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Alt 24.10.2007, 08:47
JanMove JanMove ist offline
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Nimbus vs. Sonex JP Gold

Testbericht: erster Eindruck

Gestern hatte ich zum ersten mal die Möglichkeit, den Sonex JP Gold (JP) im direkten Vergleich mit dem Nimbus (normal) zu testen.

Testmaterial:
Nimbus (rot, max)/JP (rot, max) auf Korbel Off einen Tag vorher geklebt.

Härte:
Nimbus ist etwas härter und auch das Obergummi erscheint mir etwas straffer. Die Nimubs-Schwammhärte schätze ich so auf 43° und die vom JP auf 41°. Die JP-Oberfläche erscheint mir etwas griffer.

Sound:
Bei beiden ordentlich vorhanden und ziemlich ähnlich. Beim JP vielleicht einen Tacken heller.

Flugkurve:
Beim Nimbus normal medium, während sie beim JP etwas niedriger ist, was mich aufgrund der Weichheit des Belags doch erstaunt. Sie ist selbst niedriger als beim JO Gold.

Spielgefühl:
Der Nimbus spielt sich aufgrund des härteren Schwamms und strafferen Obergummis deutlich direkter als der JP.

Geschwindigkeit/Katapult:
Der Nimbus ist im Endbereich etwas schneller und spielt sich vergleichsweise linear. Der JP ist bei langsamen Bällen nicht so schnell entwickelt aber einen ziemlichen Katapulteffekt, wenn man ordentlich Gas gibt. Im Vergleich zu meinem nassgeklebten HP@ sind aber beide Beläge spürbar langsamer!

Topspin:
Der JP entwickelt mehr Spin und ist bei langsamen Tops einfacher zu spielen. Der Nimbus entwickelt bei schnellen Topspins mehr Tempo und ist dann im Spin vergleichbar. Langsame Tops aus nicht perfekter Stellung gehen mit dem Nimbus nicht so einfach.
Aus der Halbdistanz ist der Nimbus in sofern einfacher zu spielen, als dass man mit relativ geringem Druck den Ball übers Netz bekommt. Beim JP muss man etwas mehr Einsatz zeigen, damit man den Ball über die Schnur bekommt. Auf der anderen Seite hat dies den Vorteil, dass mit dem JP die Bälle selten zu lang werden.
Insgesamt hat mein Trainingspartner aber bemängelt, dass vor allem meine normalerweise extrem spinnigen Rückhandtopspins beim JP weniger und beim Nimbus viel weniger Spin hätten als normalerweise mit dem geklebten HP@.

Aufschlag/Schupf:
Das ist das Hauptmanko beim Nimbus. Ich bekomme wirklich kaum Schnitt in den Aufschlag und in die Schupfbälle. Die Aufschläge sind auch meist zu lang und zu hoch. In diesem Punkt ist der JP eine wahre Offenbarung unter den neuesten Tensorbelägen. Mit keinem anderen ESN-Tensorbelag konnte ich bisher so schnittreich, flach und kurz aufschlagen wie mit dem JP. Kurze Bälle lassen sich besser dosieren und lange, flache aggressive Schupfs gehen prima!

Block/Konter/Schuss:
Hier wiederum hat der Nimbus klare Vorteile. Das sehr lineare Verhalten erzeugt eine hohe Kontrolle bei Blockbällen jeglicher Art. Schläger hinhalten reicht im wesentlichen aus. Da muss man mit dem JP besser aufpassen. Langsame Blocks – wenn man nur den Schläger hinhält – fallen manchmal ins Netz, während aggressive Blocks aufgrund des sich stark entwickelnden Katapulteffekts leicht ins Aus fliegen können.

Kontrolle insgesamt:
Wenn man die Vor – und Nachteile gegeneinander abwiegt, dann ist die Kontrolle bei beiden Belägen sehr gut und miteinander vergleichbar. Der JP ist vielleicht insgesamt etwas kontrollierter. Das hängt aber auch vom Spielsystem ab.

Fazit:
Nach dem ersten Eindruck bin ich vom JP Gold durchaus sehr positiv überrascht. Von den ganzen Donic-Tensorbelägen gefällt mir der Belag mit Abstand am besten. Er ist sehr ausgewogen und noch nicht zu weich. Spinmässig kenne ich bisher keinen besseren Tensorbelag. Der Nimbus hat einfach ein Spinmanko, ist aber ansonsten ein super Belag. Für den direkteren Spielertyp ist der Nimbus vorzuziehen, während reine Topspinspieler mit dem JP besser fahren. Ich bin etwas im zweifeln, da ich ein offensives Allroundspiel mit hohem Spin- und Blockanteil spiele. Evtl. läuft es drauf hinaus, dass ich den Nimbus auf die Rückhand und einen JP auf die Vorhand pappe. Dies Bedarf jedoch weiterer Tests.

Gruss,
JanMove
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