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#351
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AW: Tischtennis tötet sich selbst - Probleme im Tischtennis
Zitat:
(Liegt aber sicherlich nicht am Club!) ![]() PS: Viele Materialspieler und "Defensiv-Künstler" haben ja schon bei der Einführung des jetzigen Balls (weil sie nicht mehr genügend Schnitt hin bekämen... ) jahrelang gejammert und wehgeklagt - und ein nahes Ende der Sportart prophezeit... Bist du zufällig einer?
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#352
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AW: Tischtennis tötet sich selbst - Probleme im Tischtennis
Ich sehe 3 Hauptprobleme
1. Eigentlich braucht man Medienpräsenz um das Image/Ansehen des TT zu erhöhen und damit für Zuschauer/potentiell interessierte Einsteiger/Sponsoren/Traine Dar usw interessanter zu machen. Ich spiele Tischtennis muss was "gutes" sein und nichts wo einen jeder 2. belächelt und sagt: ja Pingpong kann ich auch hab früher immer im Freibad gespielt. Leider läßt sich sowas nicht durch Regeländerungen erzwingen, und wenn dann durch solch starke , das der Sport ein ganz anderer wird und vermutlich dann zwar für TV/Zuschauer deutlich geeigneter aber für Spieler dann uninteressant. Sprich wenn man das weiter durchzieht hat man zwar die Möglichkeit aber keine Garantie auf mehr Medien/Zuschauerinteresse, dafür aber das Risiko dass die verbliebenen TT Spieler dann auch noch teilweise aufhören. Wie oft: Risiko und Chance. Frage ist will man das eingehen und wer übernimmt die Verantwortung wenn es schief geht und zieht die Karre dann aus dem noch tieferen Dreck?? 2. Die ganze Gesellschaft hat sich geändert. Weniger Interesse an Sport, Verantwortung übernehmen, Zeit uvm dazu andere Prioritäten usw. Diese sind wie sie sind und können vom "TT-Bereich" nicht verändert werden. Sprich da ändert keine Regeländerung oder besseres Training was dran. 3. Man braucht dafür als erstes mal Manpower um gute Ideen und Konzepte auch umsetzen zu können...aber Trainer, Funktionäre und Verantwortliche stehen auch immer weniger zur Verfügung. Sie haben keine Zeit oder Lust oder nicht die nötigen Pädagogischen/Fachlichen Fähigkeiten... Beispiel: Man macht eine Kooperation mit einer Grundschule wo man 2 mal in der Woche von 14-16 Uhr (zb in der OGS) eine TT Gruppe anbietet. Wer kann garantieren, dass er da jede Woche 2 mal Zeit hat? ARbeitende Bevölkerung schonmal nicht. Hausfrauen/männer-die haben da im Haushalt sicher auch genug zu tun incl Betreuung der eigenen Kinder Arbeitslose-da hofft man ja mal das die schnell wieder in Arbeit sind und dann nuss man das einstellen? Eigentlich bleiben nur Rentner. In Dortmund gab es mal nen verein mit sehr guter Jugendarbeit. Viele Mannschaften, Erfolge bis zur Teilnahme an deutschen Meisterschaften usw. Gute Hallenkapazitäten und 2 Rentner die sich da mit Herzblut drum gekümmert haben aber auch relativ hart durchgegriffen (bei soviel Auswahl konnte man natürlich auch mal 5 rauswerfen die nicht mitziehen wollten). Und auch da ist in der heutigen Zeit das Problem: Die Rentner und die Kids haben völlig unterschiedliche Wertvorstellungen. das führt dazu, dass sich Rentner die sowas übernehmen schnell gefrustet oder sagen wir mal entsetzt über die Jugend von heute aufgeben. Fazit: Probleme, bei denen man auch mit besten Lösungsansätzen/ideen in vielen Fällen bei der Durchführung aus diversen genannten Gründen meist scheitert. Wenn es klappt ist es doch eher die Ausnahme und so selten, dass es für das Gesamtproblem nur der bekannte Tropfen auf den heißen Stein ist. Man kann nen Waldbrand nicht mit nem Glas Wasser löschen. Und auch ein See nutzt dir nichts, wenn du keine Flugzeuge hast die es auf dem feuer verteilen oder keine Piloten die vorhandene Flugzeuge fliegen können oder wenn du die hast, die dann keine Zeit haben weil sie zu dem Zeitpunkt nen Fußballclub nach Malle fliegen müssen um ihre Familie zu ernähren
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Zitat Kriegela: Zu Tode geänderte Sportart - Rest in Peace - Tischtennis Me too ... TT Classic rules TT mit P-Ball ist wie S... mit einer Gummipuppe. |
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#353
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AW: Tischtennis tötet sich selbst - Probleme im Tischtennis
Wenn TT so kompliziert ist*, dass sogar ein überaus talentierter Jugendlicher mindestens 7 Jahre Zeit braucht (schneller soll es nie gehen!) - um die Sportart wirklich zu beherrschen: Dann braucht man sich nicht groß zu wundern, wenn auch vieel Zeit benötigt wird, es Anfängern auch nur einigermaßen beizubringen... In vielen andern Freizeitbereichen kommen Jugendliche heutzutage halt viel schneller an ihr "Ziel"!
*Und alle Versuche es ein wenig zu entschärfen sofort von "interessierter" Seite (aus rein egoistischen Motiven) torpediert werden! Geändert von cloud 9 (05.07.2016 um 08:45 Uhr) |
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#354
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AW: Tischtennis tötet sich selbst - Probleme im Tischtennis
Ich verstehe deine Intention. Man entschärft die Komplexität des Sports damit er leichter zu erlernen und damit interessanter für Anfänger ist.
Das Problem ist, das eine leichte Entschärfung dieses Ziel nicht erreicht. Wenn man zb einen Ball nimmt der 10% weniger Spin zuläßt dann kann der Spieler das ganze nach 6,5 Jahren erlernen statt nach 7 bzw Schlag X in 9 Wochen lernen statt in 10. Man hat also etwas erreicht aber nicht soviel damit es wirklich für die Anfänger interessant wird. Dazu müsste man den Spin fast ganz raus nehmen. Also zb Clickball spielen. Dann könnte man sicher die technischen und taktischen Fähigkeiten in 3 Jahren erlernen bzw Schlag X in 4 statt 10 Wochen. Dann hätte man das og Ziel erreicht das Anfänger schneller Erfolge sehen...nur wäre dann die ganze Charakteristik des TT Sports verändert. Also wie ich geschrieben habe bringen kleine Veränderungen am Sport nicht genug und wenn man sie so groß macht dass sie etwas bringen, dann ändert sich der Sport zu stark für alle.
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Zitat Kriegela: Zu Tode geänderte Sportart - Rest in Peace - Tischtennis Me too ... TT Classic rules TT mit P-Ball ist wie S... mit einer Gummipuppe. |
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#355
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AW: Tischtennis tötet sich selbst - Probleme im Tischtennis
Ich würde sagen, es besteht stark wachsendes Interesse an Sport. Und zwar sowohl als aktiver Teilnehmer. Als auch vor allem als Zuschauer, live und über Medien.
Für Zuschauer ist die "Qualität" des Sportes selbst dabei ziemlich nebensächlich. Wie sonst ließe sich erklären, dass Sportarten wir Dart, Eisstockschießen, Skispringen, Biathlon, Radrennen oder Formel 1 so populär sind? Da passiert so gut wie nichts spannendes und wird trotzdem geschaut. Warum, ist ein ganz eigenes Phänomen. Mit Regeländerungen, langsameren oder verständlicheren Ballwechseln hat es jedenfalls wohl nichts zu tun. Auch für die Aktiven zählt vor allem der Eventcharakter. Da ist z.B. Beachvolleyball sehr weit vorne. Man kann u.a. auch viel leichter Freunde integrieren. Die können entweder selber mitspielen oder einfach zuschauen und die urlaubsartige Strand-Atmosphäre genießen. Kein Wunder also, dass dieser Sport in den letzten Jahrzehnten starken Zulauf erhielt. Beim Tischtennis ist das einiges schwieriger. Der Sport ist technisch komplex, mit einem Anfänger lässt sich kaum etwas anstellen und auch für Zuschauer ist es unattraktiv. Wobei der Sport bzw. die Ballwechsel eigentlich ganz interessant sind, aber das Ambiente ist total piefig, verstockt und unattraktiv. |
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#356
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Zitat:
Die Formel 1 wurde durch ständige Regeländerungen langsam aber sicher kaputt geregelt; wer will sich das jedes Jahr aufs Neue antun? Früher - also zu Schumis Zeiten - habe ich kein Rennen ausgelassen. Bei Vettel wurde es schon weniger, mittlerweile sehe ich mir das nur noch sporadisch an. An den Deutschen liegt es auch nicht, sie sind ja erfolgreich. Auch wenn mir der Rosberg am A.... vorbeigeht. ![]() Mit deinem letzten Satz triffst du allerdings den Kern: Solange genervte Opas gleichsam wie verzogene Jüngelchen sich darüber echauffieren, wenn mal ein Kleinkind in der Halle furzt oder sich (letzte verbliebene) Fans leise unterhalten, wird man die Menschen kaum fürs TT begeistern können. Der Grad zwischen Spießigkeit und Event ist eben sehr schmal. Geändert von Wiesinger (05.07.2016 um 09:29 Uhr) Grund: Absatz zur besseren Lesbarkeit eingefügt |
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#357
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AW: Tischtennis tötet sich selbst - Probleme im Tischtennis
Zitat:
Einen Ball über ein netz auf einen Tisch spielen kann fast jeder relativ schnell und die Hürde das in einem verein richtig zu lernen sind niedriger als in vielen anderen Sportarten. Ohne Talent bist Du beim Fußball oder Handball ganz schnell auf dem Abstellgleis und das richtig zu lernen ist auch nicht einfacher. Erfolgserlebnisse hat man da auch nicht schneller oder häufiger wenn man Ergänzungsspieler ist. Das Problem sehe ich eher darin, das geweckte Interesse aufrecht zu erhalten, denn in Fußball-Vereinen wird halt meist mehr geboten als in TT-Vereinen. Kinder und Jugendliche sind zunehmend anspruchsvoll, sie wollen Spaß und Action und langweilen sich sehr schnell. |
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#358
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AW: Tischtennis tötet sich selbst - Probleme im Tischtennis
Zitat:
Und bei einem gewissen Etat kann man auch leicht "mehr" bieten! |
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#359
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AW: Tischtennis tötet sich selbst - Probleme im Tischtennis
das größte Problem sind die nicht engagierten Leute.
Dort wo sich die richtigen Leuten engagieren, dort sind die Hallen voll. Und dort bleiben die Kids auch dabei. leider fehlen diese immer mehr, egal ob als Trainer,Betreuer,Jugendwart oder was auch immer. darum müsste man viel mehr in Richtung Hauptamtler gehen. aber dort fehlen leider wohl Struktur und Geld. |
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#360
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AW: Tischtennis tötet sich selbst - Probleme im Tischtennis
Zitat:
Die meisten sind eben nicht fachkundig, schauen das aber trotzdem. Für die fachkundigen kommt es imho aber auch nicht auf "Qualität" der Spielzüge an. Fußball z.B. ist vom Spielablauf eine der langweiligsten Sportarten. Spannend wird es durch die "Emotionen", also z.B. den gockeligen Ronaldo, einige Fauls, unnötige Elfmeter, knappes Elfmeterschießen usw. Und natürlich das Ambiente in den Großstadien, den Medienhype, das Public Viewing und den stellvertreter Charakter für die Nationen. Der Sport an sich und dessen Qualität oder Attraktivität ist weitgehend nebensächlich. Du kriegts ja z.B. auch mit Wok-Rennen fette Zuschauerquoten, das sagt doch schon alles. |
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