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  #51  
Alt 16.08.2022, 20:56
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TT-Hannes TT-Hannes ist gerade online
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AW: World Table Tennis (WTT) allgemein und Situation mit der ITTF

Der DTTB hat heute folgende Pressemitteilung rausgegeben:

DTTB, ITTF und World Table Tennis planen die Austragung eines *WTT Champions*-Events 2023

München. Eine gemeinsame Erklärung des Deutschen Tischtennis-Bundes, des Weltverbands ITTF und des ITTF-Marketingarms World Table Tennis beendet nun auch formell den Ende 2020 aufgekommenen Konflikt um die Einführung von World Table Tennis. DTTB-Präsidentin Claudia Herweg, die schwedische ITTF-Chefin Petra Sörling und der CEO der ITTF Group sowie *World Table Tennis*-Board-Mitglied Steve Dainton (Australien) erklären im Dreier-Interview die Hintergründe und sprechen über die kommenden Events in Deutschland.

Mit der gemeinsamen Erklärung von DTTB, ITTF und World Table Tennis ist der Konflikt nun beigelegt. Wie sehr sind Sie damit zufrieden?

Petra Sörling: Als Präsidentin der ITTF freue ich mich sehr, dieses schwierige Kapitel abschließen zu können. Alle Parteien sind nun bereit, den Streit so schnell wie möglich zu beenden. Eines der wichtigsten Ziele bei meiner Kandidatur war, die ITTF-Familie zu einen, denn ich glaube an die Stärke unserer Familie, wenn sie zusammenarbeitet.

Claudia Herweg: Ich bin in erster Linie erleichtert, dass dieser Konflikt nun auch offiziell beendet ist, wir alle wieder nach vorne blicken und uns den Veränderungen aktiv stellen können. Zum Glück hatten wir es geschafft, auf der Arbeitsebene auch vor der Einigung weiter über Veranstaltungen in Deutschland zu sprechen und ja auch vier WTT-Feeder-Turniere erfolgreich auszurichten.

Steve Dainton: Veränderungen, vor allem große Veränderungen, insbesondere in einer so komplizierten Zeit, wie wir sie alle während der Pandemie erlebt haben, waren für viele Mitgliedsverbände sehr schwierig. Obwohl wir unser Bestes gegeben haben, um die Veränderungen, die unser Sport dringend benötigte, zu kommunizieren und zu erklären, hat es trotzdem viele überfordert, so dass wir verstehen können, dass einige Verbände zu dieser Zeit mit unseren mutigen Entscheidungen für Veränderungen zu kämpfen hatten. Die Zeit heilt alle Wunden. Mit frischem Blick und nachlassender Pandemie ist es nun an der Zeit zusammenzuarbeiten, die Vergangenheit auf sich beruhen zu lassen und sich zum Wohle des Tischtennissports auf die Zukunft zu konzentrieren. Es ist wirklich ein guter Zeitpunkt für unseren Sport, dass wir diese Meinungsverschiedenheiten beenden und sicherstellen, dass wir uns auf die Entwicklung eines unserer wichtigsten Märkte konzentrieren, den deutschen Tischtennismarkt.

Inwiefern hat es geholfen, dass Claudia Herweg im Dezember die neue DTTB-Präsidentin geworden ist?

Sörling: Es war sehr wichtig, dass Claudia die Betroffenen auf beiden Seiten persönlich kennt und schätzt, als Mediator fungieren und beleuchten konnte, wie es zum Konflikt kam.

Herweg: Das Grundproblem war, dass wegen der Pandemie in den entscheidenden Monaten das persönliche Gespräch aller Beteiligten und das Pflegen der persönlichen Beziehungen Auge in Auge nicht mehr möglich waren und zeitgleich enorme Veränderungen auf internationaler Ebene bevorstanden.

Dainton: Das sehe ich genauso. Ohne die Pandemie wäre das sicher nicht passiert. Wir haben alle eine Menge in dieser komplizierten Zeit gelernt.

Wie geht es nun weiter, nachdem die Probleme gelöst sind?

Herweg: Wir wollen eines der *WTT Champions*-Events im Herbst 2023 nach Deutschland holen, die höchste Kategorie nach dem WTT Grand Smash. Dazu kommen mehrere Feeder-Events. Wir wollen den Sportfans endlich wieder regelmäßig Weltklasse-Tischtennis mit allen Stars aus dem In- und Ausland bieten, wie sie es von den jährlichen German Open seit 1999 und unseren anderen Top-Events wie dem ehemaligen World Cup gewohnt sind.

Dainton: Es geht und ging schon immer um Partnerschaft und Zusammenarbeit. Die Planung eines Champions-Events in Deutschland sowie mehrerer anderer WTT-Veranstaltungen ist ein großer Schritt nach vorn, der nicht nur dem Tischtennismarkt in Deutschland, sondern auch unserem Sport hilft, regional und international zu wachsen.

Sörling: Der DTTB ist seit Jahrzehnten ein unverzichtbarer Partner der ITTF und ich freue mich, die konstruktive Zusammenarbeit mit klarem Fokus auf die Zukunft wieder aufzunehmen. Der DTTB ist ein Verband mit langer Tradition, der sich immer für eine bessere Präsentation unseres Sports eingesetzt hat. Ich bin überzeugt, dass wir den Tischtennissport gemeinsam stärker machen werden, und ich kann es kaum erwarten, dass ein großes WTT-Event in Deutschland ausgetragen wird.

Stehen denn Ort und Termin für das *WTT Champions*-Event schon fest?

Herweg: Wir sind in Verhandlungen mit World Table Tennis und einer Gastgeberstadt, aber die Verträge sind noch nicht unterzeichnet. Das Wichtigste für uns ist, dass wir mit World Table Tennis und der ITTF in allen Belangen wieder an einem Strang ziehen. Und wir werden uns auf jeden Fall im Eventbereich mit Hilfe des Teams von World Table Tennis weiterentwickeln.

Dainton: World Table Tennis arbeitet mit dem DTTB zusammen, das WTT Champions Event zu einem großen Erfolg zu machen. Wir wissen sehr wohl, dass die Märkte sehr unterschiedlich sind und dass manchmal andere Wege beschritten werden müssen, damit es mit dem Sport weiterhin aufwärts geht.

Sörling: Ein WTT Champions auf Topniveau ist die beste Visitenkarte für alle Beteiligten bei den Verhandlungen mit weiteren Sponsoren, dem Fernsehen und anderen Partnern. Hieran arbeiten wir mit dem DTTB endlich wieder Hand in Hand.

Gemeinsame Erklärung:
ITTF und DTTB blicken gemeinsam in die Zukunft und entwickeln ein neues Kooperationsmodell
Nachdem der Deutsche Tischtennis-Bund (DTTB), die International Table Tennis Föderation (ITTF) und World Table Tennis den Wunsch geäußert haben, Wege für einen positiven Neustart ihrer Zusammenarbeit zu suchen, haben sich die Parteien auf folgende Klarstellungen und Erklärungen verständigt:

Der DTTB begrüßt die Bemühungen der ITTF, mit der Entwicklung von World Table Tennis eine Turnierserie aufzubauen, von der auch er sich erhofft, dass sie den Tischtennissport im globalen Wettbewerb mit anderen Sportarten stärkt und erfolgreich in die Zukunft führt. Im Januar 2021 hat der DTTB erklärt, dass er, nachdem PricewaterhouseCoopers die Rechtmäßigkeit des Gründungsprozesses von World Table Tennis rund um den Rahmenlizenzvertrag bestätigt hatte, seine diesbezüglichen Fragen für erledigt hält.

Als einer der Verbände, die sich zu allen Zeiten für eine bessere Präsentation unseres Sports eingesetzt haben, unterstützt der DTTB die Auffassung der ITTF, dass Tischtennis auf einem neuen Niveau präsentiert und vermarktet werden muss.

Im Bereich der internationalen Veranstaltungen ist der DTTB seit Jahrzehnten ein wichtiger Partner der ITTF und richtet regelmäßig Weltmeisterschaften und große Turniere aus. Er hat seine nationalen Ligen und Jugendturniere, seine Spielpläne, seine Verbandsstrukturen und auch den Kern seiner Finanzierung auf diese internationalen Aktivitäten im Hochleistungssport aufgebaut.

Die Gründung von World Table Tennis und die weitreichende Veränderung der ITTF-Turnierserie bedeuteten für den DTTB jedoch Unsicherheiten für die Zukunft und vor allem die Sorge um seine finanzielle Stabilität. Da der DTTB den Eindruck hatte, in den kritischen Monaten trotz mehrfacher Nachfragen keine abschließenden Informationen über wichtige Details der WTT-Planung erhalten zu haben und sich nicht in die Planungen von World Table Tennis einbezogen fühlte, entschloss sich der DTTB zu dem Schreiben vom 18. November 2020. Dieser Brief wurde unter den damaligen Umständen emotional und aggressiv formuliert.

Um eine friedliche Lösung zwischen den Parteien zu ermöglichen, nimmt der DTTB zu diesem Schreiben wie folgt Stellung:

Der DTTB bedauert den scharfen Ton des Schreibens.

Der DTTB bedauert, dass er das Schreiben vom 18. November 2020 an alle Mitglieder der ITTF versandt hat, ohne es zunächst dem Präsidium der ITTF als zuständigem Gremium zur Stellungnahme zuzuleiten.

Der DTTB bedauert auch, dass die Kritik in diesem Schreiben auch einzelne Personen in den Fokus rückte. Der DTTB möchte sich dafür entschuldigen und erklärt sich bereit, sich an den Kosten des beiderseitig entstandenen Streitfalls in angemessener Weise zu beteiligen.

Nach dieser Klarstellung durch den DTTB gibt die ITTF die folgende Erklärung ab:

Die ITTF versteht die schwierige Situation, die damals für einige Mitgliedsverbände entstanden ist, und bedauert, dass sie bei dem Versuch, die Schwierigkeiten ausgelöst vor allem durch die COVID-19-Pandemie zu bewältigen, wegen der Arbeitsbelastung bei der Umsetzung dieses neuen Projekts nicht auf die Belange aller betroffenen Parteien eingehen konnte.

Die ITTF und World Table Tennis begrüßen die obige Klarstellung des DTTB, in der er die strategischen Ziele des Weltverbandes, einschließlich der Gründung von World Table Tennis, unterstützt.

Alle Parteien erklären nun ihre Bereitschaft, ihre konstruktive Zusammenarbeit wieder aufzunehmen und die Streitigkeiten mit einem klaren Blick in die Zukunft zu beenden.
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  #52  
Alt 16.08.2022, 22:05
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AW: World Table Tennis (WTT) allgemein und Situation mit der ITTF

Ist das nun eine Einigung oder ein Canossagang?

Mal gespannt, welche Auswirkungen dies auf die TTBL haben wird, insbesondere auf die Spielplangestaltung.
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  #53  
Alt 16.08.2022, 22:48
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AW: World Table Tennis (WTT) allgemein und Situation mit der ITTF

Zitat:
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Ist das nun eine Einigung oder ein Canossagang?

Mal gespannt, welche Auswirkungen dies auf die TTBL haben wird, insbesondere auf die Spielplangestaltung.
Ich glaube nicht, dass es schon so schlecht um WTT steht, dass die einen Canossagang zum DTTB machen mussten, damit der weltbeste Ausrichter von internationalen TT-Turnieren wieder bei der ITTF mitspielt. Immerhin hat WTT ja bis heute keinen Grand Smash außerhalb Asiens auf die Reihe bekommen.

Ich denke schon, dass es eine Einigung auf Augenhöhe ist. Möglich wurde das wahrscheinlich nur durch den Personalwechsel beim DTTB.

Ich glaube nicht, dass das noch weitergehende Auswirkungen auf die Spielplangestaltung in Deutschland hat, als es jetzt ist. Immerhin plant die TTBL ja wohl schon seit einigen Wochen nur noch im Monatsrhythmus, weil eine längerfristige Planung aufgrund der Unwägbarkeiten bei ITTF und WTT zur Zeit einfach keinen Sinn macht. Noch schlimmer wird das nicht werden - ist ja auch schon schlimm genug!
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  #54  
Alt 05.01.2023, 09:17
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AW: World Table Tennis (WTT) allgemein und Situation mit der ITTF

Die WTT wird die Regularien für die großen Turniere 2023 insoweit ändern, dass bereits ab dem Viertelfinale auf 4 Gewinnsätze gespielt wird und nicht erst ab dem Halbfinale..

Auf jeden Fall ein kleiner Schritt in die richtige Richtung
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  #55  
Alt 05.01.2023, 09:29
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AW: World Table Tennis (WTT) allgemein und Situation mit der ITTF

Aber auch nur ein sehr kleiner so lang die wtt das weltranglistenssystem nicht endlich mal grundlegend verbessert bleiben sie der Totengräber des tischtennissports!
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  #56  
Alt 05.01.2023, 11:48
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AW: World Table Tennis (WTT) allgemein und Situation mit der ITTF

Die WTT zwingt die Profis an den Turnieren teilzunehmen und erzeugt über die häufigen Wechsel in der WRL künstlich Spannung.
Mit einer ttr-ähnlichen Weltrangliste wäre beides nicht möglich. Die dann realistische Setzung würde zudem Außenseitersiege erschweren. Was wiederum ungünstig für die Vermarktung wäre.

Es gibt kaum Widerstand, denn es geht um die Finanzierung des Profisports.
Ich bezweifle, dass die WTT ihre Ziele erreichen wird.
Denn aus den bekannten Gründen ist Tischtennis nicht attraktiv für Zuschauer.
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  #57  
Alt 05.01.2023, 13:07
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AW: World Table Tennis (WTT) allgemein und Situation mit der ITTF

Nicht attraktiv - das kann ich nicht unterschreiben. Es ist für mich eine Frage der Präsentation.

Wer hätte denn vor zehn Jahren gedacht, dass American Football in Deutschland erfolgreich vermarktet werden könnte? Schließlich versteht keiner die Regeln, niemand spielt es hierzulande und deutsche Topstars gibt’s auch nicht.

Ich sehe dabei fürs Tischtennis v.a. zwei Probleme:
1. Zu wenig Pausen
Tischtennis ist erklärungsbedürftig, aber das Spiel bietet viel zu wenig Pausen, um eine Wiederholung inkl. Erklärung des Fehlers zu ermöglichen. Komplexe Sportarten brauchen das aber. Im Football gibt’s viele solcher Pausen, im Skispringen z.B. auch. Dort wird dann fleißig analysiert, wieso die Interception passiert ist oder dass der Absprung zu spät war.
Im TT könntest du mit dem heutigen Equipment den heftigen Spin im Ball zeigen. Experten könnten anhand dessen erklären, wieso das zu einem Fehler führte. Geht aber nicht, weil‘s keine Pausen gibt.

2. Sammelsurium an Wettbewerben
Neben WM und Olympia sind die EM, die TTBL, die ECL, der World Cup und das Euro-Top16 alle ach so extrem bedeutend. Kein Nicht-Experte versteht das. Deshalb sehe ich die Grundidee des WTT als sehr sinnvoll an, einige wenige Topevents zu etablieren.
Die meisten Individual-Sportarten, die noch so halbwegs in der öffentlichen Wahrnehmung stattfinden, haben so eine Fokussierung:
Tennis: Grand Slam, v.a. Wimbledon
Darts: WM im Ally Pally
Alpinski: Kitzbühel
Skispringen: Vierschanzentournee

Tischtennis bräuchte ein zentrales jährliches Event mit den höchsten Preisgeldern, die irgendwie möglich sind und das immer zur gleichen Zeit stattfindet. Und auch wenn’s ein Stück weit unsportlich wäre, es muss dabei durch Regularien auch dafür gesorgt werden, dass es nicht jedes Jahr nur chinesische Finalisten gibt. Andere Sportarten haben genug Zufall (Windlotterie und Pistenverhältnisse beim Skisport oder unterschiedliche Bodenbeläge im Tennis) eingebaut, im TT muss das künstlich erzeugt werden.
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  #58  
Alt 05.01.2023, 14:54
Rudi Endres Rudi Endres ist offline
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AW: World Table Tennis (WTT) allgemein und Situation mit der ITTF

Zitat:
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Nicht attraktiv - das kann ich nicht unterschreiben. Es ist für mich eine Frage der Präsentation.

Na gut, dann sage ich TT ist, wie es sich derzeit darstellt, für die Masse nicht attraktiv.




Tischtennis bräuchte ein zentrales jährliches Event mit den höchsten Preisgeldern, die irgendwie möglich sind und das immer zur gleichen Zeit stattfindet. Und auch wenn’s ein Stück weit unsportlich wäre, es muss dabei durch Regularien auch dafür gesorgt werden, dass es nicht jedes Jahr nur chinesische Finalisten gibt. Andere Sportarten haben genug Zufall (Windlotterie und Pistenverhältnisse beim Skisport oder unterschiedliche Bodenbeläge im Tennis) eingebaut, im TT muss das künstlich erzeugt werden.
Da scheiden sich die Geister. Die Einen wollen rein sportliche Ergebnisse, die Andern die größte mögliche Spannung.
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  #59  
Alt 05.01.2023, 14:55
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Zitat:
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Tischtennis bräuchte ein zentrales jährliches Event mit den höchsten Preisgeldern, die irgendwie möglich sind und das immer zur gleichen Zeit stattfindet. Und auch wenn*s ein Stück weit unsportlich wäre, es muss dabei durch Regularien auch dafür gesorgt werden, dass es nicht jedes Jahr nur chinesische Finalisten gibt. Andere Sportarten haben genug Zufall (Windlotterie und Pistenverhältnisse beim Skisport oder unterschiedliche Bodenbeläge im Tennis) eingebaut, im TT muss das künstlich erzeugt werden.
Hallo Appelgrenfan,

ich schätze Deine Beiträge generell sehr, aber der Schlussabschnitt Deines letzten Postings macht mich schon ein bisschen fassungslos....

Du willst also die ohnehin schon durch die Teilnahmebegrenzungen bestehende "Lex China" noch verstärken, indem Du durch künstlich eingebaute Regularien Einfluss auf den sportlichen Wettbewerb nehmen willst und bestimmte Nationen.....in diesem Fall China.....von der Möglichkeit, Wettbewerbe gewinnen zu können, ausschließen willst.

Nimms mir nicht übel, aber dann würdest Du aus unserem Sport einen Zirkus machen, einen Klamauk fern jeder sportlichen Integrität, fast schon nach dem alten römischen Motto "Gebt dem Volk, was es will, Brot und Spiele, und werft diejenigen, die wir nicht wollen, den Löwen zum Fraß vor"

Aber so geht das nicht....

Ich will keinen Klamauk, ich will keinen Zirkus, sondern ich will ehrlichen und integren Sport, bei dem der Beste auch gewinnt bzw. gewinnen kann......

Nur deswegen liebe ich den Sport im Allgemeinen und den TT-Sport im Speziellen

Und wenn man das so machen würde, wie Du es vorschlägst, und die Besten von der Möglichkeit, gewinnen zu können, ausschließen würde, dann wäre das für mich das Ende dieses Sports,......und dann wäre es das auch für mich....

Und wohlgemerkt, ich schreibe das hier NICHT, weil es um China geht, sondern weil es mir generell um sportliche Integrität geht........Ich würde das auch schreiben, wenn es um Japan, Deutschland, Fiji oder sonstwen gehen würde......Solch eine Regulierung wäre das Ende des Sports und wir wären bei der Volksbelustigung a la Catchen angelangt.

Deine Vergleich zum Skisport und zum Tennis hinken da auch ohne Ende.......Beim Skisport sind die Wetterverhältnisse und Pistenverhältnisse schon immer Bestandteil dieses Sports, es ist eine Outdoor-Sportart, und diese kann jeden negativ treffen.....Gestern die Schweizer, heute die Österreicher, morgen die Amerikaner.......da wird keiner auf Strecke bevor- oder benachteiligt.......Und beim Tennis gibt es durch die unterschiedlichen Bodenbeläge eben Spezialisierungen, die für alle gleich sind, und es gibt vor allem dort auch keine Teilnahmebegrenzungen pro Nation, weswegen die WRL im Tennis auch wesentlich aussagekräftiger und gerechter ist als beim TT

Andere Sportarten haben durch vorgenommene Regularien, die die Dominanz einer Nation brechen wollten, komplett Schiffbruch erlitten wie beispielsweise Eishockey. Dort dominierte, in den Jahrzehnten vor dem politischen Zusammenbruch des Ostblocks, die Sowjetunion diese Sportart, ähnlich wie die Chinesen das TT....... Und ich sag Dir was.....Genau deswegen hab ich das früher so gerne gesehen. Einerseits, weil mich die fast schon gnadenlose Perfektion der sowjetischen Eisflitzer um Jakushev, Maltsev, Firsov und Makarov sportlich faszinierte.......Andererseits aber auch, weil es eben etwas ganz Besonderes war, wenn diese brillanten Perfektionisten auch mal geschlagen wurden......Heute ist eine Eishockey-WM nur noch ein Abklatsch von früher

Man hat dann durch Punktestreichungen etc. künstlich in den Wettbewerb eingegriffen und das war dann auch weitgehend sein "Tod".........Und ich könnte Dir da auch noch einige andere Beispiele geben

Vermarktung, öffentliche Wahrnehmung, Marketing, Geldfluss.......das alles ist recht und schön.........aber nichts geht über die sportliche Integrität einer Sportart.........Und wenn man das ändert, wie eben in Deinem Beispiel, dass Chinesen beim TT eben nicht mehr jedes Jahr gewinnen können, weil man es künstlich regulativ verhindert, dann ist es eben kein Sport mehr, sondern dann ist es Klamauk und Zirkus........dann sind wir beim Niveau des Catchens angelangt...

Mit den anderen Punkten Deines Postings gehe ich weitgehend konform......Und hier gibt es ja auch schon diese besonderen Wettbewerbe und man hat dieses zentrale, jährliche Event......Jedes Jahr eine WM, Einzel und Team, alle 4 Jahre Olympia, und jetzt kommen noch die Grand Smashes dazu und die Jahresabschlussveranstaltungen wie Cupfinals dazu.....

Geändert von Wolf11 (05.01.2023 um 15:31 Uhr)
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Alt 06.01.2023, 00:02
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AW: World Table Tennis (WTT) allgemein und Situation mit der ITTF

Du hast mich missverstanden. Die bestehende "Lex China" ist genau eine solche Regelung, die für die aus meiner Sicht nötige Abwechslung sorgen kann. Ich plädiere nicht dafür, das auszuweiten. Insbesondere möchte ich nicht die besten ausschließen. Aber (weiterhin) die potenziell sechst- bis zehnbesten Spieler nicht bei einer WM zu haben, weil sie wie die Nummer 1 bis 5 aus China kommen, ist m.E. ein akzeptabler Kompromiss. Ein Kompromiss, den sogar der Fußball bei WMs macht: Italien etwa musste dieses Mal zuhause bleiben, um Tunesien oder Kanada eine Teilnahme zu ermöglichen - und um Außenseitermärchen wie das von Marokko zu ermöglichen.

Ansonsten habe ich ja nur skizziert, was m.E. passieren müsste, um TT attraktiver zu machen. Ob ich das gut fände, weiß ich selbst nicht. Denn wir müssen ehrlich sein: Attraktion bedeutet immer, auch ein Stück weit "Zirkus" zu sein. Sport ist halt Unterhaltung und nur dann interessieren sich die Menschen dafür.

Zu guter Letzt: Dein Vergleich mit dem UdSSR-Eishockey ist aus zwei Gründen falsch. Erstens ist das ein Mannschaftssport und niemand verlangt, Chinas TT-Mannschaft zu benachteiligen. Es ging mir nur ums Einzel. Zudem war die UdSSR nur deshalb bei WMs so erfolgreich, weil Kanada nie mit den Topprofis spielten. Die wurden ja immer in der NHL gebraucht. (Und Olympia durften sie nicht wegen des Profistatus.)
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