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AW: Bezirksklasse Gruppe 1 07/08
Na da waren ja Ergebnisse an diesem Wochenende dabei mit denen so nun wirklich nicht zu rechnen war. Aber wie bereits an anderer Stelle ja schon gesagt: in dieser Saison ist so ziemlich jedes Ergebnis möglich.
Lahntal – Niederweimar 2 9:0: Kurzfristig wurde das Heimrecht getauscht und die Begegnung statt in Niederweimar in Lahntal ausgetragen. Und vielleicht war das schon der entscheidende Punkt für dieses überaus deutliche Ergebnis. Denn Lahntal war sicherlich nicht so deutlich überlegen, wie es das nackte Ergebnis ausdrückt. Aber an einem guten Tag kommen dann halt auch die knappen Spiele alle. In Niederweimar wären diese Spiele vielleicht anders herum ausgegangen. So aber konnten Holger Hoeck, Göbeler, Busch, Dieter Belzer sowie das Doppel Belzer/Belzer ihre Spiele im fünften Satz knapp gewinnen und Niederweimar musste mit der Höchststrafe wieder die Heimreise antreten. Das sie bis dahin trotz des klaren Ergebnisses einen harten Fight lieferten lässt sich aber auch an der für ein 9:0-Ergebnis relativ langen Spieldauer von knapp 2 Stunden ablesen. So kommt Lahntal der Spitzengruppe wieder näher während sich Niederweimar von dort erst mal Richtung Mittelfeld verabschiedet hat.
Amönau – Stadtallendorf 3 9:7: Paukenschlag in Amönau! Mit einem doch ziemlich unerwarteten Erfolg über Stadtallendorf hat Amönau die rote Laterne abgegeben. Und bei Stadtallendorf sind die Nachwirkungen aus der Niederlage der letzten Woche in Marbach wohl offenbar doch größer als vermutet. Nach den Doppeln führte Stadtallendorf noch mit 2:1, aber schon die Niederlagen im 1. Paarkreuz von Buske und Schautzer gegen Wolfgang Fett und Weide jeweils im 5. Satz zu 9 deuteten an, dass für Amönau was gehen würde an diesem Abend. Trotzdem konterte Stadtallendorf zunächst durch Reitmeier, Huhn und Ratajczak, bei einem weiteren Gegenpunkt für Amönau durch Holger Fett zur 5:4-Führung. Die erneuten Siege von W. Fett und Weide drehten das Spiel dann für Amönau, die Geil und erneut Holger Fett bei Gegenpunkten von Reitmeier und Hießerich bis zum 8:7 halten konnten. Im Schlußdoppel konnten dann Wolfgang Fett und Weide, die somit insgesamt 6 Punkte zum Sieg beisteuern konnten, dann über die an diesem Abend glücklosen Buske/Schautzer den Sack für Amönau in 4 Sätzen zumachen und den zweiten Saisonerfolg unter Dach und Fach bringen.
Lixfeld – Schröck 8:8: Knappe 4 Stunden Hochspannung im Hinterland mit einem am Ende gerechten Unentschieden, was auch das Satzergebnis von 34:34 beweist. Eine 2:1-Führung aus den Doppeln für Lixfeld konnten Fach und Mankel in den ersten Einzeln für Schröck drehen. Fuchs und Hess konnten die verlorene Führung im 3. Paarkreuz für Lixfeld zurückholen, nachdem in der Mitte die Punkte geteilt wurden (Salm für Lixfeld, Nau für Schröck). Diese Führung konnte der Aufsteiger bis ins Schlußdoppel durch Pusch und erneut Salm und Hess bei Gegenzählern von Fach, Özülkü und Mankel verteidigen. Im Schlußdoppel wurde dann bis kurz vor Mitternacht gekämpft und die Schröcker Fach und Mankel hatten dann beim knappen 13:11 im 5. Satz die besseren Nerven und sorgten für die gerechten Endstand von 8:8.
Elnhausen – Lohra 8:8: Genauso knapp wie in Lixfeld ging es in Elnhausen zu. Und auch hier gab es nach knapp 4 Stunden Spielzeit keinen Sieger. Somit ist Elnhausen als bisher einzige Mannschaft mit weißer Weste jetzt auch mit dem ersten Minuspunkt der Saison belastet. Aus den Doppeln gingen die Gäste mit einer 2:1-Führung hervor. Diese Führung konnte Dieter Merle mit einem deutlichen Erfolg gegen Langer ausgleichen, bevor Ralf Preißler die Gäste mit seinem 5-Satz-Erfolg über Issing wieder in Führung bringen konnte. Es folgten drei Erfolge von Elnhausen durch Schnabel, Wenzel und Herden, wobei insbesondere der Erfolg von Herden gegen Naujoks an Dramatik und Spannung nicht zu überbieten war. Mit 22:20 im Entscheidungssatz konnte er seine Farben mit 5:3 in Führung bringen. Zwei Erfolge der Preißler-Brüder sorgten wieder für den Ausgleich, bevor sich Elnhausen durch Issing und Schnabel erneut mit 2 Punkten absetzen konnte. Heinz Koch, Naujoks und Wolfgang Preißler schlugen für die Gäste allerdings zurück. Dabei musste W. Preißler gegen den unermüdlichen Herden lange für den Erfolg kämpfen, denn wiederum konnte Herden wie im ersten Einzel ein enges und spannendes Spiel liefern, diesmal allerdings knapp mit dem schlechteren Ende für sich. Somit führte Lohra vor dem Schlußdoppel plötzlich mit 8:7 und hatte die Chance auf 2 Punkte. In einem ausgeglichenen Spiel ging es zwischen Merle/Issing und R. Preißler/Langer, wie sollte es anders sein, auch hier wieder über 5 Sätze. Und auch der 5. wurde erst in der Verlängerung entschieden, mit 15:13 hatten die heimischen Akteure Merle/Issing knapp die Nase vorn. Betrachtet man die einzelnen Ergebnisse sicherlich ein gerechtes Unentschieden, denn auch die knappen 5-Satz-Spiele endeten 4:4 Unentschieden. Lohra bleibt trotz dieses Punktes Vorletzter, während die Gastgeber auf ihrem Weg aus den unteren Tabellenregionen nach vorne etwas ins Stocken geraten.
Stadtallendorf 3 – Dautphetal 2:9: Zweite große Überraschung an diesem Spieltag mit Stadtallendorfer Beteiligung! Nach der Niederlage am Vorabend in Amönau scheint bei Stadtallendorf für den Moment total die Luft raus zu sein. Den anders lässt sich die deutliche Niederlage gegen Dautphetal in nahezu kompletter Besatzung wohl nicht erklären. Aus den Doppeln, die alle im 5. Satz entschieden wurden, konnten für Stadtallendorf nur Buske/Schautzer hervorgehen und Buske konnte dann noch zum 2:2 ausgleichen. Mehr war aber an diesem Samstagnachmittag nicht drin und Dautphetal ging einem sicheren Sieg entgegen. Lediglich der zweite Erfolg von Nöckel gegen Buske war in 5 Sätzen nochmal in Gefahr. Damit konnte Dautphetal an den punktgleichen Gastgebern in der Tabelle ins dicht besiedelte Mittelfeld vorbeiziehen.
Ja das war ja mal ein Wochenende mit super spannenden Spielen und knappen Ergebnissen. Es zeigt sich, das Prognosen vor den Spielen sicherlich sehr schwierig sind und man schon nahezu hellseherische Fähigkeiten benötigt, um die exakten Ergebnisse vorauszusagen. Aber das ist ja das schöne an dieser Saison, wo es im Vorfeld so gut wie keine eindeutigen Spiele gibt. Seien wir gespannt was die kommende Woche so bringen wird. Es steht ja ein Mammut-Spieltag mit insgesamt 7 Spielen von Mittwoch bis Samstag vor der Tür und auch dabei sind wieder interessante Spielausgänge zu erwarten.
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