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Alt 12.10.2000, 22:01
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Benjamin Benjamin ist offline
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Hallo,


Ich denke auch, Olli hat Recht.

Aber....

Das Testen verschiedener Beläger hat auch so seine Vorteile.

1. Verbesserung des Muskelsinns. Durch das spielen mit unterschiedlichen Belägen, lernt man, seine Kräfte gut zu dosieren. (trifft aber nur zu, wenn man nicht alle drei Wochen was neues spielt.

2. Das Testen verschiedener Beläge hilft einem auch dabei, sein eigenes optimales Spiel zu finden. (was kann ich wirklich besser????). Denn unterschiedliche Beläge fördern, wie schon von andren erwähnt, unterschiedliche Schläge, selbst mit dem gleichen Spielsystem. So konnte ich z. B. mit dem Elite 999 unheimlich gut Topspin spielen, aber leider nur schlecht schießen, wärend ich mit dem Desto F2 wesentlich besser geschossen habe. Aber dies hat mir geholfen "meinen Weg" zu finden, nämlich den Topspin, den kann ich eindeutig besser. Also habe ich einen Belag gewählt, der etwa in der Mitte zwischen den beiden Belägen liegt.
Mit langen Noppen verhält es sich sehr ähnlich. Wärend ich mit dem Piranja II mit sehr viel Störung spielen konnte, hatte ich große Probleme die Bälle kurz zu halten. So konnten bessere Gegner, dann meine Blocks irgendwann doch durchziehen. Mit dem Bamboo, konnte zwar sehr kurz blocken, aber die Störung war mir zu gering. Nun spiele ich den Hallmark, und der ist optimal für mich. Guter Störeffekt und kurz blocken.
So habe ich durch testen das für mich optimale Material gefunden. (beim Holz auch, aber das erspare ich Euch)

3. Neue Beläge bringen generell einen Motivationsschub mit sich. So ist es durchaus ratsam, ab und an (wie gesagt, nicht alle drei Wochen) mal was neues zu probieren.

4. Das Spiel, selbst eines alten Hasen, verändert sich mit der Zeit, man wird langsamer, oder schneller??, Man verändert seine Spieltaktik ein wenig, und muss dadurch auch die Schläge anders anbringen. Diese Veränderungen können dazu führen, dass man irgendwann mit einem Material spielt, dass nicht mehr optimal zu seinem Spiel passt. (Waldner ist da ein gutes Beispiel. Er galt ja ne Zeitlang als spieler mit einer "mittelmäßigen" Rückhand. Als er dann zu alt zum Umlaufen wurde hat er Rückhand trainiert und hat mittlerweile eine gute Rückhand. Da hat er sicherlich auch auf der Rückhand an seinem Material etwas geändert.)

Aber um jetzt hier nicht wie ein Vertreter der Industrie auszusehen... Ich denke schon, das Olli in den allermeisten Fällen (so auch bei mir) Recht hat. Das meiste Wechseln von Belägen ist einfach ein Ausdruck von Unsicherheit und dem Wunsch nach einem besseren Spiel. (Teils ohne dafür zu Trainieren, teils weil man untalentiert ist, (wie ich) teils, weil man einen Spieler kennt, den man bewundert, der mit dem oder dem Material geanau das Spiel spielt welches man selber gerne hätte)

Also, bleibt bei Eurem Schläger und spendet das gesparte Geld.

Gruß
Benjamin


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Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jedermann ist überzeugt, daß er genug davon habe.
(Rene Descartes, fr. Mathematiker u. Philosoph, 1596-1650)
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