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  #1191  
Alt 25.01.2012, 00:26
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martinspin martinspin ist offline
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AW: STIGA-Hölzer im Wandel der Zeiten...

Hi Andreas

Zitat:
Zitat von AllesineinerPerson Beitrag anzeigen
Das war wohl ein wenig zu ausufernt, aber einmal geschrieben ist es nun.
Sehr interessante Sicht zu den Modellen der 60er und 70er. Für mich klingt das alles sehr einleuchtend und mich fasziniert deine Menge an detaillierten Äusserungen zu den Stiga-Hölzern.

Ich kann eigentlich jedes deiner Argumente nachvollziehen. Ob es jetzt die spezielle Form das Schlägerkopfs oder der Blattübergang hin zum Griff ist, der letztlich das Spielgefühl bestimmt, bleibt für mich trotzdem offen.

Für mich gibt es zwei Arten von Tempo. Die eine hat mit der Dicke des Blatts und somit mit der Rückprallelastizität zu tun. Die andere Art beschreibt den Katapult des stark schwingenden Holzes. Das sind so quasi gegensätzliche Grössen. Das dicke und schwingungsarme Holz hat wenig Katapulteffekt und das dünne bzw. elastische Holz hat wenig Rückprallengergie.

Das bedeutet letztlich, dass ein dickes und eher unelastisches Holz viel Rückprallengergie bei passiven Schlägen abgibt und sich bei Endschlägen gegen viel ankommende Energie sehr stabil und beschleunigt verhält. Nachteil bei diesem Typ von Holz ist, dass es auf ankommende Energie angewiesen ist. Bei leeren und toten Bälle spielt es sich mit einem rückprall-starken Holz weniger kontrolliert. Die Taktik sieht im Spiel so aus, dass der Gegner unbedingt dazu verleitet werden soll, möglichst aktiv zu spielen, damit die potentielle Rückschlagengergie voll ausgeschöpt werden kann.

Ein elastisches und frei schwingendes Holz hat kaum Probleme, wenn Bälle mit wenig Speed & Spin daher kommen. Es erschafft das Tempo so quasi aus sich selbst heraus. Nachteilig verhält es sich, wenn viel Energie ankommt. Für das elastische Holz ist das eine besondere Herausforderung und verlangt ein gutes Auge und grosse Flexibilität. Rein vom Spielsystem her ist die Taktik mit einem katapultstarken Holz die, den Gegner so stark unter Druck zu setzen, dass er mehr passiv zu spielen beginnt, damit der gut gewählte und platzierte Endschlag zum Punkt führen kann.

Dann gibt es eben noch den dritten Fall, dass ein Holz sowohl einen starken Rückprall aufweist und trotzdem ungewöhnlich gut auf energieärmere Bälle reagieren kann. Dieses Holz schwingt genügend, hat aber auch diese starke Rückprallengergie. Das Johansson EC mit 5.63 mm Dicke ist so ein Teil. Es ist ganz leicht härter wie elastisch. Die Unterschiede sind jedoch gering, so dass ich mit harten Endschlägen als auch mit weichen Topspins direkt punkten kann.

Mit den Belägen kann die Eigenschaft des Schläger natürlich verfeinert werden. Der Omega IV Elite ist nich ganz so hart und hat selbst einen starken Katapult. Das ergänzt das Johansson enorm. Die MLN (575 OX) ist weicher wie eine kurze OX-Noppe und bietet eben auch den Belagkatapult, der für das Johansson gut ist. Alles in allem ist das die besste je gespielte Kombi und ich hab schon viel getestet

Trotzdem bleibt das Holz die Seele des Schlägers. Ich spiele mit der aktuellen Kombi immer dann am besten, wenn ich die Gegner dazu verleiten kann, aktiv und mit Druck zu spielen. Das erlaubt mir, die ankommende Energie mitzunehmen und das für den eigenen Punkt auszuwerten
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Geändert von martinspin (25.01.2012 um 00:52 Uhr)
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  #1192  
Alt 25.01.2012, 01:38
AllesineinerPerson AllesineinerPerson ist offline
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AW: STIGA-Hölzer im Wandel der Zeiten...

Zitat:
Zitat von martinspin Beitrag anzeigen
Hi Andreas


Für mich gibt es zwei Arten von Tempo. Die eine hat mit der Dicke des Blatts und somit mit der Rückprallelastizität zu tun. Die andere Art beschreibt den Katapult des stark schwingenden Holzes. Holz hat wenig Katapulteffekt und das dünne bzw. elastische Holz hat wenig Rückprallengergie.
Hallo Martin,

hat mich wirklich gefreut, das mein geschrebsel für Dich gut nachvollziehbar ist. Ich meine auch du hast das nochmal hervorragend durch die obige Erklärung in eine bessere Übericht gebracht und durch die Ausführung den Gesamtzusammenhang erhellt und durch die Perspektive Deiner Worte auch Lesern im Forum es näher gebracht, die evtl. mit meinen Ausführungen gedanklich ins stocken kommen. Super.
Bei der Betrachtung Deines Johansson Holzes hatte ich immer ein wenig ein sehr schönes Exemplar, dass ich vor kurzem verkaufen konnte, im Kopf, weil es eben auch genau die beiden von Dir beschriebenen Eigenschaften aufs hervorragenste verband, ein hohes Tempo mit einem dennoch schwingenden Blatt verbinden konnte. Beim 2. Blick frage ich mich dann aber beim lesen, wie stark ist eine starke Schwungung oder ein starker Katapult usw. denn als reales Gefühlserlebnis. Vieleicht war das Holz, an das ich meine Erinerung in dem Zusammenhang hängte Deinem sehr ähnlich, das man es als gleich sehen könnte, oder vielleicht ist es ein anderes Johansson european Champion, das ich hier habe und das erstaunlicherweise bei den Messungen des Blattes fast ohne andere Werte rundum gemessen überwiegend 5,63 mm anzeigt. Ist doch erstaunlich, diese Übereinstimmung, nicht? Ich hätte bei dem Exemplarar aber gedacht, die SChwingung ist geringer als die Härte. Zumindest verhält es sich im Bezug auf das andere verkaufte Johansson so. Das war aber knapp über 100 g und ich meine noch älter als das neben mir liegende von 95,3 g. Die Worte können schon Verhältnisse vermitteln und gewesene Gefühle beim nutzen eines Holzes beschreiben. Dennoch ist die Frage, wieviel davon kommt im Verständnis für einen interessierten Forumsbesucher, der die Beschreibungen hier liest an Vorstellungskraft auch gefühlt an. Und das ist es doch was uns hier am meisten an den Stiga Hölzer fasziniert, das sie so ein unbeschreibliches Spielgefühl vermitteln und damit im Zusammenhang eine Nachvollziehbarkeit erstaunlichster gespielter Bälle an ihren Nutzer weiter geben. Derjenige, der es selbst erlebt hat, womöglich sogar anhand einiger guter Stiga Holz Exemplare im Vergleich, kann es schon deutlich erahnen, was beschrieben wurde, wenn von Intensitäten in bestimmten Holzeingenschaften berichtet wird. Aber es bleibt doch eine verschlossene Realität, wenn man sich nicht trifft und das beschriebene Holz mal selbst spielt. Du und einige andere wissen wie sehr gerne ich über Stiga Hölzer schreibe, weil es Ausdruck einer Liebe, verbunden mit dem TT-Sport für mich ist und das ist ja die große Gemeinsamkeit die alle Besucher hier im Forum haben und jeder auf seine Weise hier einbringt. Ein Ersatz für den Sport und das Erlebnis mal mit so einem guten Holz zu spielen ist es letztlich nicht. Ich kann aktuell nicht sagen, ob das Johansson das Du beschreibst, dem einen verkauften eher entspricht (war auch so 5,6 mm), oder doch eher dem das ich hier habe, und das nach all den Vesuchen dem näher zu kommen.
Hier mal Bilder von dem Holz, dass ich noch da habe, von dem ich denke, dass es schon im obersten Geschwindigkeitsberereich, aber nicht ganz an dessen Ende für Stiga Hölzer dieser Art angekommen ist.








Bilder des anderen zuvor als verkauft beschriebenen Johansson.
Ein exellentes Holz, kein hochfrequenes Schwingen, dennoch herausragend gutes Mitschwingen, recht schnell und dazu noch ein wunderschöner Zustand. Dieses Holz hatte ursprünglich Noppenbeläge mit Schwamm.





Wie macht man das denn, dass die Bilde als kleine Bildervorschauen erscheinen und nicht gleich so groß sind?

Geändert von AllesineinerPerson (25.01.2012 um 01:43 Uhr)
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  #1193  
Alt 25.01.2012, 08:43
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AW: STIGA-Hölzer im Wandel der Zeiten...

Ich finde die detaillierten Fakten und Erfahrungsberichte auch sehr interessant.

Zu Martins Deutung mit Energie des ankommenden Balles und steif vs. elastisch muss ich sagen, dass ich da nicht mitgehen kann. Ein toter, hochstehender Ball kann natürlich auch mit dem härteren, steiferen Holz besser geschossen, angekontert usw. werden als mit dem elastischeren, katapultigeren Holz, das bei diesen Schlägen auch stärker streuen wird. Dem System Ball-Holz ist es doch egal, ob die Energie vom Ball mitgebracht wird oder vom Spieler per Armzug erzeugt wird.
Ein schneller Ball auf das stehende oder langsam bewegte Holz sollte ein ähnliches Ergebnis bringen wie ein schneller Schlag auf einen "stehenden" oder recht langsamen Ball. Wollte das bloß mal in die Diskussion reinbringen, bevor es zu esoterisch wird...
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  #1194  
Alt 25.01.2012, 09:25
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@ Setz-It

Angenommen der "tote" Ball kommt ziemlich flach über das Netz (z.B. schnittlose und kurze Angabe), dann kann ich den mit dem elastischen und katapultigen Holz leichter anflippen, wobei dieser Ball nicht so gefährlich ist. Mit dem harten und steifen Holz muss ich da viel präziser den richtigen Balltreffpunkt finden. Gelingt der Flip, ist der Schlag sehr gefährlich, da er sau-schnell beim Gegner ankommt.

Da ich auf der RH mit Noppen spiele, kriege ich öfters "tote" Bälle. Ich meine, dass diese Bälle mit dem elastischen Holz einfacher zu spielen sind, ich aber nicht den gleich hohen Druck wie mit steifen Holz aufbauen kann, wenn ich den gut treffe.

Bei diesen ganzen Erklärungsversuchen handelt es sich natürlich um Modellvorstellungen von gefühlten Erfahrungen mit Stiga-Hölzern. Das ganze hat nix mit Wissenschaft zu tun
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  #1195  
Alt 25.01.2012, 10:05
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AW: STIGA-Hölzer im Wandel der Zeiten...

Praktisch finde ich das ja auch passend und es stimmt im Spiel sicher auch. Das ist aber für mich kein Problem des Balles und seiner mitgebrachten Energie, sondern eher abhängig von der gewünschten Schlagart auf einen bestimmten Ball: tangentiale Schläge, wie weicher TS und Flip gehen mit dem elastischen Holz besser, frontale wie Schuss und Konter mit dem harten. Unabhängig von der Ballenergie... So sähe das jedenfalls für NI aus, ich denke aber, dass es für NA trotzdem so ungefähr stimmt. Schläge mit "Händchen" gehen eben mit dem elastischen Holz wegen eines längeren Ballkontaktes besser. Dass ich einen leeren kurzen Ball eher "einwickeln" muss, damit was passiert, liegt auf der Hand, und das geht eben besser mit verlängertem und/oder tangentialem Treffpunkt (wie beim Eröffnungs-TS), keine Frage...

Geändert von Setz-It (25.01.2012 um 10:07 Uhr)
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  #1196  
Alt 25.01.2012, 20:29
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Zitat:
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Ich finde die detaillierten Fakten und Erfahrungsberichte auch sehr interessant.

Zu Martins Deutung mit Energie des ankommenden Balles und steif vs. elastisch muss ich sagen, dass ich da nicht mitgehen kann. Ein toter, hochstehender Ball kann natürlich auch mit dem härteren, steiferen Holz besser geschossen, angekontert usw. werden als mit dem elastischeren, katapultigeren Holz, das bei diesen Schlägen auch stärker streuen wird. Dem System Ball-Holz ist es doch egal, ob die Energie vom Ball mitgebracht wird oder vom Spieler per Armzug erzeugt wird.
Ein schneller Ball auf das stehende oder langsam bewegte Holz sollte ein ähnliches Ergebnis bringen wie ein schneller Schlag auf einen "stehenden" oder recht langsamen Ball. Wollte das bloß mal in die Diskussion reinbringen, bevor es zu esoterisch wird...
Das ist sicherlich richtig und als Einwand zur Richtigstellung vom rein physikalischen absolut korrekt. Vom Standpunkt der Machbarkeit, bzw. Umsetzung durch den Menschen ist dennoch Martins Beschreibung intuitiv richtig, einfach weil die feinmotorischen Fähigkeiten durch ein elastisches Holz ausgleichend unterstützt werden. Das geht dann also über das System Holz & Beläge mit Ball hinaus. Und richtig ist halt, das da an dem Schläger immer ein Mensch dranhängt. Esotherische finde ich daran nichts, wenn es auch hilfreich ist die Unterscheidung der Systeme ins Bewusstsein gerufen zu haben.
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  #1197  
Alt 25.01.2012, 21:56
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Ergänzen will ich zur menschlichen Feinmotorik und elastischen oder weniger elastischen Hölzern noch folgendes:

Ein Holz, in Verbindung mit seinen Belägen eröffnet einem Spieler einen Bereich, den er nutzen kann um in diesem, mögliche Varianten zu erzeugen. Der spieler hat eine Vorstellung davon, mit welcher Technik er arbeiten/spielen möchte und welcher Geschwindigkeitsbereich dazu passt. Rein theoretisch geht jede Möglichkeit eines Schlägers vom Schlagtempo Null los. Ob das als Schlag nun keine Beschleunigung auf einen ruhenden Ball bedeutet, oder ob sogar in gewisser Weise Energy absorbiert werden muss, um Tempo null zu definieren, was wohl dem gänzlichen Abstoppen eines ankommenden Balles entspräche, sei mal dahingestellt, denn es tut nur wenig zur Sache wo man das ansetzt, hauptsaches ist klar, dass einen bei Null beginnenden Bereich der Ballbeschleunigung gibt. Ein schneller und meist auch harter Schläger, überwindet die Geschwindigkeitsbereiche die nur wenig über null liegen sehr schnell und entsprechend schwierig ist es auch einen Ball, erst recht wenn er schon Bewegungsenergy hat, sehr genau in einem nur wenig über null liegenden Bereich, an bestimmte Stellen zu spielen. Denn die feinmotorischen Fähigkeiten, werden durch die physikalischen wahrscheinlichkeiten der Ausdifferenzierung, bei einem schnellen Schläger, aber dem Spiel knapp über Null-Geschwindigkeit eher überfordert. In Martins Beschreibung bedeutet es, der "tote Ball",also der einem kaum entgegen kommt, muss schnell erreicht werden und bei all der Mühe und der dabei aufgebauten Bewegung, darf der Ball nun dennoch weder im falschen Winkel, also wenn er nicht optimal ist, je nachdem, zu langsam oder zu schnell, gespielt werden. Denn das Resultat wäre sonst, den zu langsam gespielten Ball ins Netz und den zu schnell gespielten über den Tisch hinaus zu spielen, statt auf die Seite, die das Regelwert vorsieht. Der Schnelle harte unelastische Schläger würde zwar bei perfektem Schlägerblattwinkel gespielt den durchschlagenden Ball, ganz zum Entsetzen des Gegners, zu Folge haben, aber den Schlägerwinkel nur ein wenig zu offen und der Ball wäre zu weit. Auf der anderen Setie würde ein Spieler der vieleicht aus einer körperlich eher geringen Aktivität heraus, das Problem mit einem langsamen Schläger haben, dass er ihm aus gleichem Zusammenhang öfters mal ins Netz befördert. Also ist jeder Spieler mit dem Schläger zufrieden, der ihm soweit angepasst ist, das er damit sowohl seine technischen Möglichkeiten gut ausschöpfen und umsetzen kann, seinem körperlichen und neurologischen Fähigkeiten dabei also entspricht. Dabei bestehende Stärken des Speiler in Schlagvarianten, sowohl fehlerarm umsetzen, als auch eine größtmögliche Effektivität bezogen auf das Ziel des Schlages ermöglichend, sowie den Umgang mit dessen Rückschlägen ausreichend gut bewerkstelligen lässt, sodas es auch noch zum Einsatz weiterer Stärken aus dem eigenen Spiel kommen kann. Der Tempospieler zielt also aufgrund seiner Stärken darauf ab, den langsamen Spielbereich schnell zu verlassen, um zu seiner Stärke, dem Tempospiel zu gelangen. Dort gut hingeführt will er hier möglichst effektiv spielen. Der Spinallrounder möchte im mittleren Geschwindigkeitsbereich mit seinem Material Rotationsvariationen und Platzierungsdifferenzen mit akzeptablem aufwand effektiv gestalten können. In einer Vorstellung auf den Geschwindigkeitsstrang auf ein Stück Papier aufgezeichnet, als würde eine Lupe (Schläger) gerade über dem Mittebereich des Tempostranges steht, durch die der Spieler schaut und deshalb alles genauer gestalten kann. Der defensive Allrounder mit Angriff und Abwehrstörschlägen möchte den mittigen Bereich noch ein wenig im langsameren Bereich. Und die Lupe für den fangenden Abwehrer kann, je nach Ausprägung noch mal langsamer sein, muss aber nicht, weil sein Aktionsbereich die Ballgeschwindigkeit auf ihn, durch Erlaufen bestimmter Punkte stark ändert. Elastizität eines Schlägers wirkt dabei einwenig wie die Lupe über der Lupe oder ein Gleitsichtglas bei einer Brille, indem ein bestimmer Bereich noch mal weiter ausdifferenziert spielbar wird (z. B. selbst für Grobmotoriker plötzlich fehlerärmer :-)). Sicherlich wird dem Spiel durch die weitere Auffächerung durch Elastizität auch eine möglicherweise überfordernde Komponente der Auswahl und Variationsbandbreite gegeben, etwa wenn ein elastisches Holz bei mittlerer Schlaggeschwindigkeit zu langsam wird oder dazu gegensätzlich eine Art Turbo zuschalten, was meint, der zuvor noch mittelschnelle geschlagenen Ball, nur mit sehr wenig mehr Schlaggeschwindigkeit im Arm, danach erneut geschlagen, benötigt deshalb nun eine andere Schlagrichtung, weil er in vorheriger Schlagrichtung gespielt, nun gleich ein gehöriges Stück weiter im Bogen katapultiert wird. für den Spieler, der einen solchen Schläger in und auswendig kennt, also damit umgehen kann, bietet er einen großen Vorteil gegenüber seinem Gegner, denn der hat es bei zunächst gleich aussehenden Schlägen, die nur gering unterschiedlich gespielt sind, gleich mit einer sehr großen Differenz dessen zu tun, womit er gerechnet hat (so sind die elastischen aber recht schnellen Stiga Hölzer Ende der 1960er). Die Erwartungshaltung des Gegners ist also blötzlich deutlich zu erweitern,was auch psychologisch belastend sein wird. Kennt der Spieler mit einem solchen Schläger sein Material selbst nicht so gut, oder kann sich körperlich dem nicht effektiv anpassen, bzw. die zuvor angesprochenen Möglichkeiten ausnutzen, so wird sein Spiel fehleranfällig. In Martin's Fall, hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass dieses etwas schwingenden recht schnelle Johansson European Champion Holz gerade für ihn, mehr vorteile als Nachteile bereithält, sein Spiel also gerade effektiver und Fehlerärmer, dadurch vermutlich auch Variationsbreiter geworden ist.
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  #1198  
Alt 26.01.2012, 23:22
Presswurst Presswurst ist offline
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hallo,

hier Bilder von 3 Stiga Alser Offensiv Hölzern:
Alser Offensiv A 48, Größe: 151x159 mm, Blattdicke: 4,98 mm, Gewicht: 86 Gramm.
Alser Offensiv E 36, Größe: 150x155 mm, Blattdicke: 5,25 mm, Gewicht: 96 Gramm.
Alser Offensiv D 36, Größe: 148x156 mm, Blattdicke: 5,60 mm, Gewicht: 95 Gramm.
Die Hölzer haben kleinere Kantentreffer aber keine Brüche, Risse, Haarrisse oder sonstige Beschädigungen.
Das D 36 hat für ein Offensiv Wood ein recht dickes Blatt. Das dürfte das schnellste der drei Hölzer sein.
Die Kantentreffer werden ich ausbessern , die Schlagflächen versiegeln, die Griffe reinigen.
Nach Fertigstellung kommen noch mal Bilder.
Testen werde ich das D 36 und das E 36.

Gruß
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg DSC00493.jpg (265,6 KB, 81x aufgerufen)
Dateityp: jpg DSC00494.jpg (271,7 KB, 59x aufgerufen)
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  #1199  
Alt 27.01.2012, 10:55
tougel tougel ist offline
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AW: STIGA-Hölzer im Wandel der Zeiten...

Sehe wirklich sehr schön aus. Das A 48 ist schon ungewöhnlich dünn, oder?

Bin gespannt was du über die Spieleigenschaften berichtest.

mfg
tougel


Zitat:
Zitat von Presswurst Beitrag anzeigen
hallo,

hier Bilder von 3 Stiga Alser Offensiv Hölzern:
Alser Offensiv A 48, Größe: 151x159 mm, Blattdicke: 4,98 mm, Gewicht: 86 Gramm.
Alser Offensiv E 36, Größe: 150x155 mm, Blattdicke: 5,25 mm, Gewicht: 96 Gramm.
Alser Offensiv D 36, Größe: 148x156 mm, Blattdicke: 5,60 mm, Gewicht: 95 Gramm.
Die Hölzer haben kleinere Kantentreffer aber keine Brüche, Risse, Haarrisse oder sonstige Beschädigungen.
Das D 36 hat für ein Offensiv Wood ein recht dickes Blatt. Das dürfte das schnellste der drei Hölzer sein.
Die Kantentreffer werden ich ausbessern , die Schlagflächen versiegeln, die Griffe reinigen.
Nach Fertigstellung kommen noch mal Bilder.
Testen werde ich das D 36 und das E 36.

Gruß
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  #1200  
Alt 27.01.2012, 11:14
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Ich finde die Fehlfarbe bei dem einen Holz ziemlich ungewöhnlich und dass sie dann auch noch auf beiden Seiten an ähnlicher Position zu finden ist...
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stiga, stipancic, Unbekanntes STIGA

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