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#711
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AW: Zukunft der Automobilindustrie - Neuordnung auf dem Weltmarkt durch Elektromobili
Zitat:
Der Hintergrund der Geschichte ist folgender: Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Ionity einen sehr günstigen Pauschaltarif (ca. 8€ pro Ladevorgang) am Start .. vermutlich um ein bissi ins Gespräch zu kommen. Da die hinter Ionity stehenden Autobauer (VW, AUDI, Porsche …) bis zu dahin mangels Angebot nur eine verschwindend geringe Menge an E-Autos verkauft hatten, gab es über Monate an den Ionity-Säulen eigentlich nur einen Typ Kunden: Tesla Model 3-Fahrer, für die Tesla das kostenlose Laden nicht mehr angeboten hat. Aus Marketinsicht natürlich eine einzige Katastrophe: Hypermoderne Ladeparks auf den Raststätten, die durchaus viele neugierige Blicke auf sich zogen .. und dann sind da ausschließlich Teslas zu sehen, die die betreibenden deutschen Autobauer auch noch über die billigen Ladetarife subventionieren. Der im verlinkten Artikel ersichtliche Tarif ist ausschließlich dazu gemacht, diese Teslas wieder von den Ladestellen zu vertreiben. Sämtliche Autobauer die hinter Ionity stehen vergeben an Ihre Kunden Haustarife, mit denen man an den Ionity-Säulen zu den branchenüblichen 30 bis 40 Cent lädt. Ob Du nun einer der verblendeten E-Auto-Gegner oder schlicht Null im Thema bist und von Tuten und Blasen keine Ahnung ist fast schon egal .. solche Scheißhausmeldungen zu zitieren und in einen absurden Kontext zu stellen ("Kosten bei der Zukunft des Automobils") ist sowohl für die "globale" Diskussion als auch die hiesige absolut exemplarisch ..
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#712
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AW: Zukunft der Automobilindustrie - Neuordnung auf dem Weltmarkt durch Elektromobili
Du vergisst dabei einen entscheidenden Punkt:
Die Politik will E-Autos um jeden Preis. Die Flottenverbräuche müssen erreicht werden. Nur kauft die reinen E-Dinger bis jetzt kaum jemand. Die meisten sind Hybride, die gekauft werden, um den Steuervorteil bei Firmenwagen zu nutzen und die in ihrem Autoleben oft nicht eine Steckdose sehen werden. Also macht man Lockangebote. Das wird auch noch ein paar Jahre so gehen und wenn genug reine E-Mobile fahren, dann werden die Preise für Ladestrom dramatisch steigen. Um profitabel zu sein müsste ein Anbieter in etwa 20 Euro auf 100 KM realer Reichweite berechnen. Und der Staat wird langfristig überlegen, wie er die dann weniger vorhandenen Einnahmen aus der Kraftstoffsteuer ausgleicht. Könnte dann über die KFZ-Steuer passieren, die ja auch zur Zeit bei E-Autos subventioniert ist. |
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#713
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AW: Zukunft der Automobilindustrie - Neuordnung auf dem Weltmarkt durch Elektromobili
Wie kommt man denn auf das schmale Brett, zu wissen, wie teuer ein Anbieter den Fahrstrom verkaufen muss?
Geändert von BlinderBarmer (30.12.2020 um 15:45 Uhr) |
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#714
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AW: Zukunft der Automobilindustrie - Neuordnung auf dem Weltmarkt durch Elektromobili
Zitat:
Was eher gegen die Durchsetzung spricht. Das wird ja nicht das erste Mal diskutiert. Ich habe sogar vergessen, wann das war, und welche Regierung das nicht gemacht hat. |
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#715
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AW: Zukunft der Automobilindustrie - Neuordnung auf dem Weltmarkt durch Elektromobili
Guter Beitrag.
Dein bester ![]() Oh, schon editiert . Jetzt ist der Beitrag nur noch einer von vielen |
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#716
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AW: Zukunft der Automobilindustrie - Neuordnung auf dem Weltmarkt durch Elektromobili
Zitat:
Und der war wirklich nicht gut. |
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#717
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AW: Zukunft der Automobilindustrie - Neuordnung auf dem Weltmarkt durch Elektromobili
Zitat:
Bei Betreibern die nicht quersubventionieren liegst du da zur Zeit bei etwa 20 Euro pro gefahrene 100KM. Gilt natürlich nicht für Garagenlader, aber von denen hat ja niemand geredet. Es besteht natürlich auch die Möglichkeit der Firma, die den Herstellern gehört, das über einen erhöhten Kaufpreis zu kassieren. Bei der Batterie macht man es ja schon über die "Miete". Man kann und wird auch die Werkstattstundensätze hochschrauben, da ja einige Wartungsarbeiten, wie Ölwechsel, flachfallen. Dann berechnet man halt 100 Euro für das "Prüfen des Akkus". Das kommt aber erst, wenn die Masse mit reinen E-Autos fährt. Noch ist man in der Investitionsphase, nur muss irgendwann dann in 5,10 oder 15 Jahren, je nachdem wie lange man benötigt, um den Kunden in die richtige Richtung zu lenken, dann auch Rendite eingefahren werden. Parallel wird der Staat die CO2 Steuer immer weiter anheben, damit der Benziner immer teurer wird. Der erste Schritt dazu erfolgt übermorgen. Ich rechne langfristig auch noch mit einem massiven Anstieg des Strompreises, spätestens wenn die ersten KKW und letzten AKW vom Netz gehen. Niemand sollte dem Irrglauben erliegen hier langfristig günstig unterwegs zu sein. Dazu gibt es noch überhaupt keine Markterhebungen, wie sich langfristig bei E-Autos der Wertverlust gestaltet. Für einen Diesel bekommst du auch nach 10 Jahren bei guter Pflege noch halbwegs Geld. Ist das E-Auto aufgrund maroder Batterie dann ein wirtschaftlicher Totalschaden oder man zahlt vorher über die Batteriemiete drauf. Bei Renault fängt die mit 100 Euro im Monat an und steigt bei den größten Akkus. Aber soweit sind wir noch lange nicht. Noch will ja die E-Karren kaum jemand haben. Interessant sind die Hybride wegen des Steuervorteils. Geändert von Noppenzar (30.12.2020 um 18:19 Uhr) |
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#718
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AW: Zukunft der Automobilindustrie - Neuordnung auf dem Weltmarkt durch Elektromobili
Zitat:
Und leider macht die Presse da auch immer wieder gerne mit. Wobei einfach die Meldung eines dritten unbearbeitet zu übernehmen ist auch nicht das, was man sich gemeinhin so als Journalismus vorstellt. |
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#719
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AW: Zukunft der Automobilindustrie - Neuordnung auf dem Weltmarkt durch Elektromobili
Zitat:
Warst du bei Wirecard? |
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#720
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AW: Zukunft der Automobilindustrie - Neuordnung auf dem Weltmarkt durch Elektromobili
Was hat das mit Wirecard oder Geschäftsmodellen wie Flaschenpost zu tun, die entweder Umsätze aufblasen oder Umsätze mit horrenden Verlusten erkaufen, nur um den Börsenkurs zu steigern oder beim Exit abzukassieren?
Aber irgendwann müssen auch diese Modelle schwarze Zahlen schreiben. Das ist doch normales kaufmännisches Rechnen, auch wenn die Geschäftsmethode "Start-Up", das zum Teil ad absurdum führt. Irgendwann wird auch Tesla operativ mit ihren Autos Gewinne machen müssen und nicht nur mit dem Emissionshandel. Die Big 5 der Techbranche, Amazon, Apple, Facebook, Google und Microsoft haben genau das geschafft. Zalando wird auch dauerhaft profitabel sein. Und für Ladesäulenbetreiber gilt dasselbe. Sicher kannst du mit diesem Joint-Venture über Jahre die Ladepreise subventionieren und die Konkurrenz aus dem Markt drängen. Für VW, BMW und Daimler ist das Taschengeld. Aber irgendwann muss der Geschäftszweig dann auch profitabel sein. Im Kleinen wäre das doch dasselbe, wenn du einen Edeka aufmachst und ordentlich Reserve hast und damit den Rewe nebenan plattmachst durch niedrige Preise . Hast du ihn vom Markt, dann musst du profitabel werden. Oder du machst einen TT-Shop auf und verkaufst alle Beläge mit 30% Rabatt. Das kannst du eine Zeit lang machen, bis die Konkurrenz weg ist. Irgendwann musst du aber profitabel werden. |
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