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Umfrageergebnis anzeigen: Welches Wirtschaftssystem bevorzugt ihr?
extremer Kapitalismus, soll jeder sehen, wo er bleibt 4 11,43%
Kapitalismus, jeder ist für sich selsbt verantwortlich 4 11,43%
sozialer Kapitalismus, also mit Absicherungen 19 54,29%
Sozialimus, der Mittelweg 2 5,71%
Kommunismus mit leichten Abstrichen, sonst funktioniert er nicht 3 8,57%
Kommunismus, Gerechtigkeit und Gleichheit für alle 1 2,86%
Ist mir so was von egal! 2 5,71%
Teilnehmer: 35. Sie dürfen bei dieser Umfrage nicht abstimmen

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  #11  
Alt 08.07.2003, 22:11
Walker Walker ist offline
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Walker ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
Zitat:
Original geschrieben von Oliman99
worauf man natürlich antworten könnte:

"Warum soll jemand, der in einem klimatisierten Büro einen ausfüllenden Job ausübt, dafür soziale Anerkennung erfährt usw. mehr verdienen, als jemand der beispielsweise die Gänge schrubbt."
Wegen Angebot und Nachfrage...
Aber ihr (du und Michi88) habt recht, was gerecht ist und was nicht, hängt immer vom Standpunkt des Beobachters ab.
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  #12  
Alt 09.07.2003, 12:28
Jaskula Jaskula ist offline
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Jaskula ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
Zitat:
Original geschrieben von Walker
Wegen Angebot und Nachfrage...
Aber ihr (du und Michi88) habt recht, was gerecht ist und was nicht, hängt immer vom Standpunkt des Beobachters ab.
Da die Nachfrage nach klimatisierten Bürojobs sicher größer ist als die nach schweißtreibenden Fließbandfertigungsjobs müsste demnach ein Arbeiter am Band bei Opel mehr verdienen als ein Manager des gleichen Hauses ?

Es ist in der Tat eine Frage der Sichtweise, was gerecht ist und was nicht. Es ist einfach immer dort nach dem Markt zu rufen, wo es einem in den Kram passt und andererseits permanent zu versuchen, Marktmechanismen außer Kraft zu setzen, wo es einem möglich erscheint.
Kapitalismus auch in der bei uns praktizierten Form der sozialen Marktwirtschaft funktioniert leider genauso wenig wie Kommunismus. Ursache dafür, daß weder das eine noch das andere auf Dauer gut läuft ist der Charakter des Menschen, der nun mal insgesamt gesehen als schlecht bezeichnet werden muß.

Der Kapatalismus ist das Kleinere Übel, solange die soiale Komponente in ausreichendem Maße berücksichtigt wird. Was zur Zeit passiert, wird auf Dauer sozialen Zündstoff erzeugen, der denjenigen auf die Füsse fallen wird, die sich jetzt kurzfristig Vorteile verschaffen möchten.

Die Schere zwischen Arm und Reich geht so lange auseinander, bis sie gewaltsam wieder zugemacht wird wie anno 1789. Dann geht's wieder von vorne los.
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  #13  
Alt 09.07.2003, 12:40
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Fozzi Fozzi ist offline
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Zitat:
Original geschrieben von Jaskula
...Was zur Zeit passiert, wird auf Dauer sozialen Zündstoff erzeugen, der denjenigen auf die Füsse fallen wird, die sich jetzt kurzfristig Vorteile verschaffen möchten....

In wie fern?
__________________
Das ist der ganze Jammer: Die Dummen sind so sicher und die Gescheiten so voller Zweifel.
Bertrand Russell
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  #14  
Alt 09.07.2003, 12:45
Jaskula Jaskula ist offline
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Zitat:
Original geschrieben von Fozzi
In wie fern?
Wenn ich dem was abnehme, der eh' so gut wie nix hat (inklusive Perspektiven), dann wird er sich das dort holen, wo er es sieht.

Sprich: Armut + Perspektivlosigkeit erzeugt Kriminalität

Frage: Warum muß ich alle Mittelständler entlasten, um diejenigen zu retten, die knapp vor der Pleite stehen ?
Unter den Mittelständlern finden sich nämlich die meisten Millionäre.
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  #15  
Alt 09.07.2003, 13:19
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Fozzi Fozzi ist offline
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Zitat:
Original geschrieben von Jaskula
Wenn ich dem was abnehme, der eh' so gut wie nix hat (inklusive Perspektiven), dann wird er sich das dort holen, wo er es sieht.
Sprich: Armut + Perspektivlosigkeit erzeugt Kriminalität
Hmmm, mal sehen was zu mehr Kriminalität in nächster Zeit führt: die EU-Erweiterung oder die Armut ?!

Zitat:
Frage: Warum muß ich alle Mittelständler entlasten, um diejenigen zu retten, die knapp vor der Pleite stehen ?
Unter den Mittelständlern finden sich nämlich die meisten Millionäre.
Das ist eine gute Frage, die ich Dir nicht beantworten kann. Für die Pleiten sind ja auch die verschiedensten Gründe verantwortlich.
Ich kann Dir aber sagen, was uns zur Zeit die größten Probleme macht (siehe oben): der Kündigungsschutz! Eine Entlastung des Mittelstandes würde uns nicht ansatzweise so viel bringen wie die Möglichkeit, uns von völlig unmotivierten und destruktiven Mitarbeitern zu trennen und dafür motivierte einzustellen. Das würde auch die Mitarbeiter wieder motivieren, die den Scheißdreck bzw. die Nichtleistung ihrer Kollegen ausbügeln müssen ....
__________________
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  #16  
Alt 09.07.2003, 15:23
alexjung alexjung ist offline
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Zitat:
Original geschrieben von Oliman99
"Warum soll jemand, der in einem klimatisierten Büro einen ausfüllenden Job ausübt, dafür soziale Anerkennung erfährt usw. mehr verdienen, als jemand der beispielsweise die Gänge schrubbt."
warum soll jemand vier jahre studium auf sich nehmen, dann mit riesen verantwortung chirurg sein, wenn er die gleiche anerkennung und das gleiche gehalt auch als fensterputzer bekommen kann?
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  #17  
Alt 09.07.2003, 15:30
Jaskula Jaskula ist offline
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Zitat:
Original geschrieben von Fozzi
Ich kann Dir aber sagen, was uns zur Zeit die größten Probleme macht (siehe oben): der Kündigungsschutz! Eine Entlastung des Mittelstandes würde uns nicht ansatzweise so viel bringen wie die Möglichkeit, uns von völlig unmotivierten und destruktiven Mitarbeitern zu trennen und dafür motivierte einzustellen.
Seh' ich durchaus ein, zumal genügend motivierte zur Verfügung stehen würden. Das Problem ist nur, daß die Möglichkeit jederzeit jeden entlassen zu können bei der momentan agierenden, extrem verantwortungsbewußt handelnden Managergarde binnen kürzester Zeit zur Implementierung des amerikanischen Hire and Fire -Systems führen würde.
Ein gangbarer Weg als Einigung zwischen sturen Gewerkschaftern und ebenso sturen Arbeitgebervertretern scheint zur Zeit kaum möglich.

Letztlich kann aber jedes Unternehmen nur erfolgreich sein, wenn es Aufträge hat. Sind diese nicht vorhanden, nützen weder Steuererleichterungen noch der Wegfall des Kündigungsschutzes (dieser Wegfall vernichtet Arbeitsplätze und schafft keine wie von Spaß-Guido immer behauptet - wodurch der Konsum weiter sinkt mangels Möglichkeit) etwas.
Im übrigen fördert das exzessive Anheben der Vorstandsgehälter (oder der Geschäftsführerbezüge) auch weder die Motivation der wieder mal leer ausgehenden Belegschaft noch den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens.
Raffgierige Chefetage ist m.E. mindestens so tödlich wie unmotivierte Mitarbeiter.
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  #18  
Alt 09.07.2003, 15:47
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Fozzi Fozzi ist offline
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Zitat:
Original geschrieben von Jaskula
Seh' ich durchaus ein, zumal genügend motivierte zur Verfügung stehen würden. Das Problem ist nur, daß die Möglichkeit jederzeit jeden entlassen zu können bei der momentan agierenden, extrem verantwortungsbewußt handelnden Managergarde binnen kürzester Zeit zur Implementierung des amerikanischen Hire and Fire -Systems führen würde.
Ein gangbarer Weg als Einigung zwischen sturen Gewerkschaftern und ebenso sturen Arbeitgebervertretern scheint zur Zeit kaum möglich.

Letztlich kann aber jedes Unternehmen nur erfolgreich sein, wenn es Aufträge hat. Sind diese nicht vorhanden, nützen weder Steuererleichterungen noch der Wegfall des Kündigungsschutzes (dieser Wegfall vernichtet Arbeitsplätze und schafft keine wie von Spaß-Guido immer behauptet - wodurch der Konsum weiter sinkt mangels Möglichkeit) etwas.
Im übrigen fördert das exzessive Anheben der Vorstandsgehälter (oder der Geschäftsführerbezüge) auch weder die Motivation der wieder mal leer ausgehenden Belegschaft noch den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens.
Raffgierige Chefetage ist m.E. mindestens so tödlich wie unmotivierte Mitarbeiter.
Volle Zustimmung!

Anmerkung: Raffgierige Chefetagen gibt es nach meinem Eindruck insbesondere da, wo der "Chef" ein kurz- bis mittelfristiges Ziel hat. Und das trifft weniger auf den Mittelstand den auf große Kapitalgesellschaften zu. Stichwort: Rationalisieren + Tantieme erhöhen
Aber man kann's halt schlecht verallgemeinern - schwarze Scharfe gibts überall genug ... !!!
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  #19  
Alt 09.07.2003, 16:07
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Original geschrieben von alexjung
warum soll jemand vier jahre studium auf sich nehmen, dann mit riesen verantwortung chirurg sein, wenn er die gleiche anerkennung und das gleiche gehalt auch als fensterputzer bekommen kann?
Und da liegt m.E. der Hase im Pfeffer.
Große Einkommen kann mit gutem Gewissen nur der beanspruchen, der auch große verantwortung trägt, bzw. ein Risiko eingeht.
Damit meine ich aber nicht die Verantwortung für die Mitarbeiter, die oft als so schwere Bürde angeführt wird. Diese Verantwortung endet doch in vielen Fällen mit dem einfachen Rausschmiss.

Insofern ist der Chirurg ein Beispiel bei dem ich zustimme, daß der sehr wohl mehr verdienen darf, als andere.

Anders sieht es da bei den sogenannten Managern aus. Diese tragen Verantwortung und Risiko. Doch im Gegensatz zu früher tendiert beides gegen Null.
Früher trug der Unternehmer das volle Risiko, weil er bei Mißerfolg sein Privatvermögen ebenfalls verlor. Dieses Risiko berechtigt meiner Meinung nach auch dazu, deutlich mehr verdienen zu wollen als jemand der kein Risiko eingeht. Aber wie sieht das heute aus. Als Mitglied der chefetage eines Unternehmens habe ich keine finanziellen Einlagen gebracht, kassiere gutes Gehalt und bei Mißerfolg kassiere ich 'ne Abfindung und gehe zum nächsten Unternehmen. Die Zeche zahlen die Mitarbeiter die auf die Strasse gesetzt werden und der Steuerzahler, der die Arbeitslosen mitbezahlen muß.

Man muß sich mal vorstellen, daß sich die Bezüge der Vorstände der großen Unternehmen auch bei ganz schlechten Bilanzen in Millionenhöhe bewegen. Mit welchem Recht ?
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  #20  
Alt 09.07.2003, 16:08
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Auch wenn wir etwas vom Thema abgekommen sind: interessante Diskussion.
@ Michi 88
Mit den Anhänseln wollte ich die Begriffe nur etwas genauer definieren, da es doch recht differenzierte Meinungen über die Definition von Kommunismus und Kapitalismus gibt. Wertungen liegen hier keineswegs vor. Ein Kommunist in meinem Sinne wird nun mal behaupten, dieses System sei gerecht und gleich - der Kapitaliust betrachtet das seinerseits mit Ironie
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