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Stammtisch Hier könnt Ihr über "Gott und die Welt", Politik, Fernsehen, Bücher, Musik und alles was Euch sonst interessiert diskutieren. Plaudern in lockerer Atmosphäre ;-)

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  #2041  
Alt 03.03.2026, 22:38
hallmackenreuter hallmackenreuter ist gerade online
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hallmackenreuter kommt allgemein ganz gut an (Renommeepunkte mindestens +60)
AW: Wären wir jetzt politisch BLAU, wohin würde die Reise gehen?

Zitat:
Zitat von Glücksball Beitrag anzeigen
Aus gegebenem Anlass noch einmal:
Diesen Beitrag kann man als Perlen vor die Säue werfen betrachten.
__________________
Habeck wurde für die Wahrheit abgestraft, Merz für die Lüge gewählt.
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  #2042  
Alt 03.03.2026, 23:02
Against All Odds Against All Odds ist offline
draußen
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Against All Odds kommt allgemein ganz gut an (Renommeepunkte mindestens +60)
AW: Wären wir jetzt politisch BLAU, wohin würde die Reise gehen?

Zitat:
Zitat von A. Lange Beitrag anzeigen
Jemand der ständig den Klimawandel erwähnt, fliegt um die halbe Welt
und fährt dort einige tausend Kilometer herum.
Ist halt das Gleiche wie das Licht anschalten...

Unglaublich!!!
Dem zugrunde liegt die Vorstellung, Umweltschutz sei erledigt, weil jemand einmal eine Fernreise gemacht hat. Nach der Logik dürfte auch niemand sparen, weil er sich mal was gönnt. Oder ein Zahnarzt kein Karies behandeln, weil er selber mal was Süßes isst.

Bemühungen werden nicht dadurch lächerlich, dass sie unvollkommen sind. Die Idee, Engagement müsse makellos sein, bevor es gelten darf, ist keine Moral! Das ist die Lieblingsausrede jener, die gar kein Engagement zeigen wollen - und dabei Denken mit Triumphgeschrei verwechseln.

Viel Spaß in Dresden
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  #2043  
Alt 04.03.2026, 00:56
HansWurst123 HansWurst123 ist offline
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HansWurst123 ist verbrannt und wird nicht mehr ernst genommen (Renommeepunkte mindestens -500)HansWurst123 ist verbrannt und wird nicht mehr ernst genommen (Renommeepunkte mindestens -500)HansWurst123 ist verbrannt und wird nicht mehr ernst genommen (Renommeepunkte mindestens -500)HansWurst123 ist verbrannt und wird nicht mehr ernst genommen (Renommeepunkte mindestens -500)HansWurst123 ist verbrannt und wird nicht mehr ernst genommen (Renommeepunkte mindestens -500)
AW: Wären wir jetzt politisch BLAU, wohin würde die Reise gehen?

Zitat:
Zitat von Against All Odds Beitrag anzeigen
Dem zugrunde liegt die Vorstellung, Umweltschutz sei erledigt, weil jemand einmal eine Fernreise gemacht hat. Nach der Logik dürfte auch niemand sparen, weil er sich mal was gönnt. Oder ein Zahnarzt kein Karies behandeln, weil er selber mal was Süßes isst.

Bemühungen werden nicht dadurch lächerlich, dass sie unvollkommen sind. Die Idee, Engagement müsse makellos sein, bevor es gelten darf, ist keine Moral! Das ist die Lieblingsausrede jener, die gar kein Engagement zeigen wollen - und dabei Denken mit Triumphgeschrei verwechseln.

Viel Spaß in Dresden
Wenn jemand anderen moralische Pflichten auferlegt – etwa weniger fliegen, den CO₂-Fußabdruck reduzieren oder sparsamer leben – während er selbst hohe Emissionen verursacht, entsteht ein klassischer Fall von Bigotterie. Bigotterie ist nicht nur Heuchelei, sondern auch die bewusste oder unbewusste Moralprojektion: Man fordert von anderen, was man selbst nicht bereit ist zu tun.

Psychologisch wird dies häufig durch kognitive Dissonanz erklärt: Die Person erkennt, dass ihr eigenes Verhalten den eigenen moralischen Ansprüchen widerspricht. Dieser Widerspruch erzeugt ein unangenehmes Spannungsgefühl. Um es zu reduzieren, gibt es mehrere Strategien:

1. Rechtfertigung des eigenen Verhaltens – man sucht Gründe, warum das Vielfliegen „trotzdem vertretbar“ ist (z. B. beruflich notwendig, kompensiert durch Spenden).

2. Externalisierung der Verantwortung – andere werden kritisiert, um von der eigenen Verantwortung abzulenken.

3. Moralisches Überheben – indem man andere zurechtweist, fühlt man sich kurzfristig wieder moralisch überlegen.

Das Ergebnis: Man lebt auf „großer Spur“ – reist häufig, konsumiert viel –, verlangt aber gleichzeitig Verzicht und Verantwortung von anderen. Diese Kombination ist gesellschaftlich problematisch, weil sie Legitimität von Klimaschutzbewegungen untergräbt und das Vertrauen in moralische Argumente schwächt.
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  #2044  
Alt 04.03.2026, 06:45
A. Lange A. Lange ist gerade online
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A. Lange ist ein sehr geschätzer Mensch dessen Wort hier Gewicht hat (Renommeepunkte mindestens +250)A. Lange ist ein sehr geschätzer Mensch dessen Wort hier Gewicht hat (Renommeepunkte mindestens +250)A. Lange ist ein sehr geschätzer Mensch dessen Wort hier Gewicht hat (Renommeepunkte mindestens +250)A. Lange ist ein sehr geschätzer Mensch dessen Wort hier Gewicht hat (Renommeepunkte mindestens +250)
AW: Wären wir jetzt politisch BLAU, wohin würde die Reise gehen?

Zitat:
Zitat von Against All Odds Beitrag anzeigen
Viel Spaß in Dresden
Den habe ich garantiert!
Zumal es ja noch ins deutsche Uhrenmekka Glashütte geht, wo ich
mir den Prototyp meiner neuen Uhr ansehen kann, die ich im Sommer
bekomme

Zitat:
Das Ergebnis: Man lebt auf „großer Spur“ – reist häufig, konsumiert viel –, verlangt aber gleichzeitig Verzicht und Verantwortung von anderen. Diese Kombination ist gesellschaftlich problematisch, weil sie Legitimität von Klimaschutzbewegungen untergräbt und das Vertrauen in moralische Argumente schwächt.
Das ist es doch was ich schon die ganze Zeit sage!
Man verlangt von anderen Leuten Dinge, die man selbst nicht erfüllen kann
oder will!
Erwähnt aber in hundert Postings wie wichtig einem das Klima ist...
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  #2045  
Alt 04.03.2026, 08:56
Against All Odds Against All Odds ist offline
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Against All Odds kommt allgemein ganz gut an (Renommeepunkte mindestens +60)
AW: Wären wir jetzt politisch BLAU, wohin würde die Reise gehen?

Zitat:
Zitat von HansWurst123 Beitrag anzeigen
Wenn jemand anderen moralische Pflichten auferlegt * etwa weniger fliegen, den CO*-Fußabdruck reduzieren oder sparsamer leben * während er selbst hohe Emissionen verursacht, entsteht ein klassischer Fall von Bigotterie. Bigotterie ist nicht nur Heuchelei, sondern auch die bewusste oder unbewusste Moralprojektion: Man fordert von anderen, was man selbst nicht bereit ist zu tun.

Psychologisch wird dies häufig durch kognitive Dissonanz erklärt: Die Person erkennt, dass ihr eigenes Verhalten den eigenen moralischen Ansprüchen widerspricht. Dieser Widerspruch erzeugt ein unangenehmes Spannungsgefühl. Um es zu reduzieren, gibt es mehrere Strategien:

1. Rechtfertigung des eigenen Verhaltens * man sucht Gründe, warum das Vielfliegen *trotzdem vertretbar* ist (z.*B. beruflich notwendig, kompensiert durch Spenden).

2. Externalisierung der Verantwortung * andere werden kritisiert, um von der eigenen Verantwortung abzulenken.

3. Moralisches Überheben * indem man andere zurechtweist, fühlt man sich kurzfristig wieder moralisch überlegen.

Das Ergebnis: Man lebt auf *großer Spur* * reist häufig, konsumiert viel *, verlangt aber gleichzeitig Verzicht und Verantwortung von anderen. Diese Kombination ist gesellschaftlich problematisch, weil sie Legitimität von Klimaschutzbewegungen untergräbt und das Vertrauen in moralische Argumente schwächt.
Und wo genau war jetzt von Vielfliegen und häufigen Reisen die Rede? Das schlussfolgert ihr aus einem Aufenthalt in Kanada oder habe ich was verpasst?

Wenn du dich mit Psychologie auskennst, weißt du, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit anzunehmen ist, dass ein Mensch, der sich demonstrativ und ernsthaft als Freund von Bienen, Bäumen und Biosphären geriert, auch im Kleinklein der täglichen Wahlhandlungen bemüht sein wird, jene Option zu ergreifen, die dem Planeten nicht ganz so grob auf die Atemwege tritt.

Natürlich gibt es auch Heuchelei. Aber gerade bei den Posts von A. Lange ist dies "Heuchler"-Geschrei eigentlich immer der Versuch, eine strukturelle Frage (wie wir wirtschaften, reisen, produzieren) auf eine biografische Schlüssellochprüfung zu reduzieren. Das ist vor allem eins: bequem. Wer Engagement für Umwelt nur dann gelten lässt, wenn der Engagierte asketisch, reisefrei, emissionslos lebt, fordert keine Verantwortung und auch keine Moral, sondern Unfehlbarkeit. Das ist nichts anderes als eine (leicht durchschaubare) Auswegstrategie aus der eigenen Verantwortung. Solange der andere nicht heilig ist, brauch' ich keinerlei Anstregnung unternehmen.

Kurz: Wer Wasser predigt und Wein säuft, darf kritisiert werden. Wer beim Thema Klimaschutz aber reflexartig "Scheinheilig!" ruft, macht nichts als sein eigenes Nichtstun zu rechtfertigen.


Zitat:
Zitat von A. Lange Beitrag anzeigen
Das ist es doch was ich schon die ganze Zeit sage!
Man verlangt von anderen Leuten Dinge, die man selbst nicht erfüllen kann
oder will!
Es ist niemandem entgangen, dass du dies gebetsmühlenartig wiederholst. Das wertet es inhaltlich aber nicht auf.
Und während einige sich über den Unsinn bis zum Erröten fremdschämen, sitzen andere darin wie in einer Badewanne und halten es für Wellness.
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Geändert von Against All Odds (04.03.2026 um 09:06 Uhr)
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  #2046  
Alt 04.03.2026, 09:50
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AW: Wären wir jetzt politisch BLAU, wohin würde die Reise gehen?

Zitat:
Zitat von Against All Odds Beitrag anzeigen

Natürlich gibt es auch Heuchelei. Aber gerade bei den Posts von A. Lange ist dies "Heuchler"-Geschrei eigentlich immer der Versuch, eine strukturelle Frage (wie wir wirtschaften, reisen, produzieren) auf eine biografische Schlüssellochprüfung zu reduzieren. Das ist vor allem eins: bequem. Wer Engagement für Umwelt nur dann gelten lässt, wenn der Engagierte asketisch, reisefrei, emissionslos lebt, fordert keine Verantwortung und auch keine Moral, sondern Unfehlbarkeit. Das ist nichts anderes als eine (leicht durchschaubare) Auswegstrategie aus der eigenen Verantwortung. Solange der andere nicht heilig ist, brauch' ich keinerlei Anstregnung unternehmen.

Kurz: Wer Wasser predigt und Wein säuft, darf kritisiert werden. Wer beim Thema Klimaschutz aber reflexartig "Scheinheilig!" ruft, macht nichts als sein eigenes Nichtstun zu rechtfertigen.

.


Ich möchte ergänzen : ( S E H R leicht durchschaubar ) !
100% ( im Sinne von " 120 %" ) Zustimmung .
Und dass irgendwas gemacht werden muss , haben die Meisten verstanden.
Bis auf einige " starke Charaktere " ...

Und wer auf so Duseleien nicht schaut und mehr den Blick auf
Kohle , DAX ..u.s.w. richtet :
Die Versicherungen stellen sich auf immer höhere Versicherungsschäden ein
( Stichwort Hochwasser , Aartal , Brände u.s.w. ) .
Warum wohl ?
LG
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  #2047  
Alt 04.03.2026, 10:04
A. Lange A. Lange ist gerade online
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A. Lange ist ein sehr geschätzer Mensch dessen Wort hier Gewicht hat (Renommeepunkte mindestens +250)A. Lange ist ein sehr geschätzer Mensch dessen Wort hier Gewicht hat (Renommeepunkte mindestens +250)A. Lange ist ein sehr geschätzer Mensch dessen Wort hier Gewicht hat (Renommeepunkte mindestens +250)A. Lange ist ein sehr geschätzer Mensch dessen Wort hier Gewicht hat (Renommeepunkte mindestens +250)
AW: Wären wir jetzt politisch BLAU, wohin würde die Reise gehen?

Zitat:
Zitat von Against All Odds Beitrag anzeigen
Es ist niemandem entgangen, dass du dies gebetsmühlenartig wiederholst. Das wertet es inhaltlich aber nicht auf.
Und was ist genau an der Aussage falsch, die ich hier ständig wiederhole?

Es ist halt nun mal so, dass die Meisten die hier am lautesten über
den menschengemachten Klimawandel erzählen, am wenigsten aktiv
dafür tun.

Noch mal:
Jeder soll von mir aus einfach machen was er will.
Eine Yacht kaufen oder einen Ferrari (das kurbelt wenigstens die
Wirtschaft an).
Sich dann aber dann nicht über schmelzende Gletscher und 35 Grad im
Sommer aufregen!

Ich lebe mit und von der Natur und unternehme alles damit diese
erhalten bleibt. Mit Sicherheit mehr als jeder Andere hier!
Aber ich weiß, dass sich nichts ändern lässt, wenn wir nicht mehr in
Urlaub fliegen oder kein Auto mehr fahren!

Und wer anderer Meinung ist, soll halt einfach solche Dinge unterlassen!
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  #2048  
Alt 04.03.2026, 10:34
Allsquared Allsquared ist offline
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AW: Wären wir jetzt politisch BLAU, wohin würde die Reise gehen?

Zitat:
Zitat von Against All Odds Beitrag anzeigen
Bemühungen werden nicht dadurch lächerlich, dass sie unvollkommen sind. Die Idee, Engagement müsse makellos sein, bevor es gelten darf, ist keine Moral! Das ist die Lieblingsausrede jener, die gar kein Engagement zeigen wollen - und dabei Denken mit Triumphgeschrei verwechseln.
Das interessante dabei ist - die Argumentation ist ja "mein Flugreise ändert am Klimawandel gar nichts".
Das ist exakt die AfD-Argumentation "Deutschland alleine ändert am Klimawandel gar nichts".
Beides ist richtig.

Aber es gibt in Deutschland eine relativ große Gruppe von Menschen, die propagieren, Deutschland müsse eben mit gutem Beispiel vorangehen, das "mit gutem Beispiel vorangehen" aber nicht auf sich selbst beziehen.

Meistens sind das Besserverdiener, und es läuft darauf hinaus, dass der Klimaschutz von den finanziell schlechter gestellten gestemmt werden soll, weil diese sich dann einen Luxus wie eine Flugreise nicht mehr leisten können, sie selbst aber schon.
Das ist (im kleinen) die gleiche Denkweise wie bei Bill Gates, der ja auf Nachfrage nach seinem Privatjet und -jacht meinte, dass er das dürfe, da er ja sehr viel Geld für Klimalobbyismus ausgibt (d.h. er investiert Geld, um anderen Leuten Flugreisen zu verbieten, das ist sein Beitrag zum Klimaschutz und deswegen kann er so viel herumjetten wie er will).
Bei den meisten geschieht der Lobbyismus eben an der Wahlurne statt mit Geld, aber der Grundgedanke ist der gleiche.

Ich habe einen Kollegen, der keine Reise außerhalb Europas mehr unternimmt und innerhalb alles mit dem Zug macht. Davor habe ich Respekt. Aber die Leute, die FfF liken und am nächsten Tag Fotos von den Malediven posten, kann ich nicht ernst nehmen.
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  #2049  
Alt 04.03.2026, 11:56
Against All Odds Against All Odds ist offline
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Against All Odds kommt allgemein ganz gut an (Renommeepunkte mindestens +60)
AW: Wären wir jetzt politisch BLAU, wohin würde die Reise gehen?

Zitat:
Zitat von A. Lange Beitrag anzeigen
Und was ist genau an der Aussage falsch, die ich hier ständig wiederhole?
Habe ich jetzt schon zwei Beiträge zu geschrieben. Was habe ich so schlecht formuliert, dass du dem Denkweg nicht folgen konntest?

Zitat:
Es ist halt nun mal so, dass die Meisten die hier am lautesten über
den menschengemachten Klimawandel erzählen, am wenigsten aktiv
dafür tun.
Das behauptest du ständig. Hast du Einblick die persönlichen CO2-Bilanzen?
Irgendwelche Belege oder wenigstens Indizien? Bis dahin bleibt es ein Stammtischmärchen mit moralischer Selbstbeglückung.

Zitat:
Noch mal:
Jeder soll von mir aus einfach machen was er will.
Eine Yacht kaufen oder einen Ferrari (das kurbelt wenigstens die
Wirtschaft an).
Sich dann aber dann nicht über schmelzende Gletscher und 35 Grad im
Sommer aufregen!
Die sind vermutlich die unsichtbaren "Meisten" von den Abschnitt oben, oder?

Zitat:
Mit Sicherheit mehr als jeder Andere hier!
Würde ich erst einmal bis zum Beweis anzweifeln. Aber wenn es dir gut tut: Du kriegst die digitale Stammtisch-Goldmedaille im moralischen Hochsprung – Gratulation!

Zitat:
Aber ich weiß, dass sich nichts ändern lässt, wenn wir nicht mehr in
Urlaub fliegen oder kein Auto mehr fahren!
Ob das was bringt, hängt davon ab, wie du das "wir" in diesem Satz definierst.
Natürlich ist ein einzelner Schneeflockenbeitrag statistisch irrelevant. Merkwürdig nur, dass ausgerechnet bei der Verantwortung plötzlich jeder zum metaphysischen Minimalisten wird.


Zitat:
Zitat von Allsquared Beitrag anzeigen
Das interessante dabei ist - die Argumentation ist ja "mein Flugreise ändert am Klimawandel gar nichts".
Nein, das ist NICHT die Argumentation. Nicht einmal ein Teil von ihr.
Herrje, wie kommt man mit so wenig Leseverständnis durchs Leben?!

Zitat:
Das ist exakt die AfD-Argumentation "Deutschland alleine ändert am Klimawandel gar nichts".
Ja, strunzdumm. Und Deutschland ist beim Klimaschutz nicht allein. Und es muss auch nicht Vorreiter sein, aber mitmachen wäre schon schlau.


Zitat:
Meistens sind das Besserverdiener, und es läuft darauf hinaus, dass der Klimaschutz von den finanziell schlechter gestellten gestemmt werden soll, weil diese sich dann einen Luxus wie eine Flugreise nicht mehr leisten können, sie selbst aber schon.
Da sind sie wieder, die Geringverdiener... als hätte ich es geahnt...
Wie rührend: Der soziale Gedanke hebt endlich ab – allerdings nur bis zur Gepäckausgabe. Früher forderte man Brot für alle, heute Business Class für Bedürftige. Fortschritt nennt man das wohl, wenn die Illusion erschwinglicher ist als die Miete. Der Geringverdiener soll sich also den Luxus leisten können. Wie großzügig! Vielleicht nennt man Champagner demnächst Grundnahrungsmittel, damit das Preisschild nicht so wehtut.
Aber klar: Wer Geringverdiener entlasten will, schraubt natürlich zu allererst an Billigtickets...

Zitat:
Das ist (im kleinen) die gleiche Denkweise wie bei Bill Gates, der ja auf Nachfrage nach seinem Privatjet und -jacht meinte, dass er das dürfe, da er ja sehr viel Geld für Klimalobbyismus ausgibt (d.h. er investiert Geld, um anderen Leuten Flugreisen zu verbieten, das ist sein Beitrag zum Klimaschutz und deswegen kann er so viel herumjetten wie er will).
Bei den meisten geschieht der Lobbyismus eben an der Wahlurne statt mit Geld, aber der Grundgedanke ist der gleiche.
Na, endlich mal jemand, der den Klimaschutz komplett durchdenkt: Nicht als Verantwortung, sondern als Luxussteuer für die kleinen Leute. Selbstverständlich sind die Spielereien der Superreichen fürs Klima ein Desaster. Ja, es gibt wohlhabende Milieus, die Verzicht eher anderen zumuten als sich selbst. Das ist kritikwürdig. Aber daraus folgt nicht, dass jede politische Forderung nach Klimaschutz zur bloßen Klassenintrige wird. Oder jede Aufforderung nach persönlicher Verantwortung obsolet ist. Sonst landet man schnell bei der merkwürdigen Logik: Weil nicht alle konsequent sind, ist auch die Sache selbst erledigt.

Zitat:
Aber die Leute, die FfF liken und am nächsten Tag Fotos von den Malediven posten, kann ich nicht ernst nehmen.
Ist ja kein Widerspruch.
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  #2050  
Alt 04.03.2026, 13:47
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ElPlautz ElPlautz ist gerade online
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Beiträge: 539
ElPlautz trifft öfters den Nagel auf den Kopf (Renommeepunkte mindestens +100)ElPlautz trifft öfters den Nagel auf den Kopf (Renommeepunkte mindestens +100)
AW: Wären wir jetzt politisch BLAU, wohin würde die Reise gehen?

Da ist ja eine schöne Diskussion entstanden, Diskussionen sind erst mal gut.
Hat aber wenig mit politisch Blau zu tun, gehört eher in Klimawandel...
Deshalb hab ich hier weiter was dazu geschrieben.
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Alles ist nur ein Produkt deiner kranken Phantasie.
Du auch.
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