Zurück   TT-NEWS Tischtennis Forum > Fachforen > Technik - Taktik - Training - Vorsätze und Zielerreichung
Registrieren Hilfe Kalender

Technik - Taktik - Training - Vorsätze und Zielerreichung Hier könnt Ihr Fragen und Tipps rund um die Themen Technik, Taktik und Training loswerden. Spieler und Trainer können hier Erfahrungen austauschen und Trainingswillige von ihren alltäglichen Problemen und Zielen berichten.

Umfrageergebnis anzeigen: Worauf richtet sich deine visuelle Wahrnehmung während den Ballwechseln?
Ich konzentriere mich auf den gegnerischen Schläger/Ball-Kontakt. 85 72,65%
Ich konzentriere mich auf den Tisch/Ball-Kontakt auf meiner Hälfte. 30 25,64%
Ich konzentriere mich auf den eigenen Schläger/Ball-Kontakt. 33 28,21%
Ich konzentriere mich auf den Tisch/Ball-Kontakt auf der gegnerischen Hälfte. 21 17,95%
Multiple-Choice-Umfrage. Teilnehmer: 117. Sie dürfen bei dieser Umfrage nicht abstimmen

Antwort
 
Themen-Optionen
  #101  
Alt 11.06.2006, 00:30
Javaguru Javaguru ist offline
Plant Powered Athlete
Foren-Stammgast 2000
 
Registriert seit: 06.02.2006
Ort: Kreis Recklinghausen
Alter: 57
Beiträge: 2.889
Javaguru ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
AW: Visuelle Wahrnehmung

Zitat:
Zitat von martinspin
Noch offene Fragen bezüglich Wahrnehmung und Spielsystem:

1. Wann ist es besonders wichtig, neben dem gegnerischen Balltreffpunkt die ankommende Flugkurve vor dem Tischkontakt genau im Auge zu behalten?

2. Wann ist es zusätzlich wichtig, den Ballabsprung auf der eigen Hälfte präzise zu beobachten?

3. Wann ist es wichtig, die Flugkurve nach dem Tischkontakt genau zu verfolgen?

Gruss
Martin
Meiner Meinung nach ist die Antwort auf alle drei Punkte:
Wenn nicht genau genug erkannt werden konnte, wie der Gegner den Ball am Treffpunkt geschlagen hat. Also wenn ich z.B. nicht erkennen konnte, welche Rotation gespielt wurde und wie der Schlägerwinkel war. Dann habe ich ja keine andere Chance, als den Schlag anhand der Flugkurve und des Absprungverhaltens lesen zu können.
Dadurch ist man natürlich in einer wesentlich schlechteren Position, als wenn man direkt die Schlaginformation erkennen kann. Bei uns ist jemand im Verein, bei dem kann man nur ganz spät erkennen, wohin er den Ball spielt. Erst in letzter Sekunde kann er noch die Hand abwinkeln und überrascht uns alle immer wieder auf dem falschen Fuß. Er ist zwar nicht sonderlich stark, aber solche Situationen sind mir zumindest dennoch immer unangenehm.

Zum generellen Thema kann ich nicht viel beisteuern, nur mein eigenes Verhalten kurz darlegen. Ich merke ganz deutlich, dass meine Bewegung zum Ball und meine Schlagtechnik viel besser ist, wenn ich den Ball wirklich konzentriert im Auge behalte. Leider halte ich das oftmals nicht lange durch, 2-3 Ballwechsel, dann ist Schluß. Ebenso wachse ich dann aus der gebückten Haltung hervor zum Standbild einer deutschen Eiche.
Die Konzentration auf den Ball halte ich für wesentlich, und wenn ich wüsste, wie ich das verbessern könnte, dass ich konzentriert auf den Ball schaue, bis der Punkt entschieden ist, würde ich auch daran arbeiten.
Verliere ich diese Konzentration, achte ich eigentlich meist nur so bis zum Netz, vielleicht noch etwas weiter. Aber den eigenen Balltreffpunkt nehme ich überaupt nicht wahr, geschweige denn dass ich darauf achte. Sollte ich das wohl ändern? Ich habe noch nie darauf geachtet, wie weit die Topspieler den Ball im Blick haben - weiss das jemand von Euch?

Um noch einen weiteren visuellen, aber mehr taktischen Aspekt hinzuzufügen:
Habt Ihr schon mal darauf geachtet, ob Ihr bei all der Wahrnehmung des gegnerischen Schlages, der Flugkurve usw. auch auf die Stellung und Bewegung des Gegners achtet? Ich für meinen Teil muss hierbei beichten, dass ich fast nie weiß, wo mein Gegner steht. Außer beim Aufschlag oder wenn er hinter dem Tisch passiv verteidigt, sprich der Ball lange unterwegs zu mir ist. Ansonsten achte ich nicht darauf und spiele taktisch auf gut Glück. Auch nicht gerade optimal...
Eine A-Trainerin sagte mal, dass sie in einer Trainingseinheit - ich weiß nicht mehr auf welchem Niveau - die Leute extra angewiesen hat, dem Gegenüber nicht auf den Schläger zu spielen. Und siehe da - die wenigsten waren wohl in der Lage dazu.

Menno, Tischtennis ist ganz schön komplex - worauf man alles achten muss.
Mit Zitat antworten
  #102  
Alt 11.06.2006, 01:52
Benutzerbild von martinspin
martinspin martinspin ist offline
let it flow...
Foren-Stammgast 3000
 
Registriert seit: 09.02.2003
Beiträge: 3.239
martinspin ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
AW: Visuelle Wahrnehmung

Hoi Javaguru

Zitat:
Zitat von Javaguru
Ich habe noch nie darauf geachtet, wie weit die Topspieler den Ball im Blick haben - weiss das jemand von Euch?
Die Profis achten sehr genau sowohl auf den eigenen Ballkontakt als auch auf den Gegnerischen. Der Kopf dreht dabei mit.

Gruss, martinspin
__________________
TIBHAR Evolution MX-S 1.8 | STIGA Hornet | DER MATERIALSPEZIALIST Hellcat OX
Mit Zitat antworten
  #103  
Alt 11.06.2006, 09:53
Topspintom Topspintom ist offline
registrierter Besucher
Junior-Forenmitglied
 
Registriert seit: 09.06.2006
Ort: Hamburg
Beiträge: 49
Topspintom ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
AW: Visuelle Wahrnehmung

Zitat:
Zitat von martinspin
Hallo Leute

Ein Thema, an das ich immer wieder stosse, ist die visuelle Wahrnehmung. Visuelle Wahrnehmung ist sicher auch ein Bestandteil der Antizipation, wobei diese neben der Wahrnehmung auch noch Erfahrungswerte mit einbezieht.

In diesem Thread geht es mir ausschliesslich nur um die Wahrnehmung. Dazu gibt es eine kleine Umfrage, die Anregung bieten soll, das Thema zu reflektieren. Ich bin der Meinung, dass die Wahrnehmung ebenso geschult werden soll, wie Schlagtechniken. Ich würde sogar so weit gehen und die Schulung der visuellen Wahrnehmung zur Technikausbildung zu zählen.

Was mir bei mir auffällt ist, dass ich oft schon eine Idee habe, was ich mit dem Ball anstellen will und dabei der Flugkurve des Balls zu wenig Beachtung schenke. Das führt nicht selten dazu, dass ich Bälle angreife, die gar nicht mal so günstig für einen Angriff daherkommen. Am stärksten wirkt sich das aus bei meinen Return, bei denen ich recht zu wenig erkenne, was da auf mich zukommt.

In der Trainingsvideos der Schweden wird immer wieder darauf hingewiesen, wie wichtig es ist, den Ball städig im Auge zu behalten. Schaut man den Leuten zu, bewegen sie fortwährend den Kopf von vorne nach hinten, um den Ball ständig wahrzunehmen.

Ich bin mir sicher, dass ich mich zu stark auf meine Aktionen konzentriere und den Ball dabei zu wenig beobachte.

Wie sieht das Ganze bei euch aus und was denkt ihr über visuelle Wahrnehmung? Trainiert irgendjemand von euch Solches ganz bewusst oder passierte das einfach von alleine?

Gruss
Martin

Also ich habe mich auch schon damit beschäftigt und habe auch deine Punkte probiert und bin darauf gekommen, dass wenn man dem Gegner zuschaut und dann den Ball (kurz nach dem Schlag) ansieht dann kann ich mich
am besten auf den kommenden Ball einstelle.Als erstes habe ich meine Technik trainiert. Dann die oben genannte Variante der Wahrnehmung, dabei ist mir aufgefallen, dass wenn ich mich bewusst darauf konzentriere, dass auch meine Technik viel besser wurde, Automatisch viel besser wurde. Mit der Zeit habe ich es dann geschafft meine Wahrnehmung zum Ball so zu Schulen, dass alles automatisch ging die Technik und die Wahrnehmung. Die Ballbeachtung habe ich mit dem Ball Roboter trainiert indem ich ihn so eingestellt habe, dass er manchmal schnell manchmal langsam den Ball gebracht hat, auch abundzu auf die RH und in die Mitte. Die Schlagbeachtung
habe ich mit einem Spieler trainiert der Ballonabwehr gespielt hat jedoch auch manchmal nur Ballonabwehr vorgetäuscht und einen Seitschnitt gespielt hat, das hat die Wahrnehmung sehr beansprucht. Dies hat dazu auch beigetragen, dass ich meine Technik und die Wahrnehmung automatisiert habe und mich nun auf jeden Ball vorbereiten kann, ausserdem ist meine Fehlerquote enorm gesunken. davor kamen 50 von 100 bällen auf einen Topspin nicht, jetzt sind es gerade mal 5 maximal 8 Bälle.

Gruß Topspintom
Mit Zitat antworten
  #104  
Alt 11.06.2006, 10:21
Javaguru Javaguru ist offline
Plant Powered Athlete
Foren-Stammgast 2000
 
Registriert seit: 06.02.2006
Ort: Kreis Recklinghausen
Alter: 57
Beiträge: 2.889
Javaguru ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
AW: Visuelle Wahrnehmung

OK, dann ist das also keine subjektive Einbildung und ich sollte weiter daran arbeiten.
Mit Zitat antworten
  #105  
Alt 17.10.2008, 01:44
Benutzerbild von martinspin
martinspin martinspin ist offline
let it flow...
Foren-Stammgast 3000
 
Registriert seit: 09.02.2003
Beiträge: 3.239
martinspin ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
AW: Visuelle Wahrnehmung

Hoi zäme

Ich hohle diesen Thread wieder rauf, weil er für mich aktuell ist. "Topspintom" hat es sehr gut ausgedrückt. Es geht um den Zusammenhang von Sehen und Koordinieren.

Ich steh an dem Punkt, wo mich Techniktraining nicht wirklich weiterbringt. Grundtechniken beherrsche ich. Es nützt einfach nix, wenn ich schlecht erkenne, was für ein Ball ankommt. Ist er kurz, halblang oder lang? Ist wenig, mittel oder viel Rotation drin? Da ich mit Noppen auf der RH spiele, bekomme ich oft halblange Bälle mit wenig Rotation zurück. Diese anzugreifen fällt mir sehr schwer. Ich merke erst nach einem misslungenen Schlag, dass ich entweder zu weit weg vom Tisch oder zu Nahe am Tisch spielte.

Hab mich in den letzten Trainings wieder auf diesen visuellen Aspekt konzentriert und bemerkt, dass ich immer noch sowas wie einen "toten Winkel" habe. Nach reiflichem Überlegen, stelle ich fest, dass ich den Ball/Tisch-Kontakt auf meiner Seite nicht wirklich beobachte. Aus diesem Grund fliesst meine visuelle Wahrnehmung noch nicht optimal.

Wenn ich mich z.B. zu stark auf den Schlag des Gegners konzentriere, reagiere ich zu stark und agiere zu wenig. Wenn ich mich nur auf meinen Schlag konzentriere, schätze ich den Ball oft falsch ein. Momentan achte ich sehr stark auf meinen und den gegnerischen Schlag. Den Ball/Tisch-Kontakt sehe ich zurzeit nicht wirklich. Das läuft eher so intuitiv ab.

Die ungenaue Wahrnehmung auf meiner Seite führt dazu, dass kurze und halblange Bälle oft im Netz landen und sehr lange Bälle öfter hinter der Platte runtergehen.

Ich glaube auch nicht, dass jede Phase gleich wichtig ist. Der eine achtet mehr auf den Gegner und der andere mehr auf sich. Die Rotation am gegnerischen Schlag zu erkennen finde ich ziemlich schwierig. Da hilft wohl besser das Gehör. Die Rotation an der Drehung der Ballmarke zu erkennen hilft nicht wirklich, weil ich dadurch oft zu spät agiere. Ich glaube, dass Rotation jedoch sehr gut am Ballabsprung auf der eigenen Tischhälfte ablesbar wird. Das geht jedoch sehr schnell und ich muss ja im nächsten Bruchteil einer Sekunde eine gute Antwort finden.

Ich bleib auf jeden Fall am Thema dran und schau, ob ich die visuelle Wahrnehmung insgesamt noch optimieren kann.

Cheers, Martin
__________________
TIBHAR Evolution MX-S 1.8 | STIGA Hornet | DER MATERIALSPEZIALIST Hellcat OX
Mit Zitat antworten
  #106  
Alt 19.10.2008, 14:51
Big_Maama Big_Maama ist offline
registrierter Besucher
Foren-Stammgast 500
 
Registriert seit: 28.01.2007
Ort: Nottuln
Alter: 36
Beiträge: 590
Big_Maama ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
AW: Visuelle Wahrnehmung

Hallo,
bei mir verhält es sich folgendermaßen mit der Sichtweise: Anscheinend gucke ich mir sehr genau die Flugbahn des gegnerischen Schlages an, den Gegner selbst oder die gegnerische Tischseite nehme ich allerdings nur verschwommen wahr. Meine eigenen Schläge spiele ich zudem im Normalfall recht intuitiv und achte hier ebenfalls wenig auf den Balltreffpunkt.
Der Nachteil meiner Art der visuellen Wahrnehmung ist wohl, dass ich mich auf Finten des Gegners nur sehr schlecht einstellen kann, da ich mich nicht genau auf die Hand und den Schläger desselben konzentriere. Auch ansonsten kann ich vermutlich mich nicht schnell genug zu meinem nächsten Schlag hinstellen und daraus folgt, dass ich insgesamt mehr reagiere als agiere, da ich zu sehr in Zeitnot gerate.
In den kommenden Trainings werde ich mal vermehrt auf meine Augen achten. Vielleicht hilfts ja .
Mit Zitat antworten
Antwort

Lesezeichen

« Vorheriges Thema | Nächstes Thema »

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.

Gehe zu


Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 13:53 Uhr.


Powered by vBulletin® Version 3.8.11 (Deutsch)
Copyright ©1999 - 2026, vBulletin Solutions, Inc.
www.TT-NEWS.de - ein Angebot der Firma ML SPORTING - Ust-IdNr. DE 190 59 22 77