Hogar hat dankenswerter Weise auf eine Möglichkeit hingewiesen, eine Regelstelle zu präzisieren. Dass daraus ein praktisches Problem mit der Autorität der Regeln oder eine Kritik am DTTB-SRA abzuleiten ist, kann ich jedoch nicht erkennen.
Regelgremien richten ihre Auslegungen stets nach der offenkundigen Absicht einer Regel, und diese ist im Fall der Regel A5.2 eindeutig: Der Ball soll im Spiel sein ab dem letzten Moment bevor er absichtlich zum Aufschlag hochgeworfen wird. Die Formulierung "in dem er... auf ... der freien Hand
ruht" soll nur auf die in Regel A6 beschriebenen Erfordernisse an einen korrekten Aufschlag verweisen. Wenn der Ball nicht ruht, und trotzdem zum Aufschlag hochgeworfen wird, so ist dies als begonnener (und falscher) Aufschlag zu werten.
Stellt Euch die Situation doch einfach mal vor: Der Spieler schlägt mit wackliger Hand auf, der Punkt wird ausgespielt und danach sagt der Schiedsrichter: "Und wann schlagen Sie auf ?"

(Auf "Let" dürfte er ja nicht entscheiden, da kein Ballwechsel begonnen hat...)