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Umfrageergebnis anzeigen: Re-Impact Holz im Einsatz???
Verbandsliga und höher - spiele Re-Impact 6 5,08%
Verbandsliga und höher - spiele kein Re-Impact 9 7,63%
unter Verbandsliga - spiele Re-Impact 30 25,42%
unter Verbandsliga - spiele kein Re-Impact 27 22,88%
Ich habe ein Re-Impact-Holz getestet und für gut (geeignet) befunden 15 12,71%
Ich habe ein Re-Impact-Holz getestet und für schlecht (ungeeignet) befunden 31 26,27%
Teilnehmer: 118. Sie dürfen bei dieser Umfrage nicht abstimmen

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  #91  
Alt 28.08.2003, 21:52
Benutzerbild von WildWilbur
WildWilbur WildWilbur ist offline
Misanthrop extraordinaire
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Re: Statement

Zitat:
Original von Felix Lingenau:

Ich habe selber einen Jugendlichen bei mir im Verein, der bei ersten Tests super begeistert vom Katapult war und sich sofort spürbar durch das Holz gesteigert hat. Nach einigen Wochen Training jedoch ging ihm wirklich die Präzision in der Technik verloren, das Ballgefühl ging immer mehr verloren. Ich habe ihm empfohlen das Re-Impact Holz wieder aus der Hand zu legen und zu seinem alten Holz zurückzukehren. Plötzlich spielt er wieder wie ein junger Gott hat sich nochmal gesteigert und wird die Re-Impacts sicher nie wieder anfassen. Und das ist gut so. Für ihn sind die Hölzer einfach nichts.
Tja, kann ich nur bestätigen. Geht mir nämlich genauso. Ich hab jetzt ca. 3 Monate (mind. 3 x die Woche) das Future T4 gespielt (VH: Magna 2.0, RH: Cermet 1.9) und war bis vor kurzem ziemlich angetan von dem Holz. Aus genau den Gründen, die Felix beschreibt: Sehr kontrolliert im Kurz/Kurz-Spiel, viele Reserven im Spiel nach vorne (durch den Katapult bedingt war Weniger = Mehr) und natürlich superleicht. Aber jetzt, wo sich langsam die Bewegungen eingeschliffen haben sollten, klappte es immer weniger. Ich musste mich wahnsinnig konzentrieren, um die (angepassten) Bewegungsabläufe auch durchzuziehen, was im Spiel (mit Zählen) nicht wirklich gelang. Wahrscheinlich hätte ich noch mehr Training gebraucht, aber jetzt hab ich halt die Lust verloren. Seit heute hab ich ein neues Holz (Andro Kinetic All+) und wieder meinen guten alten Desto F1 und gleich das erste Training war sehr vielversprechend. Obwohl ich wirklich das Gefühl hatte, einen Gewichtsschläger in der Hand zu halten (waren die Hölzer schon immer so schwer?...).

Ich werde aus besagten Gründen erstmal nicht weiter experimentieren (die neue Saison steht an). Ich halte aber nach wie vor das Holz für gut, nur zu aufwändig für mich in der Umstellung als (nicht besonders talentierter) Angriffsspieler. Innovationen stehe ich aber immer positiv gegenüber und ich bin auch nach wie vor der Meinung, das die Rendler-Hölzer eine Bereicherung für den Tischtennissport sind, und wenn es nur für das "Tischtennis des kleinen Mannes" ist. Im Endeffekt geht es nicht nur um den Erfolg (wie jemand hier anmerkte), sondern auch darum Spaß zu haben an unserem Sport. Und wenn jemand mit den Rendler-Hölzer mehr Spaß an Tischtennis gefunden hat, dann ist das wohl mehr als in Ordnung.

WW

P.S. Wenn jemand selbst mal testen möchte: Mein Holz steht unter Kaufen/Verkaufen (über den Preis kann man immer noch reden).
__________________
Zitat:
Zitat von Aquarius
du solltest dich nicht in dinge reinhängen, wovon du keine ahnung hast! mit sowas wie dir gebe ich mich überhaupt nicht ab, du bist ne ganz arme "sau"
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  #92  
Alt 28.08.2003, 21:57
Rudi Endres Rudi Endres ist offline
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Ich habe die vorangegangenen Beiträge nur überflogen und weiß nicht, ob der nachfolgende Aspekt zur Sprache kam:
Ein Produkt (Holz, Belag, Schuhe ...) wird nur in der absoluten Spitze zum Einsatz kommen, wenn
- es qualitativ gut ist,
- wenn ausreichend Erfahrungswerte vorliegen und
- wenn die jeweilige Firma in der Lage ist einen "Star" zu sponsern.
Gerade junge Unternehmen haben meist (noch) nicht genügend Rücklagen, um Werbeverträge abzuschließen. Daraus kann man aber nicht schließen, dass die Produkte für ein höheres Spielniveau ungeeignet wären.
Manche Firmen sind mit ihren Stars groß geworden. Beispiel: Die vorbildliche Zusammenarbeit zwischen Donic und den schwedischen Spitzenspielern.
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  #93  
Alt 29.08.2003, 01:30
Benutzerbild von macgyversworld
macgyversworld macgyversworld ist offline
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Hallöchen,

als erstes mal Danke für die zahlreichen Antworten.
Meine Umfrage bezog sich eigentlich erstmal nur darauf ob in den höheren Ligen Re-Impact gespielt wird, weil ich letztens eine Meinungsverschiedenheit hatte über die Eignung und daher mal sehen wollte wieviele der höher spielenden denn solch ein Holz spielen. Damit wollte ich für mich sehen ob es anscheinend geeignet für diese Spieler ist oder nicht.
Ich selber spielte bis gestern das Future T5 und war sehr zufrieden.
Hab es allerdings leider zerkloppt. Und hab seit heute das Future T4, was meiner Meinung nach eine ganz andere Ballrückmeldung gibt als das T5. Mal schauen ob ich damit zurecht komme, ansonsten geh ich weider zum T5 über.
Ich persönlich finde die Leichtigkeit der Hölzer wunderbar, damit kann ich meine Toppis auch ganz kurz hinterm Tisch, noch in der aufsteigenden Phase, wie es das moderne TT will, leichter ziehen.
Aber am meisten hat mich die tolle Kontrolle begeistert, denn mit meinem alten Holz "Gewo Power Reflex 40" ein Off- Holz hatte ich nicht so gute Kontrolle und hab vor allem im passiven Spiel viel mehr Fehler gemacht.
Ach so, eines wollte ich noch anmerken, ich würde es lieber sehen, wenn generell die Diskusionen auf sachliche Art geführt würden, denn alles andere ist sicher nicht im Sinne derer die hier die Beiträge lesen, gescheige denn im Sinne der "Redaktion"


Als dann Gruß

__________________
immer mit der Ruhe und dann mit SPIN
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  #94  
Alt 29.08.2003, 02:25
Benutzerbild von Felix Lingenau
Felix Lingenau Felix Lingenau ist offline
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Cool Statement

Da mein Name in diesem Thread schon gefallen ist will ich mich obwohl ich es eigentlich nicht mehr vor hatte auch mal wieder zum Thema Re-Impact hier äussern:

Als erstes die Frage nach meiner Spielklasse: Ich spiele im vorderen Paarkreuz der Landesliga, aber die Leute die mich kennen werden sicherlich bestätigen, daß Oberliga Mitte meiner Spielstärke eher entspricht.

Dann will ich darauf eingehen was meiner Meinung nach "das Besondere" an den Re-Impact Hölzern ist: Sie sind (in der Regel) sehr leicht (leichter als die meisten anderen Hölzer), haben einen ausgeprägten Katapulteffekt (stärker ausgeprägt als bei den meisten anderen Hölzern) und unterscheiden sich auch optisch (in Dicke und Form der Schlagfläche) deutlich von anderen Hölzern.

Diese Besonderheiten sind erst mal Fakt. Daher ist es für mich auch klar, daß diese Hölzer aufgrund ihrer auffallenden Besonderheiten Grund bieten darüber zu sprechen. Wie die einzelnen Besonderheiten gewertet werden ist jedoch von Spieler zu Spieler völlig unterschiedlich. Hölzer sind und bleiben wohl zu einem ganz großen Teil "Gefühlssache". Also entweder das Feeling stimmt, oder eben nicht. Und dabei kann das gleiche, ja sogar das selbe Holz in der Hand unterschiedlicher Spieler völlig unterschiedliche Bewertungen hervorrufen. Das gilt aber natürlich für alle Hölzer.

Auf Re-Impact Hölzer und ihre "Besonderheiten" bezogen drückt sich daß in Aussagen wie den folgenden aus:

Die Einen sprechen von wohltuender Leichtigkeit, die den Arm entlastet und neue Tempo- und Reaktionsmöglichkeiten freisetzt. Die Anderen erkennen durch die Leichtigkeit einen Präzisionsverlust in ihrer Technik und einen Verlust der Durchschlagskraft. Da Eindrücke immer subjektiv sind kann man nicht den einen über den anderen stellen. Beide Parteien haben recht.

Die Einen schätzen den Katapulteffekt der Hölzer; schwärmen davon wie gefühlvoll das Kurz-Kurz Spiel klappt und wie das Holz bei festen Schlägen förmlich explodiert und angeahnte Temporeserven offenbart. Die Anderen widerum sprechen von einem schwammigen Gefühl, beklagen eine ungenaue Rückmeldung und bekommen den Ball einfach nicht dahin wo sie ihn haben wollen. Auch hier muss man doch beiden Gruppen Glauben schenken. Alle haben recht!

Über die Optik und Geschmäcker lässt sich sowieso vortrefflich streiten. Man muss bereit sein denen, die der letzten Gruppe angehören das ohne Einschränkungen zuzugestehen. Aber auch die erste Gruppe wird die Hölzer nicht spielen um sich zu schwächen.

Ich habe selber einen Jugendlichen bei mir im Verein, der bei ersten Tests super begeistert vom Katapult war und sich sofort spürbar durch das Holz gesteigert hat. Nach einigen Wochen Training jedoch ging ihm wirklich die Präzision in der Technik verloren, das Ballgefühl ging immer mehr verloren. Ich habe ihm empfohlen das Re-Impact Holz wieder aus der Hand zu legen und zu seinem alten Holz zurückzukehren. Plötzlich spielt er wieder wie ein junger Gott hat sich nochmal gesteigert und wird die Re-Impacts sicher nie wieder anfassen. Und das ist gut so. Für ihn sind die Hölzer einfach nichts.

Ich kann aber auch von einem anderen hochtalentierten Jugendlichen aus meinem Verein berichten, der von Anfang an gut zurecht kam und bis heute mit dem Material optimal zufrieden ist. Vor allem im Topspinspiel am Tisch hat er von Anfang an zugelegt. Das Kurz-Kurz Spiel ist erst mit der Trainingszeit besser geworden, jetzt ist es richtig gut. Er beherrscht das Holz von vorne bis hinten und zieht viele Vorteile daraus. Vor allem kann er in der Schlagbewegung einiges verkürzen, was ohne das Holz für ihn nicht ginge. Für ihn passt das Holz einfach optimal. Auch das muss man wahrnehmen, aktzeptieren und unterstützen.

Dann gibt es da noch die Frage nach der Eignung der Rendler Hölzer. Ist das jetzt was speziell für Noppis? Oder kann man da auch mit beidseitig Noppen innen spielen?

Ich persönlich finde, daß man keinen pauschalen Unterschied zwischen den beiden angesprochenen Gruppen machen kann. Jeder ist vielleicht auch ein Stückchen durch seine persönlichen Erfahrungen eingeengt und voreingenommen, so sicher auch bei mir, aber ich denke sogar, daß sich die Rendlers gerade für das Spiel mit noppen innnen Belägen eignen. Anfangs waren die Rendlers ja wirklich nur Materialexperten (die oft Noppenspieler sind) bekannt und dementsprechend haben sie die Vorteile für die Noppenspieler auch entdeckt und propagiert, so daß sich die Hölzer in dieser Szene schneller ausgebreitet haben. Ich habe für mich die Vorteile für Noppen innen Spieler erkannt und meine Erfahrungen ebenfalls weiter gegeben. Das ist warscheinlich auch der Grund warum ich viel mehr Leute mit Rendler Holz kenne die Noppen innnen spielen als Leute die diese Hölzer mit Noppen belegen. In meinem Umfeld kann ich keine signifikante Abweichung vom normalen Schnitt erkennen. In wieweit das jetzt repräsentativ ist vermag ich nicht zu beurteilen. Ist aber letztenendes auch völlig egal, wenn jeder muss im Endeffekt sowieso selber feststellen ob er mit den Re-Impacts zurecht kommt ode rnicht, bzw. ob er sie überhaupt testen will. Das geht alleine schon aus meiner vorherigen Aussage über das "Ernstnehmen" der subjektiven Empfindungen hervor.

Ganz am Schluss komm ich dann auch endlich auf das Threadthema zu sprechen Hier also meine Meinung zur Eignung der Re-Impact Hölzer für das "moderne" Tischtennis.

Ganz richtig hat da schon jemand erkannt, daß da zunächst erst mal definiert werden muss was denn überhaupt modernes Tischtennis ist. Wer will das entscheiden? Natürlich wird man sich da in einer kontroversen Diskussion mit allen Tischtennislehrern nie hundertprotzentig einig werden, aber im Endeffekt tut man wohl gut daran die Vorgaben aus der Spitze zu Grunde zu legen. Nur wenn man sich als Basistrainer zumindest im Großen und Ganzen daran orientiert kann man über eine gute Zusammenarbeit mit der Spitze einen Nachwuchsspieler ganz nach vorne bringen. Was also liegt näher als die Ergebnisse der letzten hauptamtlichen Trainertagung und die dort beschlossenen Trainingsschwerpunkte zumindest als Grundlage anzuerkennen? Damit wir hier eine einheitliche Grundlage haben empfehle ich jedem diese vor einer weiteren Diskussion gründlich zu studieren.

Unter dem oben gegebenen Link könnt ihr die Vorgaben in ihrer Vollständigkeit nachlesen. Daß Themen wie taktischer Einsatz von Aufschlägen, Kreativität und Beinarbeit eher irrelevant für die Beurteilung der Eignung der Re-Impact Hölzer bzgl. des modernen Tischtennis sind dürfte klar sein. Daher filtere ich mal die folgenden Ergebnisse heraus. Sollte jemand mit meiner Auswahl nicht zufrieden sein, kann er sich ja gerne melden. Also ich halte eine Konzentration der Aufmerksamkeit auf die folgenden Punke für sinnvoll:

Zitat:
Rückschlag

1. In Grundposition Schläger über Tischniveau

2. Das Rückschlagverhalten wird aggressiver

Eröffnung

1. Weiterhin Effettopspin mit tieferem Schlagansatz forcieren

2. Auf halblange und lange Bälle aber auch vermehrt mit höherem Schlagansatz feste Topspins einsetzen

3. Schläger wie bei allen Verbindungen (zunächst) über Tischniveau lassen

Passiv-Aktiv-Spiel / Nachspielen

1. Der RH-Blockspin ist die bedeutenste Passiv-/Aktivtechnik im RH-Bereich

2. Der VH-Blockspin mit kurzer Ausholbewegung als dominierende Technik aus Mitte und VH-Seite

3. Eine kurze RH-Topspintechnik soll zum Nachspielen vorrangig (anstelle des Konterns) verwendet werden

Allgemeine technische Grundsätze

2. Handgelenk- und Unterarmeinsatz müssen bei der Schulung von VH- und RH-Techniken stärker betont werden.
@Patman: Ich glaube übrigens, daß ich das schonmal geschrieben habe mit dem höheren Schlagansatz und dabei auf Helmut Hampel verwiesen hatte. Vielleicht hattest du das damals ja schon gelesen.

Ich versuche mal die oben zitierten Vorgaben in Tendenzen zusammenzufassen:

Die allgemeinen technischen Entwicklungen laufen auf höhere Schlagansätze (Ausnahmen bestätigen die Regel), höhere Aggressivität und mehr Spinspiel hinaus. Ausserdem kristallieren dich Tendenzen heraus, die eine verkürzte Schlagbewegung mit verstärkten Unterarm und Handgelenkeinsatz fordern.
Die Frage ist also, ob die Re-Impact Hölzer diese technischen Prinzipien besser, gleich gut oder schlechter unterstützen als andere Hölzer, wenn man einen Anhaltspunkt zur Ausgangsfrage bekommen möchte.

Da bemerkenswert viele Spieler davon berichten, daß mit den Re-Impacts der Schläger beim Topspin noch weiter geschlossen werden kann als bei anderen Hölzern würde ich das als Hinweis sehen, daß gerade die modernen Topspins tischnah mit stark geschlossenem Schlägerblatt und höherem Schlagansatz optimal von den Re-Impacts unterstützt werden.

Der hohe Katapulteffekt und die hohe Energiebereitstellung im Speziellen der Hölzer mit Buche Aussenfurnieren (diese halte ich im Übrigen gerade im hochklassigen Bereich den Limba Hölzern für deutlich überlegen) sorgt dafür, daß mit extrem wenig Aufwand gespielt werden kann. Eine optimale Vorraussetzung um die Schlagbewegungen beim Topspin zu verkürzen. Das geringe Gewicht schon dabei den Bewegungsapparat. Allerdings halte ich auch kein anderes Holz für so schwer, daß ich ihm "Schädlichkeit" unterstellen würde.
Auch die Tendenz zu mehr Aggressivität und Spin ist meines Erachtens eine Steilvorlage für die Re-Impacts, wobei ich das weniger objektiv als mehr subjektiv durch eigene Erfahrungen belegen kann.

Also aus meiner ganz persönlichen Sicht, sind die Re-Impact Hölzer zumindest prinzipiell geradezu bestens für das moderne Tischtennis gerüstet. Während ich (weil ich da einen kleineren Erfahrungsschatz habe) wirklich nicht abschliessend sagen kann wie ich die Hölzer zu ihrer Eignung mit Material beurteilen soll (aber das können dafür ja viele andere hier), bin ich mir bei der Eignung für modernes Spinspiel eigentlich sicher, daß die Hölzer wunderbar geeignet sind.

Jetzt aber Schluss mit der Lobhudelei, denn natürlich werden die genannten Vorteile (wie fast immer) auch durch dadurch entstehende Nachteile "erkauft". Abgesehen davon, daß es natürlich gar nichts bringt wenn das Holz noch so viele Vorteile hat, wenn man einfach nicht damit umgehen kann, oder kein Gefühl dazu findet (siehe auch die oben genannten Aussagen der beiden "Parteien"), sehe ich auch ganz objektive Nachteile:

Die gute Unterstützung des Topspinspiels geht meiner Meinung nach auf Kosten eines kontrollierten und vor allem effetreichen Schupfspiels. Die Förderung des aktiven Spiels beim Rückschlag und Block geht auf Kosten der Kontrolle bei passiver gespielten Schlägen. Und ich habe sogar den Eindruck (dies ist nun aber doch wieder stark subjektiv geprägt), daß man anfälliger auf Unterschnitt wird. Eine richtige Erklärung habe ich dafür allerdings noch nicht. Bei der Leichtigkeit habe ich ja schon angesprochen, daß einige Spieler Präzisionsverluste ihrer Technik bemerken.

Letztlich wird jeder Spieler schon nach einer ernsthaften Trainingseinheit bemerken, ob er grundsätzlich mit den Rendler Hölzern zurecht kommt oder nicht. Sollte er zurecht kommen, dann zeigt es sich erst etwas längerfristig ob für ihn die Vor- oder Nachteile überwiegen. Beides ist durchaus möglich.

Eine Pauschalaussage, daß Re-Impact Hölzer für modernes Tischtennis nicht geeignet sind kann man aber auf keinen Fall gelten lassen. Prinzipiell halte ich eher das Gegenteil für den Fall.

Da hier dann auch noch ganz konkret über Spielklassen diskutiert wurde will ich auch dazu noch ganz kurz meine wohlgemerkt persönliche Meinung zum Besten geben:

Im unteren Leistungsbereich treffen die Re-Impacts offensichtlich auf viele Liebhaber. Dabei überzeugen sie meist durch ihre Leichtigkeit, ihre Spielfreude (Katapult) und die gute Kontrolle. Allerdings will ich nicht verschweigen, daß auch in diesem Leistungssegment duchaus Urteile gegenteiliger Art gefällt werden. Dennoch, die Häufung kann kaum ein Zufall sein und scheint ja auch selbst von den meisten Kritikern anerkannt zu sein. Im mittleren Leistungsbereich, den ich jetzt einfach mal von ca. Bezirksliga bis ca. Regionalliga unten oder Mitte ansetze sind die Hölzer verschieden stark verteilt. Eindeutig ist es so, daß ich mehr Bezirksliga Spieler mit Re-Impact kenne als Oberliga oder gar Regionalliga Spieler, wobei es die durchaus gibt. Ich weiß nicht wie das protzentual aussehen würde. Es gibt ja auch einfach weniger Oberliga oder Regionalliga Spieler als Bezirksliga Spieler. Ist aber auch egal, denn solange es keine repräsentative Erfassung gibt bleibt es bei der Spekulation. Ich würde sogar tippen, daß sich das prozentual gesehen nicht viel tut. Aber wie gesagt das ist nur spekuliert.

Was ich aber auf jeden Fall behaupten will ist, daß in diesem genannten (sehr wohl breitem) Leistungssegment in seiner vollen Breite die Re-Impacts ihre Daseinsberechtigung haben. Die (möglichen) Vorteile in Bezug auf das Spiel mit Spin habe ich ja schon eingehend erläutert. Insofern kann ich mir vorstellen und sehe es auch an mir selber, daß man da mit den Hölzern Vorteile für sich herausholen kann. Wohlgemerkt "kann", denn sicherlich wird es nicht jedem so gehen. Dennoch, eigentlich wird in diesem Leistungssegment noch mit relativ wenig Unterschnitt gespielt und der Großteil der Spieler gehört der Gruppe an, die zumindest versucht relativ "modern" zu spielen. Insofern sähe ich für viele Spieler in diesen Klassen einen Test der Re-Impacts als absolut lohnenswert an.

Darüber beginnt ein Leistungsbereich, bei dem ich einfach nicht mehr in der Lage bin das zu beurteilen. Da habe ich einfach zu wenig Erfahrung. Ich selber bin mit meiner Spielstärke einfach so weit entfernt, daß ich durch Eigenerfahrungen keine Chance auf Erkenntnisse habe. Auch habe ich auf diesem Niveau keine so gut ausgeprägten persönlichen Kontakte zu Spielern, daß ich daß mit ihnen schon ausführlicher diskutieren oder austesten hätte können. Vielleicht ändert sich das aber ja nochmal. Interessant fände ich das durchaus.

Trotz der selbst diagnostizierten fehlenden Beurteilungsfähigkeit auf diesem Niveau kann ich mir aber dennoch vorstellen, daß es zu Problemen kommen könnte. Ab diesem Niveau setzt einfach eine ganz neue Qualität der Schläge ein. Es ist viel mehr Rotation und deutlich präzisere Platzierungen im Spiel. Natürlich auch Dynamik etc. Vor allem aber das Argument mit der Rotation lässt mich zweifeln ob die Rendlers auf dem Niveau noch geeignet sind, denn ich könnte mir vorstellen, daß die immer mal wieder nötigen Returns mit Unterschnitt zu rotationslos und/oder unpräziese sind und somit den Aufschläger zum "Vollenden" einladen. Es kann aber auch durchaus sein, daß die Spieler auf diesem Niveau technisch und vom Feeling her so viel besser sind, daß ihnen auch diese Schläge mit den Rendler Hölzern ausreichend gut von der Hand gehen und diese somit weiterhin im Rennen bleiben?! Wie gesagt - ich kann das abschliessend nicht beurteilen...

Hm... noch Fragen? Gute n8
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"Abwehr ist die beste Verteidigung" Kai Ströde 2006.

Alles zu meinem Verein: www.tvhude.de
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  #95  
Alt 29.08.2003, 06:54
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Felix, danke für diesen super Beitrag. Er war informativ, sachlich, fair, einfach gut!!! Super!
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  #96  
Alt 29.08.2003, 07:09
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Zitat:
Original von Volkmar:

Wenn die Hölzer schon perfekt gewesen wären, dann hätte es doch keine Veranlassung gegeben, die Limba-Serie aufzulegen.

Gruß, Volkmar
@Volkmar:
Ein perfektes Produkt gibt es nicht. Und ein gutes Produkt nicht weiterzuentwickeln ist so ziemlich das Dümmste, was man als Hersteller machen kann.
Die Limba-Serie war ja wohl anfangs als langsamere Alternative zu Buche gedacht, woraus dann später eine vollwertige Alternative wurde. Nun ist die "Evolution" so weit vorangeschritten, dass Limba mehr als nur eine Alternative ist.
Mein aktuelles Testholz ist übrigens wiederum eine Weiterentwicklung und es hat gar kein Limba-, sondern Buche-Anegre-Deckblätter. Trotzdem ist es so kontrolliert, wie Limba...
Genau das schätze ich ja an Re-Impact: Dort beschränkt sich die Weiterentwicklung nicht auf hohle Griffschalen, Kügelchen im Griff und ähnlichen Firlefanz.

@Felix:
Spitzenbeitrag!!!
Wenn ich "Deine" Definition als Grundlage nehme, muss ich mich bei Re-Impact und TT-News gleichermassen dafür bedanken, zu einem halbwegs modernen Tischtennisspieler mutiert zu sein.

Gruss,
Jan
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Ich sage immer die Wahrheit - sogar, wenn ich lüge!

Geändert von IT-one (29.08.2003 um 09:02 Uhr)
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  #97  
Alt 29.08.2003, 07:38
Volkmar Volkmar ist offline
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@ Felix

Der höhere Schlagansatz ebenso wie die Tendenz zu verkürzten Bewegungen ist nicht so neu. Wahrscheinlich war Timo Boll nur der erste, der das im Spitzenbereich konsequent umgesetzt hat.

Die kurzen Bewegungen lehrt der ehemalige Trainer meines jetzigen Vereins schon seit ewigen Zeiten, der war früher mal iranischer Nationaltrainer.

Gruß, Volkmar
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  #98  
Alt 29.08.2003, 07:43
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Joachim Voigt Joachim Voigt ist offline
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Zitat:
Der höhere Schlagansatz ebenso wie die Tendenz zu verkürzten Bewegungen ist nicht so neu.
Naja, so neu wie das Frischkleben eben. Und sie haben jetzt erstmals Eingang in einen Lehrplan gefunden (zumindest in D). So ewig gibt es das noch nicht, wobei Timo ja auch schon seit >10 Jahren TT spielt.

Zitat:
Die kurzen Bewegungen lehrt der ehemalige Trainer meines jetzigen Vereins schon seit ewigen Zeiten, der war früher mal iranischer Nationaltrainer.
Seit ewigen Zeiten sicher nicht, weil mit ungeklebten Material geht das nicht (richtig).

Fakt ist: Die Bewegungen haben sich in den letzten Jahren immer weiter verkürzt, das hängt auch mit dem Material zusammen. Jetzt sind wir (vermutlich) am "kurzen" Limit angelangt.

Viele Grüße
Joachim
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  #99  
Alt 29.08.2003, 07:48
Volkmar Volkmar ist offline
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Zitat:
Original von ausmzoo:

Naja, so neu wie das Frischkleben eben. Und sie haben jetzt erstmals Eingang in einen Lehrplan gefunden (zumindest in D). So ewig gibt es das noch nicht, wobei Timo ja auch schon seit >10 Jahren TT spielt.


Seit ewigen Zeiten sicher nicht, weil mit ungeklebten Material geht das nicht (richtig).

Fakt ist: Die Bewegungen haben sich in den letzten Jahren immer weiter verkürzt, das hängt auch mit dem Material zusammen. Jetzt sind wir (vermutlich) am "kurzen" Limit angelangt.

Viele Grüße
Joachim
Das zeigt doch nur, daß der DTTB bisher etwas hinterm Mond war, was den Lehrplan angeht. Frischkleben gibt es ja schon länger als 10 Jahre. Tatsächlich hat das nicht Waldner erfunden, der hat das nur perfektioniert. Das waren viel früher die starken Ungarn Jonyer, Gergely und Klampar. Und das war teilweise noch in den 70ern und den Anfangs-80ern.

Gruß, Volkmar
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  #100  
Alt 29.08.2003, 08:00
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Joachim Voigt Joachim Voigt ist offline
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Joachim Voigt ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
Zitat:
Das zeigt doch nur, daß der DTTB bisher etwas hinterm Mond war, was den Lehrplan angeht.
Das hattest Du zwar lange Recht, aber so wie Du es dann darstellst stimmt es auch nicht. Frischkleben in größerer Breite in der Spitze gibt es seit Ende 80er/Anfang 90er. Bis sich so etwas nach unten zieht und in einen Lehrplan Einzug hält, dauert es - zu Recht - lange. Erst seit ca. 2-3 Jahren ist Frischkleben so "normal" und verbreitet, daß man es in einen allgemeingültigen Lehrplan aufnehmen kann. Dazu müssen nämlich dann auch die Spieler an der Basis (Nachwuchs) in der Lage sein, diese Technik zu erlernen und eben das nötige Material haben. Wie wir an diesem Beispiel sehen, kann so etwas durchaus 20-30 Jahre dauern.
Übrigens: Wenn dieser Trainer das allen Kindern beibringt, dann halte ich das nach wie vor nicht für gut. Technik ist individuell und nur weil etwas moderner ist, noch lange nicht für alle anwendbar. Das gilt insbesondere für kurze Bewegungen. Denn Bewegungen zu verkürzen ist leichter als umgekehrt.
Im aktuellen Lehrplan ist die Beschreibung auch noch nicht für die ganz kurze Bewegung und ich finde es gut, daß das Technik-Leitbild so bleibt und nicht an die Spitze angelehnt wird. Für die Spieler mit Perspektive und den entsprechenden Möglichkeiten ist der Trainer verantwortlich eine angepasste "moderne" Technik zu schulen.

Viele Grüße
Joachim
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