4 für Anzefahr bei Halbzeit durch 3 Doppel sowie Hoffmann und Hahn stand. Damit hatte Niederweimar aber sein Pulver verschossen und spätestens mit der 5-Satz-Niederlage von Range gegen Hoffmann war der Widerstand gebrochen. Die weiteren Punkte Hansen, Groß und Till waren dann nur noch Formsache für den unangefochtenen Tabellenführer.

Lohra – Lixfeld 2 9:4: So ganz allmählich kommt Lohra! Diese Erkenntnis kann man nach diesem Auftritt und dem ersten Saisonerfolg haben. Gegen Aufsteiger Lixfeld konnte man endlich das erste Erfolgerlebnis feiern, auch wenn der Weg dorthin zunächst nicht ganz einfach war. Knappe Führung nach den Doppeln, wobei beide Erfolge erst im Entscheidungssatz erzielt wurden. Und auch der Sieg von Langer gegen Schneider kam im 5. Satz erst mit 12:10 zustande. Dies waren aber auch so ziemlich die einzig knappen Spiele, alle anderen Resultate wurden mehr oder weniger klar für die ein oder andere Seite erzielt. Letztlich ein verdienter Erfolg, mit dem Lohra den Anschluß ans untere Mittelfeld geschafft hat, während Lixfeld immer mehr nach unten rutscht und langsam wieder punkten muß, um sich nach dem guten Saisonstart nicht plötzlich auf einem Abstiegsplatz wieder zu finden.

Dies der Rückblick auf den letzten Spieltag, der neben einem unangefochtenen Tabellenführer einen neuen Tabellenzweiten hervorgebracht hat, der vor nicht allzu langer Zeit noch die Tabelle von hinten angeführt hat. Aber so ist das in diesem Jahr in der Bezirksklasse: viele können alle schlagen, jeder kann gegen manche verlieren! Von daher bleibt es weiter spannend. Das nächste Wochenende bringt wieder interessante Vergleiche, auf die ich im Verlauf der Woche noch zu sprechen kommen werde.
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