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| Stammtisch Hier könnt Ihr über "Gott und die Welt", Politik, Fernsehen, Bücher, Musik und alles was Euch sonst interessiert diskutieren. Plaudern in lockerer Atmosphäre ;-) |
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Themen-Optionen |
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#31
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Hallo Holger,
auch ich kenne dich nicht persönlich, ich wünsche dir trotzdem alles Gute, damit du den Kampf gegen die Krankheit gewinnst!!! MfG Meurich |
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#32
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Holger ,
du schafft das schon . Gute besserung Felix (!) |
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#33
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Ich habe doch nicht Morbus Hodgkin wie ich angenommen habe, sondern ein anderer Krebs, der ziemlich schnell wächst. Und dieser Krebs hat sich schon ganz schön verbreitet. Die Prognose sieht nun ziemlich düster aus....
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#34
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Hmm,
das Staging ging ja recht schnell. Wenn es kein Hodgkin-Lymphom ist, um welchen handelt es sich dann? Die ALL?
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--- wrecking crew --- Geändert von Red (15.09.2002 um 00:12 Uhr) |
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#35
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Re: Hmm,
Zitat:
Das Staging hat immerhin eine Woche gedauert und das Knochenzynthigramm steht noch aus..... Das alles hätte man auch in der hälfte der Zeit machen können, finde ich!
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--------------------------------------------- Geändert von holger (15.09.2002 um 00:47 Uhr) |
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#36
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Krebs
Hallo Holger,
man arbeitet unaufhörlich und man hat sein berufliches Traumziel immer vor Augen, weil man sich mehr leisten können will als andere. Alltägliche Stresssituationen, Mobbing durch ungeliebte Kollegen, Depressionen durch versagte Liebe, falsche Freunde, familiäre Nachwuchswünsche, die nicht eintreffen, Ärger und Enttäuschungen durch nicht verstandene Liebe - "all diese Situationen lassen uns in uns selbst seelische Schubladen öffnen und die nicht gelösten Probleme verdrängen. Lympfknotenkrebs und Brustkrebs sind in erster Hinsicht typische Krankheitsbilder, ausgelöst durch seelische Sorgen und Streßsituationen sowie in zweiter Linie aber auch körperbedingt durch gewisse Hormone, die in unserem Körper einfach fehlen könnten, weil unser Haushalt die aus irgendeinem Grund nicht produzieren kann. Vor etwa 14 Jahren hatte ich meine Hormone untersuchen lassen, weil ich wissen wollte, ob ich zeugungsfähig bin. Nebenbei schmerzte mich eine Verdickung unter meiner linken Brustwarze, die auf die Nerven drückte und ließ auf meinen Wunsch eine Biopsie vornehmen. Nach einer Woche lag das 1. Ergebnis auf dem Tisch, dass ich zeugungsunfähig bin und drei Tage später das zweite Ergebnis, dass mich völlig aus der Bahn warf. Ich hatte das sog. Klinefelter Syndrom. Es handelt sich hierbei um ein Brustkrebskarzenom von großer Gefährlichkeit, das selbst bei Frauen äußerst selten vorkommt. Ausgelöst wurde die Erkrankung durch das fehlende Hormon, dass mein Körper nicht produzieren konnte und durch große Stresssituationen. Mit einem Schlag war alles, wofür ich gearbeitet hatte, vollkommen kaputt und ich fühlte mich am Boden zerstört. Warum gerade ich? - was habe ich getan, dass ich so gestraft werde? Die Chancen der Heilung war äußerst gering, ohne körperlichen Schaden davonzukommen. Keine zwei Tage hatte ich Zeit, um mich auf die sofort anstehende Operation vorzubereiten. -- Mir wurde der Brustmuskel links komplett sowie einige Lympfdrüsen entfernt. Nach drei Wochen folgte täglich eine ambulante Bestrahlung mit unzähligen Behandlungen. Zwei Wochen später mußte die Bestrahlung für einen Monat unterbrochen werden, weil sich meine gesamte Haut unter der Achsel gelöst hatte und abgefallen ist. Danach folgte die Rehabehandlung in Damp 2000, die drei Monate dauerte. In dieser Zeit habe ich mit allem Schluß gemacht, was mich seelisch belastete und alle Schubladen aufgelöst. Obwohl ich alles verloren hatte, fand ich wieder zum Leben zurück, denn als Mann steht man mit so einer Erkrankung völlig allein da. Ich beschäftigte mich in Damp mit spastisch gelähmten Kindern, die nur über eine geringe Restbewegung verfügten und wenn sie laufen konnten, dann nur mit vielen Gestängen und Haltprothesen. Mein Gott, dachte ich; da gehts es Dir doch viel besser! Was haben denn diese Kinder für eine Aussicht für ihr späteres Leben, jemals ohne fremde Hilfe zu leben und eigenständig zu werden. Ich kam auf die Idee, den Kindern das Tischtennisspielen beizubringen. Zumal ich als Linkshänder nicht mehr links spielen durfte und dort durch die Operation bewegungseingeschränkt bin mußte ich nun auch von vorn anfangen, um es rechts hinzukriegen. Plötzlich dachte ich überhaupt nicht mehr an meine Erkrankung, denn ich hatte eine Aufgabe gefunden. Das Loch, dass ich die ganze Zeit in mir fühlte, war nicht mehr vorhanden. Ich begann wieder Spass am Leben zu haben und bekam Dankbarkeit zurück. Heute bin ich, bis auf ein paar körperliche Einschränkungen wieder völlig gesund. Man muß erst erkranken, um danach ein Auge für das Schöne um uns herum - die Natur - zu sehen und erkennen, dass man eigentlich mit dem zufrieden sein kann, was man wirklich hat. Meine Jugendarbeit hat mich regeneriert und mir geholfen, mit allen Schwierigkeiten fertigzuwerden. Heute weiß ich, dass nichts von dem umsonst ist, was man lernt und das man alles gebrauchen kann. Du muß nur imstande sein, die Leiter, von der Du gefallen bist, wieder aufzustehen und aufs Neue hochzusteigen; jedoch mit einem neuen Ziel vor Augen seelische Probleme gar nicht erst zu verdrängen, sondern gleich zu bereinigen. Ich hoffe, dass Du nun schnell Deine neue Aufgabe finden wirst.. Vielleicht solltest Du auch viel über Dein jetziges Problem reden und einen Menschen finden, der Dir einfach nur zuhört. Daran glauben kann wirklich Berge versetzen. Alles Gute wünscht Dir, Achim. |
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#37
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Kopf hoch und nur an das mögliche Positive denken !
Der Beitrag von A.Rendler sollte deine Hoffnung stärken oder auch das Schicksal von Lance Armstrong. Alles Gute.
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Immer schön eklig spielen ! |
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#38
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@ A.Rendler,
danke für deinen lieben und aufmunternden Beitrag. Ja, ich war sehr unzufrieden mit meinem Leben, da ich wirklich nichts habe und alle meine Träume wie Seifenblasen zerplatzten. Ich habe wirklich nur PEch in meinem Leben gehabt und stellte mir schon die Frage: Für was lebe ich überhaupt?!? Nun, da das Schicksal wieder mal so hart zugeschlagen hat, merke ich: Ich will leben und ich will aus allem das Beste machen. Ich will mein Leben in den Griff kriegen und irgendwann mal eine Familie haben. Manchmal sind es doch die kleinen Dinge des Lebens, die das Leben lebenswert machen. Ich lebe jetzt schon viel bewusster als vorher. Sei es, dass ich durch die Wälder wandere und die Natur genieße oder dass ich mal was gutes esse und mich daran erfreue. Nächsten Sommer werde ich mir endlich mal ein anständiges Fahrrad leisten und Radtouren unternehmen, sollte ich bis dahin wieder gesund sein. Ich sehe meine jetzige Situation als Bewährungsprobe an und ich muss da jetzt durchgehen, denn sterben will ich noch lange nicht. Das Schicksal meint wohl, dass ich immernoch nicht hart genug bin , also tue ich ihm den Gefallen! Ich kann mich jetzt besser auf unangenehme Situationen einstellen und das beste daraus machen. Ich bin nicht mehr so ungeduldig und nicht mehr so agressiv wie früher. Wenn ich darüber nachdenke, über was für belanglose Kleinigkeiten ich mich vor noch nicht allzulanger Zeit aufgeregt habe, da kann ich heute nur noch den Kopf darüber schütteln... :confused: :confused:@ Cogito, ja ich habe das Buch von Lance Armstrong gelesen und es hat mir sehr geholfen.
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--------------------------------------------- Geändert von holger (16.09.2002 um 01:35 Uhr) |
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#39
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Ausgleichstherapie
Hallo Holger,
wenn man gutmütig ist, dann läuft man Gefahr von anderen Menschen ausgenutzt zu werden. Also ist man auch wegen dieser charakterlichen persönlichen Note anfälliger gegen Enttäuschungen. Wenn Dein erster Eindruck, den Du persönlich gewinnst, Dir rät, vorsichtig zu sein, dann solltest Du auf jeden Fall auf Deinen Instinkt hören und abblocken. Sich eine gesunde Objektivität zu bewahren, bedeutet auch Selbstschutzaktivierung um gegen mögliche Enttäuschungen vorzubeugen. Vergesse aber niemals, dass Du gutmütig veranlagt bist und zeige weiterhin Deine Offenheit, denn sonst fügst Du Dir selbst einen Schaden zu, nicht anders zu sein. Als Ausgleichstherapie empfehle ich Dir unbedingt autogenes Training und Körperausgleichsübungen. Lerne Dein Gewicht zu verteilen und balanciere Deinen Körper nicht nur im seelischen aus. Gruss, Achim |
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#40
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Verdammt Holger, das darf doch nicht wahr sein! Da bin ich mal ne Weile nicht da und schon kommt sowas schreckliches raus!!!
Oh man, ich wünsch dir von Herzen gute Besserung und daß doch alles gut ausgeht. Niemals aufgeben, niemals die Hoffnung verlieren. |
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:confused:
