Hallo ihr,
ich habe mir die ganzen Beiträge durchgelesen! So wie ich das sehe, streitet ihr euch darum, ob Materialveränderungen das eigene Spiel verbessern können!
Nun, ich möchte das mal etwas allgemeiner betrachten! Was zeichnet denn einen guten Spieler aus? Ich habe schon einige Bundesligaspiele live gesehen, und da ich selber auch spiele, komme ich zu folgender Schlussfolgerung:
Die Spielstärke eines Tischtennisspielers ist bestimmt durch:
1: 40% Mentale Verfassung
2: 40% Stellungsspiel
3: 20% Technik
Zu Punkt 1: Ich war fast versucht, 50% statt 40% zu schreiben, denn wenn man einen schlechten Tag hat, dann spielt man schlicht und ergreifend schlecht, egal, mit welchem Material man spielt, und welche Technischen Fähigkeiten man hat!
Zu Punkt 2: Dies ist mir besonders in den Bundesligaspielen aufgefallen: Die stehen immer richtig zum Ball! Und in meinem eigenen Spiel fällt es mir selbst auf, stimmt die Stellung, klappt meist auch der Rest!
Zu Punkt 3: Jetzt kommt die Technik, und erst hier spielt das Material eine Rolle! Es hat sicherlich Einfluss auf die Technik! Natürlich muss man mit einem Noppenbelag andere Techniken beherrschen, wie mit einem Noppeninnenbelag!
Auf was ich aber hinaus will, ist folgendes: Sicherlich ist es möglich, dass ein Materialwechsel Verbessung im Spiel bewirkt, aber eben nur in diesen 20% der Technik beschränkt! Selbst wenn es den Wunderbelag gäbe, der Störeffekt, Sicherheit und Tempo und weiß der Geier was noch in sich vereinigt, würde man trotzdem schlecht spielen, wenn man ein beschissenes Stellungsspiel hat, und der Tag auch noch scheiße war!
Fazit: Material wirkt sich sicher auf das Spiel aus, aber nur in einem beschränkten Rahmen! Es kann helfen, seine Technik optimal zum Einsatz zu bringen! Aber davon allein wird man nicht gut! Stellung ist so wichtig wie das Amen in der Kirche! Und das bedeutet Training! Mentale Verfassung ist eben so wichtig, aber darauf kann man schlecht Einfluss nehmen!
Ich hoffe, ich war verständlich!
Gruß, Bernd!
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Es lebe das Abwehrspiel!
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