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  #1301  
Alt 15.02.2023, 14:51
Glücksball Glücksball ist offline
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AW: Die Entwicklung der Energiepreise und was sie mit unserer Wirtschaft machen könnte.

Zitat:
Zitat von Noppenzar Beitrag anzeigen
Dann muss man neue Rwaktoren bauen.
Na klar, und ab 2050 gibt es dann auch wieder Strom. Natürlich zu einem Vielfachen des Preises von Strom aus EE.
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Vielen Dank und tut mir ehrlich leid ...
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  #1302  
Alt 15.02.2023, 16:28
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Frei statt Bayern Frei statt Bayern ist offline
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AW: Die Entwicklung der Energiepreise und was sie mit unserer Wirtschaft machen könnte.

Zitat:
Zitat von Noppenzar Beitrag anzeigen
1. Sind halt die nützlichen Idioten samt ihrer Anhängerschaft.
2. Wo ich am meisten gespannt bin ist, ob die Bevölkerung sich das Alles bieten lässt.
1. Das hast du aber schön geschrieben.
Da werden einige hier wieder zusammen zucken.
Aber so sagten auch früher meine Eltern, "immer die Wahrheit sagen!"

2. Verschiedene Wahrsager (also die Verschwörungstheoretiker der Frühzeit) hatte da vor Jahrzehnten schon eine Antwort drauf. Erst kommt der Krieg nach Deutschland, der Russe wird uns angreifen (damals verstand auf jeden Fall noch keiner, wieso er das tun sollte) und danach gibt es eine Revolution in Deutschland.
https://www.sueddeutsche.de/bayern/f...ah-1.3260905-2
Der Name "Irlmaier" dürfte den ein oder anderen Bayer vielleicht sogar bekannt vorkommen.
Daraus zitiert:
"Irlmaier befeuerte mit seinen Vorhersagen über einen Dritten Weltkrieg die bestehenden Ängste der deutschen Bevölkerung vor einem plötzlichen Kriegsausbruch. Das sich anbahnende Muskelspiel zwischen den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion verunsicherte die Menschen nach dem Zweiten Weltkrieg"

Schön dabei aber auch, auf anderen Internetseiten werden die Aussagen schon wieder ganz anders gedeutet.
https://www.pnp.de/archiv/1/hellsehe...lieren-6809576
Mit diesen Aussagen kann man schon heute sagen, der Krieg Rußland - Ukraine hat findet zwar statt, aber ist noch lange nicht beendet.

Hey, bleibt mal locker, nicht meine Worte, aber tatsächlich Worte, die schon vor Jahrzehnten so vorausgesagt wurden.
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Geändert von Frei statt Bayern (15.02.2023 um 16:36 Uhr)
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  #1303  
Alt 15.02.2023, 16:32
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AW: Die Entwicklung der Energiepreise und was sie mit unserer Wirtschaft machen könnte.

Zitat:
Zitat von Noppenzar Beitrag anzeigen
Und dazu soll man sich endlich ehrlich machen, dass der Hauptgrund der Decarbonisierung in Europa ist, den Ölerzeugern den Hahn abzudrehen. Aktuell kann man nichts machen, durch ihre Macht (trifft auch auf Norwegen und ihren Fonds zu) kaufen sie halb Europa auf, wissen nicht wohin mit ihrem Geld. Verbieten kann man es ihnen nicht, da man von ihnen abhängig ist.

Ich bin mal gespannt, wann sich das Großkapital von den Grünen entledigt. Noch braucht man sie, um die Massen zu manipulieren. Sind halt die nützlichen Idioten samt ihrer Anhängerschaft. Aber spätestens wenn man merkt, dass das mit dem Ökostrom doch nicht so klappt wird man sie eiskalt abservieren. Dann muss man neue Rwaktoren bauen.
Jetzt bin ich wirklich verwirrt... Wer ist denn nun dieses ominöse Großkapital, das alles manipuliert und steuert??? Muss ja eine absolute Wundertruppe sein, wenn die Saudis und die Norwegischen Staatsfonds, die ja deinen Worten nach schon halb Europa besitzen, hilflos zuschauen müssen, wenn das Großkapital loslegt und sie quasi enteignet...

Wie auch immer, das Großkapital macht scheinbar mit seiner Manipulationstaktik hin zu Alibi-EE einen verdammt guten Job, wenn sogar die Ölmultis selber darauf reinfallen

Was allerdings weniger durchdacht wirkt: wenn das einzige Ziel ist, sich von den Ölmultis unabhängig zu machen - warum pusht man dann dabei auch Technologien, bei denen man stattdessen irgendwann wieder bei den selben Leuten am Wasserstoff-Tropf hängt?

Vielleicht solltest du das dem Großkapital mal in Ruhe erklären, da du ja gute Kontakte zu haben scheinst, wenn du ihre Taktik so genau kennst.

Generell scheint es aber bei den von dir genannten Planungen grundsätzliche Kommunikationsdefizite zu geben: Irgendwie spricht sich das Langfristziel des Großkapitals scheinbar aktuell nicht bis in die unteren Befehlsebenen herum - bei den Energieversorgern laufen momentan sehr viele Projekte in die Richtung, wie mit EE umgegangen werden soll und welche Speichertechnologien das Potential haben, die Netze ernsthaft zu entlasten bzw zu stabilisieren.
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  #1304  
Alt 15.02.2023, 16:45
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Frei statt Bayern Frei statt Bayern ist offline
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AW: Die Entwicklung der Energiepreise und was sie mit unserer Wirtschaft machen könnte.

Zitat:
Zitat von Schrottkopf Beitrag anzeigen
...und welche Speichertechnologien das Potential haben, die Netze ernsthaft zu entlasten bzw zu stabilisieren.
Meinst du, es wäre innerhalb der nächsten vier Jahre möglich, dies zu erleben?
Ich wäre gerne dabei, wenn sowas tolles auf dem Markt ist.

Vier Jahre deshalb, weil ich am 31.05.2027 mein Berufsleben beendet und meinen Part übergeben werde. Es wäre so schön, wenn ich bei irgend etwas in meiner Branche noch eines Besseren belehrt würde. Vor allem würde es mir doch etwas mehr Hoffnung für die Zukunft geben. Die ich zugegebener weise im Moment immer mehr verliere.
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  #1305  
Alt 15.02.2023, 17:01
Schrottkopf Schrottkopf ist offline
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AW: Die Entwicklung der Energiepreise und was sie mit unserer Wirtschaft machen könnte.

Zitat:
Zitat von Frei statt Bayern Beitrag anzeigen
Meinst du, es wäre innerhalb der nächsten vier Jahre möglich, dies zu erleben?
Ich wäre gerne dabei, wenn sowas tolles auf dem Markt ist.
Klares Ja

Eine Speicher-Technologie, die aktuell viel Potential gerade für Groß-PV oder Windparks zu entwickeln scheint, sind sog. Redox-Flow-Batterien. Das System hat gegenüber Li-Ion nur einen einzigen Nachteil: es ist deutlich schwerer und größer und eignet sich daher zumindest momentan nicht für mobile Anwendungen.

Vorteile:
1. die chemisch aktiven Flüssigkeiten altern nicht, so dass die Lebensdauer solcher Systeme weitgehend von leicht austauschbaren mechanischen Komponenten wie Pumpen und Tanks abhängt
2. nicht brennbar / keine Explosionsgefahr
3. sehr gut standardisierbar und skalierbar, da Kapazität nur von der Tankgröße abhängt, die Leistung nur von der Reaktionskammer
4. kaum Selbstentladung, daher als Langzeitspeicher geeignet
5. 'aufgeladene' Flüssigkeiten sind gefahrlos transportabel, d.h. man könnte Erzeugung und Verbrauch entkoppeln
6. kommt ohne seltene Erden aus
7. aktuell marktreife Systeme beasieren auf Vanadium stall Lithium - V ist in der Erdkruste doppelt so häufig wie Li vorhanden, aber höher konzentriert und kann daher im klassischen Erzbergbau gewonnen werden
8. andere Redox-Systeme in der Erforschung, die höhere Energiedichten erzielen bzw ganz ohne Metalle auskommen
9. Kostentechnisch aktuell gleichauf mit Li-Ion, perspektivisch gesehen deutlich günstiger

Ganz besonders der erste Punkt wird der Technologie in meinen Augen einen ziemlichen Schub geben. Neben Platz und Gewicht ist das einzige momentan erkennbare Problem, dass noch kaum Erfahrungswerte mit Großanwendungen vorliegen. Die Grundidee wurde Mitte des 20. Jhdt entwickelt, mangels sinnvoller Anwendungen aber damals nicht vorangetrieben.

Wir sind gerade in der Planungsphase für eine Kombination einer PV mit 1,5MW Peak und einem Speicher mit alternativ 1MWh oder 2MWh (Platz und Gewicht ist bei uns kein Problem) – und aktuell finde ich absolut keinen Grund, der für Li-Ion sprechen würde. Die Energieversorger, mit denen ich aktuell auch gerade darüber spreche, wie sich solche Anlagen nicht nur zur Eigenverbrauchsotimierung sondern auch zur Netzstabilisierung bzw zum 'Parken' von nächtlichem Stromüberschuss aus klassischen Kraftwerken nutzen lassen, sehen bisher auch keine Gegenargumente

Wenn es sich nach meinen Vorstellungen weiterentwickelt, kannst du gerne nächstes Jahr um diese Zeit vorbeikommen, wenn du das erleben willst
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  #1306  
Alt 15.02.2023, 17:38
Noppenzar Noppenzar ist offline
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Zitat:
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Jetzt bin ich wirklich verwirrt... Wer ist denn nun dieses ominöse Großkapital, das alles manipuliert und steuert??? Muss ja eine absolute Wundertruppe sein, wenn die Saudis und die Norwegischen Staatsfonds, die ja deinen Worten nach schon halb Europa besitzen, hilflos zuschauen müssen, wenn das Großkapital loslegt und sie quasi enteignet...

Wie auch immer, das Großkapital macht scheinbar mit seiner Manipulationstaktik hin zu Alibi-EE einen verdammt guten Job, wenn sogar die Ölmultis selber darauf reinfallen

Was allerdings weniger durchdacht wirkt: wenn das einzige Ziel ist, sich von den Ölmultis unabhängig zu machen - warum pusht man dann dabei auch Technologien, bei denen man stattdessen irgendwann wieder bei den selben Leuten am Wasserstoff-Tropf hängt?

Vielleicht solltest du das dem Großkapital mal in Ruhe erklären, da du ja gute Kontakte zu haben scheinst, wenn du ihre Taktik so genau kennst.

Generell scheint es aber bei den von dir genannten Planungen grundsätzliche Kommunikationsdefizite zu geben: Irgendwie spricht sich das Langfristziel des Großkapitals scheinbar aktuell nicht bis in die unteren Befehlsebenen herum - bei den Energieversorgern laufen momentan sehr viele Projekte in die Richtung, wie mit EE umgegangen werden soll und welche Speichertechnologien das Potential haben, die Netze ernsthaft zu entlasten bzw zu stabilisieren.
Es geht überhaupt nicht um den Speicher. Den könnte man erschaffen, nur wie legt man die Kosten um?

Und natürlich steigen jetzt alle Großen ein. Billiger als mit eigener PV kann sich ein Betrieb nicht finanzierten, zumal man ja schöne AfAmodelle schafft.

Meine Prognose ging aber in eine völlig andere Richtung. Nämlich die Besteuerung und Kontrolle des Verbrauchs je nach Nutzzweck.

Wieviele Milliarden aus der Mineralölsteuer, der KFZ-Steuer und auch aus der Lohnsteuer (Arbeitsplatzabbau) fallen weg, wenn 100% elektrisch gefahren wird?

Glaubst du dann allen Ernstes, dass man dich noch "umsonst" an der eigenen Anlage laden lässt?

Klar, wir haben hier zwei große Mittelständler, die aktuell ihre Wiesen neben der Firma, die sie ursprünglich mal für Erweiterungen erworben hatten, mit PV vollpflastern und somit unglaublich Kosten sparen.

Aber was ist in 20 Jahren?

Da ist die Anlage alt, die Steuervorteile sind eingeheimst und wenn man die Firma wie mal geplant erweitern will, dann wird der ganze Kram wieder abgerissen.

Und Importe von EEG? Auch da wollen die Sonnenstaaten dann abkassieren.

Und das Schlimmste dabei wird sein, dass sie ein doppeltes Geschäft machen. Öl und Gas in den Rest der Welt, Wasserstoff nach Europa...
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  #1307  
Alt 15.02.2023, 19:13
Schrottkopf Schrottkopf ist offline
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AW: Die Entwicklung der Energiepreise und was sie mit unserer Wirtschaft machen könnte.

Zitat:
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Es geht überhaupt nicht um den Speicher. Den könnte man erschaffen, nur wie legt man die Kosten um?
Lass mich kurz überlegen... Wie wäre es mit der Idee, Zinsen, Abschreibung und Betriebskosten gegen den Strom zu rechnen, den man damit für sich selber nutzbar machen kann? Klar muss man sich dabei durch elende Rechenmodelle mit PV-Ertrag, eigenem Lastgang etc durchquälen und dabei noch Annahmen über den künftigen Strompreis sowohl was Bezug als auch potentielle Einspeisevergütung treffen - aber glaub mir, im Verhältnis dazu, was du als Unternehmer sonst für Prognosen und Annahmen treffen musst, ist das eine ziemlich überschaubare Aufgabe...

Zitat:
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Und natürlich steigen jetzt alle Großen ein.
Könnte das vielleicht daran liegen, dass es einfach eine ziemlich sinnvolle Sache ist? Nur so als Idee...

Zitat:
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Billiger als mit eigener PV kann sich ein Betrieb nicht finanzierten, zumal man ja schöne AfAmodelle schafft.
Du klingst zwar immer so, wie ein Wirtschaftsweiser, aber hast du das Wesen der AfA eigentlich mal wirklich verinnerlicht???

Du investierst als Unternehmen einen Betrag X, den du über Y Jahre bei der Ertragssteuer geltend machen kannst. Als Unternehmen zahlst du auf deinen Gewinn aktuell Körperschaftssteuer + Gewerbesteuer je nach Standort, insgesamt irgendwo so ca 25%.

Wenn du somit mit deiner Investition Gewinne erwirtschaftest, beträgt der Steuervorteil somit max 1/4 von X, wenn du dagegen Verluste machst, hilft dir die AfA auch nix...

Betrag X auszugeben um 1/4 von X zu sparen ist keine wirklich sinnvolle Idee

Wenn also ein Unternehmer eine PV baut, mit der er Strom einspart, macht er das, um Kosten zu sparen und zukünftig mehr Gewinn zu machen - was ist dann daran verkehrt, die Abnutzung des Objektes (und nichts anderes ist die AfA im Grunde genommen) dagegen zu rechnen? Es gibt ja nicht umsonst AfA-Tabellen, in denen festgelegt ist, wie lange die Abschreibungen dauern.

Wenn der Staat Anreize mit verkürzten AfA-Zeiten setzt, um schnelle Investitionen attraktiv zu machen, ist die Folge daraus, dass das Objekt schnell abgeschrieben ist und bald Gewinn macht, der dann versteuert werden muss... Und komm mir jetzt nicht mit irgendwelchen Modellen, bei dem die PV dann an irgendeine Briefkastenfirma verscherbelt wird - die Idee mit der Eigennutzung funktioniert nur, wenn der Verbraucher auch wirklich Eigentümer der PV ist, also nix mit Leasing oder Betreibergesellschaften, die den Strom dann an das eigentliche Unternehmen verkaufen.

Geld in eine Investition zu stecken, die langfristig Verlust macht, ist unternehmerisch eine ziemlich blöde Idee...
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  #1308  
Alt 15.02.2023, 21:38
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AW: Die Entwicklung der Energiepreise und was sie mit unserer Wirtschaft machen könnte.

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Wenn es sich nach meinen Vorstellungen weiterentwickelt, kannst du gerne nächstes Jahr um diese Zeit vorbeikommen, wenn du das erleben willst
Dein Angebot würde ich, wenn es soweit ist sehr gerne annehmen.
Dafür ein paar 100km zu fahren ist für mich kein Problem.
Bin gespannt.
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  #1309  
Alt 16.02.2023, 02:57
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Lass mich kurz überlegen... Wie wäre es mit der Idee, Zinsen, Abschreibung und Betriebskosten gegen den Strom zu rechnen, den man damit für sich selber nutzbar machen kann? Klar muss man sich dabei durch elende Rechenmodelle mit PV-Ertrag, eigenem Lastgang etc durchquälen und dabei noch Annahmen über den künftigen Strompreis sowohl was Bezug als auch potentielle Einspeisevergütung treffen - aber glaub mir, im Verhältnis dazu, was du als Unternehmer sonst für Prognosen und Annahmen treffen musst, ist das eine ziemlich überschaubare Aufgabe...



Könnte das vielleicht daran liegen, dass es einfach eine ziemlich sinnvolle Sache ist? Nur so als Idee...



Du klingst zwar immer so, wie ein Wirtschaftsweiser, aber hast du das Wesen der AfA eigentlich mal wirklich verinnerlicht???

Du investierst als Unternehmen einen Betrag X, den du über Y Jahre bei der Ertragssteuer geltend machen kannst. Als Unternehmen zahlst du auf deinen Gewinn aktuell Körperschaftssteuer + Gewerbesteuer je nach Standort, insgesamt irgendwo so ca 25%.

Wenn du somit mit deiner Investition Gewinne erwirtschaftest, beträgt der Steuervorteil somit max 1/4 von X, wenn du dagegen Verluste machst, hilft dir die AfA auch nix...

Betrag X auszugeben um 1/4 von X zu sparen ist keine wirklich sinnvolle Idee

Wenn also ein Unternehmer eine PV baut, mit der er Strom einspart, macht er das, um Kosten zu sparen und zukünftig mehr Gewinn zu machen - was ist dann daran verkehrt, die Abnutzung des Objektes (und nichts anderes ist die AfA im Grunde genommen) dagegen zu rechnen? Es gibt ja nicht umsonst AfA-Tabellen, in denen festgelegt ist, wie lange die Abschreibungen dauern.

Wenn der Staat Anreize mit verkürzten AfA-Zeiten setzt, um schnelle Investitionen attraktiv zu machen, ist die Folge daraus, dass das Objekt schnell abgeschrieben ist und bald Gewinn macht, der dann versteuert werden muss... Und komm mir jetzt nicht mit irgendwelchen Modellen, bei dem die PV dann an irgendeine Briefkastenfirma verscherbelt wird - die Idee mit der Eigennutzung funktioniert nur, wenn der Verbraucher auch wirklich Eigentümer der PV ist, also nix mit Leasing oder Betreibergesellschaften, die den Strom dann an das eigentliche Unternehmen verkaufen.

Geld in eine Investition zu stecken, die langfristig Verlust macht, ist unternehmerisch eine ziemlich blöde Idee...
Willst du mich absichtlich falsch verstehen?
Ich schreibe hier über zig Zeilen, dass man das macht um Gewinne zu skalieren und du schreibst über Sinn und Zweck von Investitionen. Klar macht man das nur bei ROI.

Es geht aber um etwas völlig anderes:

Die langfristige Besteuerung der Nutzung von Strom.

Und da hat der Staat zwei Möglichkeiten:

Entweder druckt er dafür Geld, das heißt Inflation oder er besteuert es.

Und für Letzteres sind alle E-Autos in Kombi mit einem smarten Stromzähler schon ausgerüstet.

Plump gesagt nicht das FA dann mit dem Einstöpseln der Karre gleich ab. Und da die Karre die komplette Route aufzeichnet kann man sogar den Arbeitsweg steuerfrei stellen und für Freizeitfahrten z. B. 1 Euro/KM (fiktiv) abbuchen.

So kann man es mit jedem Nutzungszweck machen und der Bürger (und Unternehmer) wäre dem Staat völlig ausgeliefert.

Aktuell sollte man sich zusätzlich noch fragen, ob es gesellschaftlich in Zeiten akuten Wohraummangels sinnvoll ist Anreize zu setzen Freiflächen mit Solar vollzupflastern. Das ist nämlich der Trend und wie du schon richtig sagst, es lohnt sich!

Genauso hätte man diese Flächen aber dem Wohnungsbau zuführen können, mit einem ähnlichen AfAmodell wie beim Aufbau Ost, der 50% Direktabschreibung im ersten und 25% im zweiten Jahr.
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  #1310  
Alt 16.02.2023, 07:44
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So kann man es mit jedem Nutzungszweck machen und der Bürger (und Unternehmer) wäre dem Staat völlig ausgeliefert.
So einfach ist das. Manchmal bin ich echt froh bereits so alt zu sein.
Was da auf unsere nachkommende Generation zukommt, leck mich fett!
Und mein Job ... das Wissen über viele Vorgänge, macht sich vielleicht noch über Jahre hinweg, weit in meine Rente bezahlt. Mein technisches know how kann mir hier sowieso niemand nehmen, da sind die Monteure, die von den Energieversorgern kommen, noch um Lichtjahre hinterher. Der Letzte, der von denen bei mir am Haus war, musste die Installation meiner Wallbox abnehmen, und hatte selbst "0" Ahnung, was es da eigentlich abzunehmen gibt

Aber die Befürworter sind ja wohl groß, sieht man ja auch immer wieder hier. Oder man verstehen einfach nicht, oder will es einfach nicht verstehen, wie der ein oder andere im Moment zur Marionette des Staates gemacht wird.
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