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  #61  
Alt 20.07.2008, 15:52
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Hey deejay

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Ja, ich verstehe was Du meinst, aber nach meinen "Holz-Kenntnissen" müsste es eigentlich langsamer sein: Hochfrequente Hölzer beschleunigen den Ball laut Wikipedia mehr als niederfrequente, und je kleiner das Holz desto hochfrequenter. Aber vielleicht ist das ja auch Müll, was da steht - wobei ja allerdings auch immer behauptet wird, dass ein kleiner gemachtes Holz insgesamt schneller werden soll...

Das normale Amultart wiegt übrigens ohne Zusazgewicht 87g, das vergrößerte 101g. Es ist auch nicht so,dass man damit jetzt nicht spielen könnte, die Temporeserven sind enorm - was die High Speed Freunde bestimmt gerne hören werden - aber es wird dadurch halt auch nicht gerade leichter die Bälle beim Returnspiel zu kontrollieren, und wenn ich da nicht im grünen Bereich liege, dann nützt mir der schnellste Topspin auch nix mehr...

Viele Grüße,
deejay

P.S.: Vielleicht können ja "Cheftrainer" oder "Martinspin" hierzu auch etwas sagen...
Wenn du ein Holz nimmst und es kleiner schleifst, wird es auf jeden Fall schneller und der Anschlag ist auch härter d.h. der Sound wird höher, je mehr man verkleinert.

Da ich ein Fan von richtig alten Stigahölzern bin und ich sehr viele Hölzer besitze, weiss ich, dass der Anschlag von der Holzkonstruktion her nicht direkt einen Zusammenhang mit dem Tempo haben muss. Gerade die alten Stigahölzer haben ausnahmslos einen sehr weichen Anschlag bzw. tiefen Sound. Die sind z.T. 6.0 mm dick und dadurch sehr schnell.

Bei den alten Stigahölzern sorgte die Verleimung der Furniere mit Knochenleim dazu, dass trotz hohem Tempo ein sehr weiches Spielgefühl entstand. Ich hab ein Stiga Ehrlich aus den 50er, welches einen weichen Anschlag hat, OFF-Tempo hat und erst noch ziemlich elastisch ist.

Es ist besser, man geht davon aus, dass Anschlag und Tempo von der Holzkonstruktion her nicht in direktem Zusammenhang stehen.

Ich vermute mal, dass das vergrösserte Amultart einen etwas härteren Kern abgekriegt hat, weil sonst wäre es nicht schneller. Das höhere Tempo wirst du beim Dotz-Test wahrscheinlich kaum bemerken. Die Verleimung der Holzfurniere dürfte bei beiden Hölzern die gleiche sein, da beim grösseren Holz der Sound ja auch entsprechend tiefer ist. Ich gehe davon aus, das eine härtere Verleimung auch zu einem entsprechend härteren Anschlag führen würde.

Was mich jedoch wirklich wundert, ist deine Festellung bezüglich der Kontrolle. Normalerweise spielt sich ein schwerer Schläger kontrollierter bezüglich Tempo und Platzierung. Offenbar ist das bei dir nicht so der Fall. Vielleicht brauchst du einfach noch mehr Zeit, dich an das schwere Holz zu gewöhnen, weil die Hebelkräfte sind schon sehr verschieden. Mit den alten Bewegungsmustern wirst du in der ersten Zeit erst einmal schlechter bzw. unsicherer spielen. Wenn die Sicherheit wieder aufblüht, lässt sich in der Regel wieder direkter und aggressiver spielen und das Grundgefühl ist viel besser.

Cheers, Martin
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Geändert von martinspin (20.07.2008 um 15:56 Uhr)
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  #62  
Alt 20.07.2008, 16:35
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Zitat:
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Hey deejay



Wenn du ein Holz nimmst und es kleiner schleifst, wird es auf jeden Fall schneller und der Anschlag ist auch härter d.h. der Sound wird höher, je mehr man verkleinert.

Da ich ein Fan von richtig alten Stigahölzern bin und ich sehr viele Hölzer besitze, weiss ich, dass der Anschlag von der Holzkonstruktion her nicht direkt einen Zusammenhang mit dem Tempo haben muss. Gerade die alten Stigahölzer haben ausnahmslos einen sehr weichen Anschlag bzw. tiefen Sound. Die sind z.T. 6.0 mm dick und dadurch sehr schnell.

Bei den alten Stigahölzern sorgte die Verleimung der Furniere mit Knochenleim dazu, dass trotz hohem Tempo ein sehr weiches Spielgefühl entstand. Ich hab ein Stiga Ehrlich aus den 50er, welches einen weichen Anschlag hat, OFF-Tempo hat und erst noch ziemlich elastisch ist.

Es ist besser, man geht davon aus, dass Anschlag und Tempo von der Holzkonstruktion her nicht in direktem Zusammenhang stehen.

Ich vermute mal, dass das vergrösserte Amultart einen etwas härteren Kern abgekriegt hat, weil sonst wäre es nicht schneller. Das höhere Tempo wirst du beim Dotz-Test wahrscheinlich kaum bemerken. Die Verleimung der Holzfurniere dürfte bei beiden Hölzern die gleiche sein, da beim grösseren Holz der Sound ja auch entsprechend tiefer ist. Ich gehe davon aus, das eine härtere Verleimung auch zu einem entsprechend härteren Anschlag führen würde.

Was mich jedoch wirklich wundert, ist deine Festellung bezüglich der Kontrolle. Normalerweise spielt sich ein schwerer Schläger kontrollierter bezüglich Tempo und Platzierung. Offenbar ist das bei dir nicht so der Fall. Vielleicht brauchst du einfach noch mehr Zeit, dich an das schwere Holz zu gewöhnen, weil die Hebelkräfte sind schon sehr verschieden. Mit den alten Bewegungsmustern wirst du in der ersten Zeit erst einmal schlechter bzw. unsicherer spielen. Wenn die Sicherheit wieder aufblüht, lässt sich in der Regel wieder direkter und aggressiver spielen und das Grundgefühl ist viel besser.

Cheers, Martin
Hallo Martin,

danke für Deine schnelle, ausführliche und auch einleuchtende Antwort!

In der Tat könnte das Kernfurnier, aber eventuell ja auch die Aussenfurniere(?), härter sein, dies würde in meinen Augen auch den großen Gewichtsunterschied erklären(87g vs 101g). Ich hatte mir mal eines von meinen "Special" Joo Hölzern mit 102g Gewicht auf Angriffsholzstandardgröße kleiner gemacht, um es mal als reines Angriffsholz zu testen, das anschließende Gewicht betrug 96g, also nur 6g Differenz! Deshalb hatte ich bei meinem vergrößerten Amultart ursprünglich auch auf ein Gewicht von maximal 95g spekuliert. User "Basicchannel hatte mal ein "Special" Joo mit 95g ersteigert und war enttäuscht, dass sein Holz sich spürbar anders und eben auch langsamer als mein 100g schweres "Special" Joo Hauptholz gespielt hat...

2 Fragen stehen für mich jetzt allerdings noch im Raum:

1. Welches meiner Amultart Hölzer entspricht der durchschnittlichen Amultart Produktion? Aber diese Frage wird wohl im Laufe der Zeit von weiteren Amultart Spielern geklärt werden, denn es ist ein sensationelles Holz...

2. Die Hebelkräfte müssten ja eigentlich durch das mit Gewichtskantenband ausgeglichene Gewicht identisch sein, gleichfalls dann doch auch die Bewegungsmuster - oder siehst Du das anders?

Viele Grüße,
Uli

P.S.: Deine Abschlussaussage lässt mich hoffen, und es war ja auch erst das allererste Training mit dem Semi Large Holz...

Geändert von deejay (20.07.2008 um 16:37 Uhr)
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  #63  
Alt 20.07.2008, 16:44
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Hey Uli

Zitat:
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Die Hebelkräfte müssten ja eigentlich durch das mit Gewichtskantenband ausgeglichene Gewicht identisch sein, gleichfalls dann doch auch die Bewegungsmuster - oder siehst Du das anders?
Finde ich eine coole Idee, mit Gewichtskantenband ursprüngliche Verhältnisse auszugleichen. Trotzdem muss sich dein Bewegungsapparat er einmal an das grössere Gesamtgewicht gewöhnen.

Kleiner Input zur Lastigkeit: Ein mehr grifflastiger Schläger hat Vorteile für das Defensivspiel und ein mehr kopflastiger Schläger für das Block, Konter und Schussspiel über Tisch. Wenn dir die Defensive deines Spiels wichtiger ist wie das Blocken, Kontern und Schiessen, würde ich das Gewichtskantenband mal weglassen und normales Kantenband nehmen.

Cheers, Martin
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  #64  
Alt 20.07.2008, 16:56
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Zitat:
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Hey Uli



Finde ich eine coole Idee, mit Gewichtskantenband ursprüngliche Verhältnisse auszugleichen. Trotzdem muss sich dein Bewegungsapparat er einmal an das grössere Gesamtgewicht gewöhnen.

Kleiner Input zur Lastigkeit: Ein mehr grifflastiger Schläger hat Vorteile für das Defensivspiel und ein mehr kopflastiger Schläger für das Block, Konter und Schussspiel über Tisch. Wenn dir die Defensive deines Spiels wichtiger ist wie das Blocken, Kontern und Schiessen, würde ich das Gewichtskantenband mal weglassen und normales Kantenband nehmen.

Cheers, Martin
Das Gesamtgewicht ist durch das Kantenband(20g!) beim normalen Amultart exakt gleich, und somit auch die Gewichtsverteilung - das hatte ich im Vorfeld schon so geplant...
Allerdings fühlt sich das Ganze bei gleichen Bewegungsabläufen trotzdem irgendwie "anders" an...

Aber eine weitere Frage hätte ich noch: Im Moment habe ich auf der RH den Feint Long 3 in 1,1mm. Weißt du, ob ein Feint Long 3 in 1,3mm das Ganze aufgrund des weichen und dämpfenden Schwamm langsamer, oder aber aufgrund der größeren Schwammdicke eher schneller machen würde? Beim Curl wäre die Antwort aufgrund des recht dynamischen Schwamms ja klar, aber beim Feint Long 3 kann ich das jetzt nicht einschätzen...

viele grüße,
Uli

Geändert von deejay (20.07.2008 um 17:14 Uhr)
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  #65  
Alt 20.07.2008, 17:28
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Hoi Uli

Zitat:
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Aber eine weitere Frage hätte ich noch: Im Moment habe ich auf der RH den Feint Long 3 in 1,1mm. Weißt du, ob ein Feint Long 3 in 1,3mm das Ganze aufgrund des weichen und dämpfenden Schwamm langsamer, oder aber aufgrund der größeren Schwammdicke eher schneller machen würde? Beim Curl wäre die Antwort aufgrund des recht dynamischen Schwamms ja klar, aber beim Feint Long 3 kann ich das jetzt nicht einschätzen...
Habe kürzlich ein Exemplar vom FL III weggegeben, daher ich ich nicht direkt vergleichen. In der Regel werden die grLN mit mehr Schwamm auch schneller. Bloss auf Balsahölzern scheint es umgekehrt zu sein, da der Schwamm hier eine mehr dämpfende Wirkung hat.

Cheers, Martin
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  #66  
Alt 20.07.2008, 17:34
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Nachtrag!

@ Martin:

Mir ist gerade "aufgefallen", dass auch wenn durch das Kantenband das Schlägerblatt jeweils das gleiche Gesamtgewicht aufweist, es doch trotzdem erhebliche Unterschiede in der Gewichtsverteilung beim Schlägerblatt gibt, d.h. dass das Gewicht beim Semi Large Schlägerblatt gleichmäßig verteilt ist, während es beim normalen aber beschwerten Schlägerblatt halt am Rand eindeutig schwerer ist.
Wie und warum sich das jetzt auswirkt, weiß ich nicht, aber es tut es zweifellos...

Nochmals viele Grüße,
Uli
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  #67  
Alt 20.07.2008, 17:44
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Hey Uli

Zitat:
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Nachtrag!

@ Martin:

Mir ist gerade "aufgefallen", dass auch wenn durch das Kantenband das Schlägerblatt jeweils das gleiche Gesamtgewicht aufweist, es doch trotzdem erhebliche Unterschiede in der Gewichtsverteilung beim Schlägerblatt gibt, d.h. dass das Gewicht beim Semi Large Schlägerblatt gleichmäßig verteilt ist, während es beim normalen aber beschwerten Schlägerblatt halt am Rand eindeutig schwerer ist.
Wie und warum sich das jetzt auswirkt, weiß ich nicht, aber es tut es zweifellos...
Denke schon, dass das was mit der Gewichtsverteilung was zu tun hat. Rein gefühlsmässig würde ich kein Gewichtskantenband nehmen, weil das irgendwie instabile Verhältnisse schafft.

Du könntest die Lastigkeit überprüfen, indem du die Schläger mit Belägen auf eine Tischkante legst und das Gleichgewicht suchst. Ich glaube, dass der Schläger mit dem Gewichtskantenband kopflastiger geworden ist.

Cheers, Martin
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  #68  
Alt 20.07.2008, 21:05
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Hey Uli



Denke schon, dass das was mit der Gewichtsverteilung was zu tun hat. Rein gefühlsmässig würde ich kein Gewichtskantenband nehmen, weil das irgendwie instabile Verhältnisse schafft.

Du könntest die Lastigkeit überprüfen, indem du die Schläger mit Belägen auf eine Tischkante legst und das Gleichgewicht suchst. Ich glaube, dass der Schläger mit dem Gewichtskantenband kopflastiger geworden ist.

Cheers, Martin
Ich vermute, dass der Schläger durch das Zusatzgewicht in der Tat etwas kopflastiger ist, und dadurch auch das Kontrollverhalten ein anderes sein könnte...

Eine weitere Frage, die ich mir gerade stelle, ist, ob sich ein vergrößertes Schlägerblatt auch katapultiger spielt, und von daher eben direkter "anspringt", und dadurch bei weicheren oder langsameren Bewegungen das Kontrollverhalten verändert bzw. verschlechtert - könntest Du dazu vielleicht noch etwas sagen?

Viele Grüße,
Uli
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  #69  
Alt 20.07.2008, 21:53
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Hey Uli

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Eine weitere Frage, die ich mir gerade stelle, ist, ob sich ein vergrößertes Schlägerblatt auch katapultiger spielt, und von daher eben direkter "anspringt", und dadurch bei weicheren oder langsameren Bewegungen das Kontrollverhalten verändert bzw. verschlechtert - könntest Du dazu vielleicht noch etwas sagen?
Mit dem vergrösserten Schlägerblatt und dem damit verbundenen höheren Gewicht solltest du eigentlich mehr Kontrolle in den Schlägen haben. Eigentlich müsste es so sein, dass der gleiche Belag sich auf dem grösseren Schlägerblatt weniger katapultig spielt. Da dein Oversize-Modell jedoch schneller ist, hat das wohl in erster Linie damit zu tun.

Wenn du zu viel Katapult hast, brauchst du einen etwas härteren Belag. Du kannst deinen Lieblingsbelag nehmen und in Zukunft schwerere Exemplare selektieren lassen, den Belag straffer aufziehen oder die Schwammstärke etwas senken. Der Abstimmung zwischen Belag und Holz spielt eine nicht zu unterschätzende Rolle. Grundregel für NI-Beläge (gilt nicht für Anti): Spielt sich der Schläger zu katapultig, ist entweder der Belag zu weich oder das Holz zu schnell. Spielt sich der Schläger zu kontrolliert, ist der Belag zu hart oder das Holz zu langsam.

Könnte auch gut sein, dass der Belag einen Tick zu griffig ist für das schnellere Oversize-Holz. Die Chinesen spielen ihre klebrigen Beläge mit Vorliebe auf eher medium-elastischen (Stiga-) Hölzern. Wahrscheinlich brauchen griffige bis klebrige Beläge einen Ticken mehr Kontaktzeit mit dem Holz, um kontrolliert gespielt werden zu können. Ich weiss mit Sicherheit, dass für meine OFF-Hölzer ein Belag geeignet ist, der die Rotation mehr durch das Schwammkatapult bezieht wie durch eine hochgriffige Oberfläche. Mit zu hoher Griffigkeit werde ich zu empfindlich gegenüber dem ankommenden Tempo und Rotation.

Die Lastigkeit verändert sich beim Oversize-Holz in Richtung Grifflastigkeit, was zwar gut für die Abwehr ist, aber etwas schlechter für Block, Konter und Schuss. Beim Spiel über Tisch ist wäre es gut, wenn der Schläger nicht zu grifflastig ist. Du kannst das korrigieren, indem du die Beläge vorne etwas überstehen lässt oder grundsätzlich die Beläge ein klein weniger höher ansetzt.

Du siehst, es gibt mehrere mögliche Gründe, warum du mit dem Oversize-Holz mehr Kontrollprobleme haben kannst. Für jedes Problem gibt es meist eine einfache Lösung für die Feinjustierung.
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  #70  
Alt 20.07.2008, 23:29
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Hey Uli



Mit dem vergrösserten Schlägerblatt und dem damit verbundenen höheren Gewicht solltest du eigentlich mehr Kontrolle in den Schlägen haben. Eigentlich müsste es so sein, dass der gleiche Belag sich auf dem grösseren Schlägerblatt weniger katapultig spielt. Da dein Oversize-Modell jedoch schneller ist, hat das wohl in erster Linie damit zu tun.

Wenn du zu viel Katapult hast, brauchst du einen etwas härteren Belag. Du kannst deinen Lieblingsbelag nehmen und in Zukunft schwerere Exemplare selektieren lassen, den Belag straffer aufziehen oder die Schwammstärke etwas senken. Der Abstimmung zwischen Belag und Holz spielt eine nicht zu unterschätzende Rolle. Grundregel für NI-Beläge (gilt nicht für Anti): Spielt sich der Schläger zu katapultig, ist entweder der Belag zu weich oder das Holz zu schnell. Spielt sich der Schläger zu kontrolliert, ist der Belag zu hart oder das Holz zu langsam.

Könnte auch gut sein, dass der Belag einen Tick zu griffig ist für das schnellere Oversize-Holz. Die Chinesen spielen ihre klebrigen Beläge mit Vorliebe auf eher medium-elastischen (Stiga-) Hölzern. Wahrscheinlich brauchen griffige bis klebrige Beläge einen Ticken mehr Kontaktzeit mit dem Holz, um kontrolliert gespielt werden zu können. Ich weiss mit Sicherheit, dass für meine OFF-Hölzer ein Belag geeignet ist, der die Rotation mehr durch das Schwammkatapult bezieht wie durch eine hochgriffige Oberfläche. Mit zu hoher Griffigkeit werde ich zu empfindlich gegenüber dem ankommenden Tempo und Rotation.

Die Lastigkeit verändert sich beim Oversize-Holz in Richtung Grifflastigkeit, was zwar gut für die Abwehr ist, aber etwas schlechter für Block, Konter und Schuss. Beim Spiel über Tisch ist wäre es gut, wenn der Schläger nicht zu grifflastig ist. Du kannst das korrigieren, indem du die Beläge vorne etwas überstehen lässt oder grundsätzlich die Beläge ein klein weniger höher ansetzt.

Du siehst, es gibt mehrere mögliche Gründe, warum du mit dem Oversize-Holz mehr Kontrollprobleme haben kannst. Für jedes Problem gibt es meist eine einfache Lösung für die Feinjustierung.
Ich werde dran arbeiten, aber es macht ja auch Spaß sich immer mehr in die jeweilige Materie durch "Rumbasteln" einzuarbeiten und dazu zu lernen...

Was ich jetzt allerdings nicht verstehe, ist, wieso ein Oversize Holz grifflastiger sein soll. Dass meines jetzt im Vergleich zum dem mit dem Zusatzgewicht grifflastiger ist, das ja, aber generell???

Viele grüße,
Uli
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