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  #711  
Alt 21.08.2010, 15:28
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Rieslingrübe Rieslingrübe ist offline
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Zitat:
Zitat von waldi67 Beitrag anzeigen


Weshalb soll ich bei einem alten, besonders wertvollen Holz die Schlag-
fläche lackieren und damit die Spieleigenschaften beeinflussen?



Auch so ein unausrottbares Vorurteil, dass Lackieren & Lasieren
die Spieleigenschaften eines Holzes negativ beeinflusst.

Das Gegenteil ist der Fall - wenn man's wie gesagt professionell
macht und die richtigen Zutaten mit Bedacht wählt.


Mikael Appelgren zum Beispiel - neben Waldner wohl der Spieler
mit dem bis heute besten Ballgefühl aller Profis und laut eigener
Aussage immer extrem abhängig von der 'Lebendigkeit' seines
Materials - hatte seine alten Alser-Hölzer früher stets mit drei
Schichten sehr körperreichem schwedischen Lack versiegelt.




Zitat:
Also die Platte ist etwa 65 mal 21 cm groß.

Interessant. Insbesondere, wenn die Furnierkombi von
Anfang der 70er Jahre stammt.

Da kann man schon was draus machen.

Die richtige Montage der gut gewählten Griffschalen:
Leimmenge, Ansatzpunkt, Anpressdruck & -zeit ist
allerdins auch eine Wissenschaft für sich.

Kleine Fehler - und das überragende Ballgefühl geht flöten


´

Geändert von Rieslingrübe (21.08.2010 um 18:59 Uhr)
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  #712  
Alt 21.08.2010, 19:09
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Zitat:
Zitat von Paddy83 Beitrag anzeigen

Welches atmungsaktive Öl wird denn für den Griff empfohlen?


Aktuell verwende ich 'Bangkira-Öl' von Clou.

Gibt's in jedem Bauhaus.

Sollte sich der alte Originallack an der Griffoberseite mit Aceton
nicht vollends auflösen, kann man die Reste natürlich auch fein-
körnig wegschmirgeln.



Zum Lackieren der Fläche:

Zunächst Clou-Grundierung, danach Clou-Schellack.


Die Grundierung auf alle Fälle im Freien verwenden. Riecht etwas
giftig und enthält wohl nicht die lungenfreundlichsten Lösungsmittel.

Der Schellack ist harmloser, wird nicht umsonst auch für Spielzeug
und Inneneinrichtung empfohlen.

Beide - Grundierung & Lack - sind recht körperreich und trocknen
schnell. Dennoch einen Tag zwischen den Behandlungen warten.


´

Geändert von Rieslingrübe (21.08.2010 um 19:20 Uhr)
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  #713  
Alt 21.08.2010, 19:24
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Zitat:
Zitat von Rieslingrübe Beitrag anzeigen
Aktuell verwende ich 'Bangkira-Öl' von Clou.

Gibt's in jedem Bauhaus.

Sollte sich der alte Originallack an der Griffoberseite mit Aceton
nicht vollends auflösen, kann man die Reste natürlich auch fein-
körnig wegschmirgeln.



Zum Lackieren der Fläche:

Zunächst Clou-Grundierung, danach Clou-Schellack.


Die Grundierung auf alle Fälle im Freien verwenden. Riecht etwas
giftig und enthält wohl nicht die lungenfreundlichsten Lösungsmittel.

Der Schellack ist harmloser, wird nicht umsonst auch für Spielzeug
und Inneneinrichtung empfohlen.

Beide - Grundierung & Lack - sind recht körperreich und trocknen
schnell. Dennoch einen Tag zwischen den Behandlungen warten.


´
Ok, vielen Dank. Sollte dann kein großes Problem sein, an Bangkirai-Öl zu kommen.
Ich werde nächste Woche mal Beläge aufkleben und mal ein paar Schläge damit machen, ohne den Griff zu behandeln. Wenn es sich gut spielen lässt, werde ich den Griff behandeln. Andernfalls lasse ich natürlich die Finger von der Behandlung, da es sich mit unbehandeltem Griff logischerweise besser verkaufen lässt.
Ich werde aber in den nächsten Tagen mal ein paar Fotos machen, damit das Holz hier mal einer kurzen Begutachtung unterzogen werden kann.
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  #714  
Alt 22.08.2010, 10:57
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Hinsichtlich Grundierung und Lack habe ich nichts im Netz gefunden. Ich finde lediglich das erwähnte Öl von Clou. Ich brauche allerdings dann zwei verschiedene Substanzen - Grundierung und Lack.

Geändert von Paddy83 (22.08.2010 um 11:00 Uhr)
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  #715  
Alt 22.08.2010, 11:55
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Das Bangkira-Öl wie gesagt fürs Griff.

Grundierung und Lack für die Schlagfläche. Auch den empfindlichen
Übergang zwischen Griff und Blatt ruhig mal dick nachlackieren.


Keine Ahnung, was man aktuell im Netz so findet. Einfach mal
ins nächste Bauhaus oder in einen sonstigen Baumarkt stürmen.

Im Laufe der Jahre ändern sich oft die Bezeichnungen der Hersteller.
Gut möglich, dass bei Clou heute nicht mehr 'Schellack' draufsteht,
sondern irgend etwas anderes.

Formel und Eigenschaften dürften sich dennoch kaum oder gar nicht
geändert haben .
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  #716  
Alt 22.08.2010, 18:45
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Ok, bei mir geht es auch in erster Linie um die Behandlung des Griffes.
Die Schlagflächen habe ich mit drei Schichten TSP Racket Coat versiegelt. Das habe ich natürlich mit einem Lappen aufgetragen - mach' ich schon immer so. Da ich mit dem TSP Racket Coat auch vernünftige Erfahrungen gemacht habe, habe ich jetzt nichts anderes verwendet.

Sehr gut, dann werde ich morgen mal mit Aceton an den Griff rangehen und schauen, wie sich der Lack löst. Andernfalls schmirgel ich den etwas mit feinem Schmirgelpapier.

Und zum Bangkirai-Öl: Das bekomme ich sicherlich sehr problemlos hier bei mir in der Umgebung. Sollte also kein Problem sein.
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  #717  
Alt 23.08.2010, 15:55
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Hier nun die Fotos vom Holz:
- Gewicht 87g
- Blattgröße: 162mm x 154mm
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg testbild.JPG (192,7 KB, 184x aufgerufen)
Dateityp: jpg testbild 2.JPG (147,7 KB, 166x aufgerufen)
Dateityp: jpg testbild 3.JPG (158,9 KB, 149x aufgerufen)

Geändert von Paddy83 (23.08.2010 um 15:58 Uhr)
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  #718  
Alt 24.08.2010, 08:19
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Sieht ganz okay aus.

Ein Außenfurnier ist etwas dicker, eines recht dünn - aber
dies sollte nicht weiter stören. Im Zweifel die Seite mit dem
dickeren AF auf der Vorhand verwenden.

Tippe auch hier so auf Ende '71 als Baujahr...


´

Geändert von Rieslingrübe (24.08.2010 um 08:22 Uhr)
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  #719  
Alt 24.08.2010, 11:08
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In der hochauflösenden Vergrößerung ist mir jetzt allerdings
eine 'Furche' auf der Fläche im mittleren Bild aufgefallen.

War dies bereits ab Werk - oder ist das beim Belag entfernen passiert ?


Ich würde jedenfalls diese Furche - nach vorheriger Entlackung
mit Aceton - mit einer Holzpaste auffüllen. Nach dem Trocknen
dann drüber lackieren....
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  #720  
Alt 24.08.2010, 21:07
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Paddy83 Paddy83 ist offline
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Die unterschiedliche Dicke des Deckfurniers habe ich auch schon gesehen. Stört mich schon extrem, vor allem dann, wenn man für dieses Holz viel Geld bezahlt hat. Diese Furche, die du da siehst, hat meiner Meinung nach folgenden Grund:
Das Deckfurnier wurde dort zusammengesetzt. Diese Furche zieht sich durch das ganze Deckfurnier. Ist auch etwas, was mich ziemlich stört, wenn man bedenkt, dass ich für das Holz viel Geld bezahlt habe.

Was mir am Holz gut gefällt, ist der Griff. Der liegt ausgesprochen gut in der Hand.

Ich habe das Holz so bekommen, wie es hier zu sehen ist. Es war ohne Beläge.
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stiga, stipancic, Unbekanntes STIGA

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