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Spieler, Trainer und Mannschaften aus dem Profibereich Hier geht es um die Stars der Szene (Spieler, Trainer und Mannschaften aus dem Profibereich), denen hier einzelne Themen gewidmet sind, in denen diese aber auch selber "bloggen" können.

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  #411  
Alt 14.01.2008, 19:07
Bernd Beringer Bernd Beringer ist offline
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AW: Erklärung zum Ablauf des DTTL-Spieles zwischen Düsseldorf - Würzburg

Das steht seit ein paar Minuten auf tischtennis.de:

DTTB verurteilt "Selbstjustiz" von Müller Würzburg

Frankfurt/Main. Der Verein Müller Würzburg hat in der Deutschen Tischtennis Liga, der obersten deutschen Spielklasse der Herren, bei seinem gestrigen Gastspiel in Düsseldorf, das mit 6:0 für Borussia Düsseldorf endete, in den Einzeln vier Kreisligaspieler eingesetzt. Laut eigener Presseerklärung sollte dies ein Protest gegen angeblich falsche Schiedsrichter-Entscheidungen im letztjährigen ETTU-Cup-Finale zwischen beiden Vereinen sein.

Der Deutsche Tischtennis-Bund (DTTB) verurteilt das Vorgehen von Müller Würzburg auf das Schärfste. “Dies ist ein übler Fall von Selbstjustiz auf Kosten der Zuschauer und der eigenen Sportart“, sagte DTTB-Präsident Thomas Weikert. “Müller Würzburg hat dem eigenen Verein Schande gemacht und die Prinzipien des Sports mit Füßen getreten.“ Der DTTB wird seine satzungsgemäßen Möglichkeiten prüfen, den Verein und die verantwortlichen Funktionäre zu sanktionieren.

Ich persönlich halte das für eine schnelle und angemessene erste Reaktion des DTTB-Präsidiums.
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  #412  
Alt 14.01.2008, 19:59
Tackiness Tackiness ist offline
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AW: Erklärung zum Ablauf des DTTL-Spieles zwischen Düsseldorf - Würzburg

Ob das Zitat wirklich stimmt?

„Wir haben überlegt, wie wir in sportlich fairer Art eine Protestnote gegen die Vorkommnisse beim ETTU-Pokalfinale verteilen können. Da haben wir uns zu diesem Schritt entschieden“, erläuterte Müller. Nach seinen Worten standen die Würzburger Spieler - auch die Profis - hinter diesem Vorgang. Kein Verständnis zeigten die Borussen. „Mit dieser Aktion hat sich Frank Müller aus der Tischtennisfamilie verabschiedet“, meinte Manager Andreas Preuß.
http://www.rp-online.de/public/artic...aktuell/520968
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  #413  
Alt 14.01.2008, 23:26
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Quasimodo Quasimodo ist offline
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AW: Erklärung zum Ablauf des DTTL-Spieles zwischen Düsseldorf - Würzburg

ich verstehe die ganze aufregung auch nicht.frank müller hat mit 4 spielern die bei der dttb offiziell für die erste mannschaft gemeldet sind gespielt. wo bitte ist da der rechtliche fehler???
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  #414  
Alt 15.01.2008, 03:16
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AW: Erklärung zum Ablauf des DTTL-Spieles zwischen Düsseldorf - Würzburg

Über 300 Antworten in diesem Thema. Das hat mich derart gefesselt dass ich mir doch tatsächlich alle durchgelesen habe. Man könnte sicher zu 50 Beiträgen etwas antworten, aber dann müsste man die Antwort wahrscheinlich als Buch binden.
Ich will mich daher nur auf ein paar ausgewählte Beiträge beziehen und allgemein meine Meinung dazu sagen.
Zitat:
Zitat von Turboblock Beitrag anzeigen
die sind doch alle bestochen um den schein zu wahren.ich glaub denen kein wort.
Meine Antwort zu deinem Zitat hat überhaupt nichts mit dem Thema zu tun, aber ich habe von dir jetzt schon mehrfach in diesem Thema Unterstellungen gelesen von Bestechung. Ich halte diese üble Nachrede nicht nur für bedenklich sondern für eine Straftat. Du betreibst anonym Verleumdung und Rufmord und machst dich strafbar.
Ich teile die Meinung der meisten hier, dass dieser Racheakt von Würzburg übers Ziel hinausging, aber beim Lesen der Beiträge bist du mir sofort unangenehm aufgefallen, da in diesem Thema etwa 10% aller Beiträge von dir stammen und du eine regelrechte Hetzkampagne betreibst und ständig anheizst und Öl ins Feuer gießst und dabei nicht zurück schreckst, hanebüchene Bestechungsanschuldigungen mehrfach zu erheben und FM mit der Mafia in Verbindung zu bringen. Damit schiesst du noch viel weiter über das Ziel hinaus wie Würzburg mit ihrem Auftritt in Düsseldorf. Ich denke du solltest dich dringend von deinen Anschuldigungen distanzieren und dich entschuldigen. Mag sein dass Frank Müller solche Aussagen kalt lassen, wäre ich allerdings an seiner Stelle würde ich sofort den Anwalt einschalten und Klage einreichen.
Zitat:
Zitat von Quasimodo Beitrag anzeigen
also wenn hier einer einen fehler gemacht hat dann ist es der dttb.wenn man nicht will das eine mannschaft mit sollchen, in anführungszeichen nicht bundesliga tauglichen spielern spielt warum lässt man diese erst melden??? geht es da nur um die meldegebebühren?
Da ist schon etwas dran. Natürlich sind Ergänzungsspieler auf dem Bogen für den Fall gedacht, wenn nur drei gesunde Profis zur Verfügung stehen, dass der Verein keine Strafe bezahlen muss.
Aber sind wir mal ehrlich: Wenn aufgrund Krankheit oder Verletzung nur drei gesunde Profis zur Verfügung stehen, ist es dann nicht sinnvoller, man lässt einen vierten verletzten Profi auflaufen, der sein Spiel kampflos abgibt und dann vielleicht noch Fans für Autogramme zur Verfügung steht oder Interviews, als man lässt dann einen völlig überforderten Hobbyspieler (und das sind wohl alle ab Regionalliga Mitte runterwärts bis in die Kreisklasse) antreten, wie es Jülich vor 2 oder 3 Jahren gemacht hat.
Denn wenn der DTTB die Spielberechtigung und damit auch Einsatzberechtigung in der 1.Bundesliga für Hobbyspieler genehmigt, dann wäre das die größte Blamage für den DTTB, wenn dieser versucht einen Bundesligaverein zu verklagen, wenn eben diese spielberechtigten Spieler eingesetzt werden - aus welchen Gründen auch immer.

Die Racheaktion von Würzburg fand ich zwar konsequent wie beim Eurocupfinale angekündigt durchgezogen, aber eben nicht nur durchgezogen, sondern auch überzogen.
Sicherlich hat Düsseldorf in Wahrheit nicht dieses Saubermannimage wie es so gerne vom DTTB und auch bei den nervigen Dauer-Boll-und-Düsseldorf-Hochjubelungen von Contenthouse gepflegt wird. Auch bei uns in der Region spielen zwei Vereine 1.Bundesliga und man braucht die Ohren nicht zu spitzen, um zu hören dass es um den Ruf von Düsseldorf hinsichtlich ihres Verhaltens aufgrund mehrerer Vorfälle nicht besonders gut steht.
Aber so eine radikale Racheaktion zu fahren ist schon heftig. Auf der anderen Seite stellt sich natürlich die Frage, wie man sonst mal mit bundesweitem Aufsehen darauf hinweisen könnte, dass das Auftreten und Verhalten seitens verschiedener Düsseldorfer Spieler und Funktionäre ein ums andere Mal für böses Blut gesorgt hat und diese Kritik immer von allen Seiten unter den Teppich gekehrt wird.
Würzburg hatte den Mut mal das Maul aufzumachen und mit dem Finger auf Düsseldorf zu zeigen. Schade dass Vereinen wie Frickenhausen, Plüderhausen oder Grenzau bislang dieses Rückgrat gefehlt hat. Da wird nur hinter vorgehaltener Hand geschimpft. Auf der anderen Seite wird man aber auch schnell zum schlechten Verlierer abgestempelt, wenn sich Vereine negativ über Düsseldorf äussern würden. Dann heisst es, alles nur Neid. Trotzdem schade dass manchen die hintenrum schimpfen, vornerum bzw. öffentlich der Mumm fehlt.
Schade aber auch, dass Würzburg keine andere Massnahme eingefallen ist, dies publik zu machen. Allerdings fällt mir selber auch keine Aktion ein, die genauso oder ähnliches Aufsehen erregt hätte. Wenn die Würzburger einfach gar nicht angetreten wären, dann hätten sie gegen die Regeln verstossen und Strafe gezahlt und dieser Vorfall und die Presseerklärung wäre nach zwei Tagen vergessen gewesen und es hätte vermutlich nicht mal 10% der Diskussionen in Deutschland gegeben.

Lächerlich ist aber, dass hier manche ML anprangern. Sind zwar nur wenige, aber trotzdem. Ich kenne ML persönlich seit etwa Mitte der 90-er Jahre, da ich in einem Nachbarverein spiele. Wer ihn kennt, der weiss dass er jederzeit in der Lage ist sehr deutlich seine Meinung zu sagen. Er ist das krasse Gegenteil von jemandem, der mit der breiten Masse schwimmt, kein Ja-Sager, kein Arschkriecher, keiner der sich verbiegen lässt.
Ich weiss nicht wie er selber die Aktion seines Clubs beurteilt, aber ich bin mir sicher dass er seine Meinung intern geäussert hat, egal ob er die Racheaktion verurteilt oder befürwortet hat. Ich kenne Frank Müller nicht persönlich, aber ich kenne ML so gut, dass er sich auch von einem Frank Müller nicht das Wort verbieten lassen würde. Und ich bin auch überzeugt, dass sich ML auch nicht dem Lockruf des Geldes von Frank Müller geschlagen geben würde, sondern wenn er anderer Meinung ist, dann ist und bleibt er das auch.
Und deshalb bin ich auch überzeugt, dass sich ML hier nicht etwa deshalb nicht mehr äussert, weil er vom Manager mit einem Geldumschlag still gestellt wurde, sondern weil es ihm entweder zu blöd ist oder er einfach keine Zeit hat oder noch viel wahrscheinlicher er aus juristischen Gründen momentan nichts sagen darf. Ist doch immer so, dass man sich bei schwebenden Verfahren nicht äussern darf und auf der DTTB Homepage steht doch, dass die juristische Schritte prüfen um Würzburg und deren Funktionäre zu sanktionieren.
Deshalb finde ich es schade, wenn manche ausgerechnet den Mann dem wir dieses Forum hier und vieles andere zu verdanken haben, in so einer Situation so angehen, in der er sich vermutlich nicht mal wehren kann, statt ihm den Rücken zu stärken.
Ist doch Schwachsinn ihn als Trainer oder genauso die Würzburger Profispieler anzuprangern, wenn der Verein selber inclusive Vorstand, Präsidium und Management so eine Entscheidung trifft. Das ist Politik und hat nichts mit Sport zu tun. Mannschaft und Trainer sind für das Sportliche zuständig, für die Politik ist die Vereinsführung zuständig. Da haben Mannschaft und Trainer nach aussen hin keine Stellung zu beziehen, vor allem öffentlich keine Vorstands- und Präsidiumsbeschlüsse in Frage zu stellen, auch wenn sie (was nicht bewiesen ist) anderer Meinung gewesen sein sollten.

Völlig untypisch ist für ML allerdings, dass er wie der Forenstammgast "Cheftrainer" schrieb (der ja beim Spiel in Düsseldorf als Zuschauer vor Ort war), zusammen mit Frank Müller und den Profispielern einfach abgehauen ist und die Kreisklassespieler vor 650 Zuschauern ihrem Schicksal überlassen hat. Von Übergriffen aufgebrachter Fans ist nichts bekannt, vor denen man hätte flüchten müssen. Zwar halte ich Worte wie "feige Flucht", von denen ich hier gelesen habe, für unpassend, allerdings hat oder hätte man (es ist nicht bewiesen) die Kreisklassespieler im Stich gelassen, wenn kein Offizieller des Vereines mehr dagewesen ist.

Morgen habe ich übrigens Kontakt mit jemanden, der beim Eurocupfinale zwischen Düsseldorf und Würzburg als neutraler interessierter Zuschauer in der Halle war, der aber mal garantiert kein Würzburg- und vor allem kein Müllerfreund ist, aber auch kein Düsseldorfsympathisant. Bin mal gespannt was der mir über das Spiel berichtet.

Meine Meinung ist und bleibt, dass selbst sehr unsportliches Verhalten von Düsseldorf im Endspiel nicht diese Art der Racheaktion rechtfertigt. Durchaus eine andere Aktion, aber eben nicht diese. Die Intention mag richtig gewesen sein, der Weg der falsche.
Auch glaube ich, dass die Presseerklärung der Müller Würzburg von den meisten hier ignoriert wird, vielleicht bewusst, vielleicht unbewusst, denke da könnte man durchaus kontrovers einige Punkte diskutieren.

Verlierer ist der Sport, Gewinner sehe ich keine.
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  #415  
Alt 15.01.2008, 03:26
Tackiness Tackiness ist offline
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AW: Erklärung zum Ablauf des DTTL-Spieles zwischen Düsseldorf - Würzburg

Zitat:
Zitat von VfL Beitrag anzeigen
Ich will mich daher nur auf ein paar ausgewählte Beiträge beziehen und allgemein meine Meinung dazu sagen.
Sehr guter Beitrag, sachlich und ausgewogen - wäre schön, wenn sich alle hier daran ein Beispiel nehmen könnten.

Was "turboblock" angeht, so muss man ihn einfach ignorieren; das ist halt nur zwanghaftes Geschwafel (gelegentlich mit etwas Wahrheit in Sachen Spielstärke usw., aber nicht zu Themen wie diesem hier).
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  #416  
Alt 15.01.2008, 07:24
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AW: Erklärung zum Ablauf des DTTL-Spieles zwischen Düsseldorf - Würzburg

@VfL
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"Die gefährlichsten Massenvernichtungswaffen sind die Massenmedien. Denn sie zerstören den Geist, die Kreativität und den Mut der Menschen, und ersetzen diese mit Angst, Misstrauen, Schuld und Selbstzweifel"
M.A. Verick

Ich bin der Vogtländer, AHOI !

http://www.blau-weiss-reichenbach.de/
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  #417  
Alt 15.01.2008, 10:10
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AW: Erklärung zum Ablauf des DTTL-Spieles zwischen Düsseldorf - Würzburg

In der Würzburger Lokalpresse (Mainpost) sorgt das Spiel wie bereits gestern auch heute für Schlagzeilen:

Zitat:
Der Hobby-Kabarettist und die Bundesliga

Reaktionen zur umstrittenen Würzburger Tischtennis-Aktion bei Borussia Düsseldorf

Wenn die Leute über ihn lachen, dann hat Dieter Schwind alles richtig gemacht. Dieter Schwind ist Hobby-Kabarettist. Aber ob er alles richtig gemacht hat, als die Leute über ihn lachten, als er – wie am Sonntag geschehen – in der Tischtennis-Bundesliga von einem der besten Spieler der Welt vorgeführt wurde? Die denkwürdige 0:6-Niederlage von Müller Würzburg gegen Borussia Düsseldorf jedenfalls sorgte auch noch am Montag für regen Gesprächsstoff. . .

Statt mit der Bundesliga-Mannschaft zu spielen, bot Müller Würzburg nach den Eingangsdoppeln (in einem stand im übrigen Namensgeber und Sponsor Frank Müller selbst) vier Hobbyspieler, die in der Kreisliga und darunter spielen, auf.

Der Auftritt des ansonsten in der 1. Kreisliga spielenden 52-jährigen Taxiunternehmers Schwind gegen den dreifachen Europameister Timo Boll findet sich mittlerweile auf einer bekannten Videoplattform im Internet. Peinlich ist Schwind das nicht. „So wild war das gar nicht, bei meinem Spiel ging es relativ gesittet zu“, kommentierte Schwind am Montag die Reaktionen der Zuschauer auf seinen Einsatz in Deutschlands höchster Spielklasse. Boll habe ihm beim Handschlag nur angegrinst, ohne etwas zu sagen.

Zweiter im Bunde der ungewöhnlichen Würzburger Bundesligamannschaft war Vereinspräsident Peter Schürer. „Man kann sich ja vorstellen, dass sich ein Kreisligaspieler nicht gerne gegen Timo Boll und Co hinstellt. Aber wir haben das ja nicht aus Jux und Tollerei gemacht, sondern wollten ein Zeichen setzen“, rechtfertigt der 40-Jährige das Vorgehen des Klubs. Am meisten hätten ihm die Zuschauer leid getan, fügt er an. Einen gewissen Respekt bringt er den Düsseldorfer Profis entgegen: „Wenn die gewollt hätten, hätten sie ja an der Platte kurzen Prozess mit uns machen können.“

Georg Münzhuber (58), Pressechef von Müller Würzburg und für ein paar Minuten Bundesligaspieler, suchte nach Erklärungen: Es gab halt nur drei Möglichkeiten, nachdem unser Hauptsponsor Frank Müller nach dem unmöglichen Verhalten der Düsseldorfer (Anm. der Red. Würzburg fühlte sich im internationalen ETTU-Finale im Jahr 2006 betrogen und unfair behandelt von Düsseldorfer Spielern, Funktionären und Schiedsrichtern) klargestellt, dass er nie mehr mit einer seiner Mannschaften gegen Düsseldorf antreten würde. „Entweder wir wären nicht angetreten und hätten wohl eine Verbands-Strafe und Schadenersatzforderung in einer Gesamthöhe von rund 20 000 Euro bezahlen müssen. Oder wir hätten mit der besten Mannschaft spielen können und somit unseren Hauptsponsor im Regen stehen lassen. Die dritte Alternative war halt die, die nun für Gesprächsstoff sorgte. Wir sind mit dieser Mannschaft angetreten.“ Ob er sich dabei wohlgefühlt habe? „Naja, dazu sag ich lieber nix.“

Der Verband sieht die ungewöhnliche Protestaktion Würzburgs gegen vermeintliche Manipulationen beim ETTU-Pokalfinal-Rückspiel vergangenes Jahr sehr kritisch. „Das ist sportlich nicht gerechtfertigt und unfair. Damit hat Würzburg dem Sport einen Bärendienst erwiesen“, sagt auf Anfrage dieser Zeitung der Präsident des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) Thomas Weikert. Er wolle sich mit dem Oberschiedsrichter in Verbindung setzen und dann abwägen, ob eventuell der Kontrollausschuss in der Sache tätig wird. Weikert sieht die Fans als die Leidtragenden der Auseinandersetzung: „Die wollten Spaß haben und das ist ihnen vergällt worden“.

Ein gewisses Verständnis gibt es für die Würzburger Aktion bei den Verantwortlichen der anderen Bundesligisten.
„Ich denke aber, dass es für das Tischtennis allgemein schädlich ist“, erklärt etwa Jülichs Manager Arnold Beginn.

„Das ist sicher nicht die richtige Maßnahme, aber ich kann es nachfühlen“, sagt Grenzaus Präsident Manfred Gstettner. Sein Verein habe auch schon erlebt, dass es in Düsseldorf in entscheidenden Momenten Heimschiedsrichter gebe.

Gönnerns Trainer Helmut Hampl monierte, dass die Unterfranken nicht den normalen Weg gegangen sind. „Es gibt Protestmöglichkeiten und wenn man sich benachteiligt fühlt, kann man beim Verband die entsprechenden Gremien anrufen. Ich kann Würzburg zwar verstehen, finde aber nicht, dass das der richtige Weg ist.“

Zwei Herzen schlagen in der Brust von Christoph Reuhl. „Als Ligaauschuss-Vorsitzender kann ich die Verärgerung von Düsseldorf sehr wohl verstehen. Aber Würzburg hat sich im Rahmen der Regeln bewegt. damit ist gegen die Aufstellung nichts zu sagen.“ Als Manager des TTC Frickenhausen kann auch er die Motive für die Aktion nachvollziehen. „Wir hatten in Düsseldorf schon öfter Probleme mit Schiedsrichterentscheidungen, dennoch würden wir so etwas nie machen“, so Reuhl.

Der Ausrüster der Domstädter wollte sich zu den Vorgängen vom Sonntag nicht äußern. „In den sportlichen Bereich mischen wir uns nicht ein“, so ein Sprecher des Herstellers Tibhar. Konsequenzen seitens des Unternehmens werde es nicht geben, schließlich habe man seit Jahren mit Würzburg ein gutes Verhältnis.

Einwurf
Es gab vor gar nicht so langer Zeit im Fernsehen eine Unterhaltungssendung namens „Rache ist süß“. Da durften sich Menschen, die sich über Streiche anderer Zeitgenossen geärgert hatten, vor laufender Kamera rächen. Das war manchmal lustig, weil nun mal Schadenfreude die schönste Freude sein soll. Am Sonntagnachmittag wollte sich vermutlich ein ganzer Verein rächen, weil er im Jahr 2006 mal geärgert wurde. Betrogen und unsportlich behandelt vom vielfachen deutschen Meister Borussia Düsseldorf hatte sich damals das Bundesliga-Tischtennis-Team von Müller Würzburg gefühlt. Wegen ein paar monierter Aufschläge und eines dadurch verlorenen wichtigen Spiels. Das war zwar wirklich ärgerlich für die Mainfranken, aber halt nicht zu ändern. Oder doch? Sowas schrie geradezu nach Rache. Nur – dieser Versuch ging gründlich daneben.
Wenn 1000 zahlende Zuschauer in Düsseldorf 52 Minuten lang zusehen müssen, wie ältere Hobbyspieler – immerhin der Vorsitzende und weitere Funktionäre im Alter von 40 bis 58 Jahren – von Müller Würzburg – gegen die fast komplette deutsche Nationalmannschaft ein Bundesliga-Spiel bestreiten, dann hat das mit Schabernack, Rache oder Schadenfreude nur wenig gemein. Ein solcher Auftritt ist einfach nur unprofessionell und peinlich.
Wenn eine Sportart Jahr für Jahr um Akzeptanz buhlt, Fernseh-Zeiten einfordert und Zuschauerzahlen erhöhen will, dann sind derartige Versuche wie der von Müller Würzburg nicht mehr zu verstehen. Es sein denn, die Cracks von Müller Würzburg haben die Fernseh-Sendung verwechselt, in der sie gerne aufgetreten wären. Bei den 100 peinlichsten Sportauftritten der Welt hätten sie nach diesem Rache-Versuch zweifelsfrei einen der vorderen Plätze erkämpft. Mehr aber auch nicht.
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  #418  
Alt 15.01.2008, 21:35
Druckschupf Druckschupf ist offline
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AW: Erklärung zum Ablauf des DTTL-Spieles zwischen Düsseldorf - Würzburg

Wer von Euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein (Ball...)!

Die Aktion von Würzburg war sicher nicht o.k. >>
Zahlende Zuschauer wurden verprellt!

Die haben dafür aber auch das Geld zurückbekommen....

Aber immer nur auf Herrn Müller oder auch Würzburg rumzukloppen ist auch ein
wenig dünn..... Das hört sich alles viel zu einseitig an.

Düsseldorf hat sich in den letzten Jahren dem Hören und Sagen nach bei vielen Clubs unbeliebt gemacht; wenn es damals im Endspiel tatsächlich nicht korrekt abgelaufen ist und der Schiedsrichter unter Druck gesetzt wurde, (was aus Würzburger Sicht zu beweisen wäre.....), kann ich persönlich die Aktion der Würzburger zwar nicht gutheissen, menschlich aber nachvollziehen.

Sauer wäre in diesem Fall sicher jeder Einzelne von Euch!!

Auch das Nichtaushändigen der Silbermedaille ist nicht in Ordnung.

Sanktionen seitens des DTTB zu verhängen, entbehrt meiner Meinung nach jeglicher Rechtsgrundlage. Ich wüsste nicht, was Würzburg regeltechnisch falsch gemacht haben sollte.

Na ja, ist nicht meine Baustelle. Werde nie gegen einen Boll spielen.......


Gruss, Druckschupf
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  #419  
Alt 15.01.2008, 21:44
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AW: Erklärung zum Ablauf des DTTL-Spieles zwischen Düsseldorf - Würzburg

Hab jetzt oft gelesen, dass dem TT-Sport durch die Würzburg-Aktion Schaden zugefügt wurde.
Kann mir das mal jemand erklären, welcher Schaden da enstanden ist? 650 Zuschauer, okay, die Hälfte Freikarten, viele in der TT-Schule und eine Hand voll zahlender Zuschauer, die m.W. das Geld zurück bekommen haben... dafür wird Tischtennis aber mal wieder wahrgenommen, und, wie ich in meinem Bekanntenkreis der Nicht-TT-Spieler feststellen konnte, über Sinn und Unsinn dieser Aktion diskutiert.
Amüsiert haben sich aber alle darüber ich auch
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  #420  
Alt 15.01.2008, 22:10
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Siegmund Freud Siegmund Freud ist offline
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Ich habe mir den abgezählten Aufschlag angesehen und muss sagen, dass er nicht verdeckt war und von Leung der wohl am regelgerechtesten gespielte Aufschlag war. Da hätten andere Aufschläge mehr Diskussionsstoff hergegeben.

Ich frage mich auch, warum Korbel nicht so sportlich war und den Fehler des Schiedsrichter korrigiert hat.
Wenn ich mich an Bundesligaspiele in den 90er Jahren oder ENC-Spiele erinnere, da haben die Profis in strittigen Situationen anschliessend den Ball bewusst ins Netz oder auf die eigene Tischhälfte gespielt. Das war noch Sportlichkeit. Davon scheint heute nicht mehr viel übrig zu sein.
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